Mahnwache auf dem Kornmarkt

TRIER. Unter dem Motto “6 Monate Fukushima nach Fukushima” veranstaltet das Antiatomnetz Trier heute Abend eine Mahnwache mit Rede- und Musikbeiträgen am Kornmarkt in Trier.

Beginn ist um 18 Uhr. Anschließend wird ein Demonstrationszug zur Porta Nigra und zurück stattfinden. Gefordert wird die Stilllegung aller Atomanlagen und eine “echte ökologische Energiewende”, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

“Sechs Monate nach Fukushima wollen wir den Blick auf die laufende Katastrophe in Japan lenken. Die zunehmende radioaktive Verseuchung ist katastrophal”, sagt Alexander Schmitt von der Greenpeace Gruppe Trier. “Wenn wir den anhaltenden Risiken der Atomenergie Einhalt gebieten wollen, müssen wir uns jetzt gegen die neun bis zehn weiterlaufenden AKW bei uns wehren”, ergänzt Elisabeth Quaré von MAUS e.V. Der Verein betreibt Messanlagen rund um das nahe gelegene französische AKW Cattenom. “Wir wollen eine echte ökologische, landesweite Energiewende, die nur dezentral und auf demokratischem Wege bewirkt werden kann. Deshalb fordern wir, dass die Stadt­werke Trier rekommunalisiert werden – die SWT muss weg vom Atom- und Kohlekon­zern RWE”, sagt Claudia Nelgen von MAUS.

In der Region Saar-Lor-Lux-RLP wehre man sich zudem “be­son­ders gegen die atomare Be­drohung in unserer un­mittelbaren Nähe. Für uns gilt es daher, über das AKW Catte­nom, die Atomwaffen in Büchel, Atomtransporte durch die Region und das geplante grenznahe Atommülllager im franzö­sischen Bure aufzuklären und energiepolitische Alternativen zu unter­stützen”, verlangt Markus Pflüger von Stop Bure, die sich gegen das grenznahe Atommüllprojekt engagieren und am
Aktionswo­chenende 17./18. September zu einem Festival nach Bure einladen.

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