Liebfrauen feiert faires Pfarrfest

TRIER. Getränke aus Mehrwegpfandflaschen, Wein aus der Region, Fleisch vom Metzger um die Ecke, Kaffee oder Tee aus fairem Handel: Das sind einige der Zutaten für das “Faire Pfarrfest” von Liebfrauen am Sonntag rund um die Kirche St. Agritius.

Ein Pfarrfest ist nicht nur eine Möglichkeit der Begegnung und der Gemeinschaft, sondern auch eine Art “Visitenkarte” der Kirche, erklärt der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Bruno Sonnen. “Die Kirche vor Ort zeigt, dass das Bemühen um die Bewahrung der Schöpfung und der Einsatz für gerechte Lebensbedingungen auch in konkrete Taten umgesetzt werden kann.” Mit Produkten aus der Region und aus dem fairen Handel sowie unter Beachtung umweltfreundlicher Aspekte könnten Pfarrfeste zu “fairen Pfarrfesten” und somit Vorbild für nachhaltiges Feiern werden.

Damit geht der Trend zur Feier eines fairen Pfarrfestes in Trier weiter. Mehrere Gemeinden, etwa Heiligkreuz oder St. Matthias, haben ihre Pfarrfeste ebenfalls bereits als faire Veranstaltungen durchgeführt. Wenn die Gemeinde ihr Pfarrfest unter diesen Anspruch stellen möchte, muss sie die Vorgaben eines Kriterienkatalogs erfüllen, die an die Kriterien der “Fairtrade-Towns” (Städte des fairen Handels) angelehnt. Jedes Kriterium ist mit einer bestimmten Punktzahl versehen, wobei man höchstens 50 Punkte erreichen kann. Um “fairsiegelt” zu werden, muss eine Mindestzahl von 27 erreicht werden. Der Beschluss des Pfarrgemeinderats, ein “faires Pfarrfest” zu gestalten und der Info-Stand sind generell Voraussetzung. Die Auszeichnung erfolgt nach entsprechender Prüfung zum Pfarrfest in Form einer Urkunde.

Die Aktion “Faires Pfarrfest” wurde im Netzwerk Weltkirche des Dekanats, dem Zusammenschluss der Sachausschüsse Mission, Entwicklung, Frieden und Eine-Welt- und Partnerschaftsgruppen, entwickelt. Der Dekanatsrat hat die Aktion im Frühjahr 2011 als Aktion des Dekanats beschlossen.

Hintergrund ist auch die Tatsache, dass Trier seit dem Weltbürger-Frühstück 2010 den Titel “Fair-Trade-Town” trägt und damit Teil der weltweiten Bewegung Fair-Trade-Towns ist. “Die Bewegung Fair-Trade Town lebt  vom Mitmachen. Dies gilt nicht nur für die zahlreichen Geschäfte und Gastronomie-Betriebe, ohne deren Beteiligung diese Auszeichnung nicht möglich wäre, sondern in besonderem Maße für die vielen Initiativen des fairen Handels, die nicht zuletzt in den Kirchen, in den Pfarreien lebendig sind”, erläutert Sonnen. “Wir glauben, dass Pfarrfeste dafür eine sehr gute Gelegenheit sind und ein guter Beitrag der Kirche in der Stadt Trier, damit die Idee des fairen Handels weiter mit Leben gefüllt wird.”

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