Autos auf Abruf

TRIER. Die Stadtwerke Trier (SWT) bauen ihr Mobilitätsangebot aus. Neben Stadt- und Fernbussen, Parkhäusern und Tiefgaragen, Elektro- und Erdgasladesäulen bieten sie ab sofort zusammen mit dem Anbieter “Stadtmobil Trier” auch Carsharing an.

Bei Bedarf mieten statt dauerhaft kaufen: Patrick Wagner (Inhaber "stadtmobil Trier") und Dr. Olaf Hornfeck (Vorstandsvorsitzender Stadtwerke Trier) haben ein neues Carsharing-Angebot für Trier geschaffen. Foto: Stadtwerke TrierAuto teilen ist Trend, wie die wachsende Nutzeranzahl bestätigt. Nach Angaben des Bundesverbands Carsharing (bcs) waren Anfang 2014 über 757.000 Teilnehmer bei rund 150 deutschen Carsharing-Anbietern registriert. Das sind über 60 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Kooperation zwischen den Stadtwerken und “Stadtmobil Trier” funktioniert wie folgt: Stadtmobil liefert die technischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen, wie beispielsweise die Buchungssoftware, die Fahrzeuge und die elektronischen Zugangssysteme zu den Fahrzeugen. Die Stadtwerke sorgen für die Ausgestaltung der Schnittstellen zwischen Carsharing und dem ÖPNV, für die Stellflächen sowie für die Kundenberatung. “Als moderner Mobilitätsanbieter wollen wir ÖPNV und Individualverkehr optimal miteinander verbinden. Aus diesem Grund haben wir dafür gesorgt, das Jobticket- und VRT-MobilTicket-Kunden das Carsharing-Angebot zu vergünstigten Preisen nutzen können”, erklärt der SWT-Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Hornfeck in einem Pressegespräch. Darüber hinaus sei das SWT-Stadtbus-Center Anlaufstelle für Informationen und Vertragsabschlüsse.

Carsharing ermöglicht die spontane und flexible Nutzung von Pkws, ohne dass man selbst ein Auto besitzen muss. An festen Standorten in der Stadt stehen Fahrzeuge verschiedener Klassen zur Verfügung, die von registrierten Nutzern via Internet, Smartphone oder telefonisch gebucht werden können. “Das Konzept ist für viele Menschen noch neu und erklärungsbedürftig. Daher ist es uns wichtig, von Beginn an gute Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten”, sagt der “Stadtmobil”-Inhaber Patrick Wagner. “Erfahrungen in anderen Städten haben gezeigt, dass jedes Carsharing-Auto vier bis acht private Pkw ersetzen kann”, so Wagner weiter. Das entlaste den städtischen Verkehr und reduziere den Parkdruck. Als Faustregel gilt: Wer weniger als 12.000 Kilometer pro Jahr fährt, für den ist die gemeinsame Nutzung eines Autos im Rahmen des Konzepts lukrativ. Die Stiftung Warentest kam in einer Modellrechnung mit einem gebrauchten Kleinwagen, der 5.000 Jahreskilometer zurücklegt, auf eine Kostenersparnis von 816 Euro pro Jahr. Gegenüber einem Neuwagen ist die Ersparnis noch deutlich größer.

In Trier startet “Stadtmobil” zunächst mit fünf Fahrzeugen. Die Teilnehmer können zwischen zwei Toyota Aygo, zwei Opel Corsa oder einem Opel Astra Kombi wählen. Die Fahrzeuge stehen auf reservierten Plätzen in den SWT-Parkhäusern Hauptmarkt und Ostallee sowie bei der Tufa, und müssen dort auch wieder abgestellt werden. Wer das Angebot nutzen will, muss sich registrieren, zahlt einen einmaligen Starterbetrag sowie einen monatlichen Beitrag. Hinzu kommen die variablen Kosten pro Fahrt, abhängig von Wochentag, Nutzungsdauer und Kilometerzahl. Die Tarife unterscheiden zwischen Privatpersonen und Unternehmen, sowie zwischen Viel- und Wenigfahrern.

Die Teilnehmer profitieren von einem großen Netzwerk: “‘Stadtmobil’ und seine Partner-Angebote gibt es inzwischen in über 100 deutschen Städten. Das heißt, wer sich einmal für eine Teilnahme entschieden hat, kann bundesweit Autos buchen und nutzen”, so Wagner.

Alle Infos zu dem neuen Angebot finden Sie unter http://trier.stadtmobil.de. Wer sich für eine Teilnahme entscheidet, kann den Nutzungsvertrag im SWT-Stadtbus-Center in der Treviris-Passage abschließen.

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. gelblog › Weekly Links Digest August 10, 2014 schreibt:

    […] Autos auf Abruf » 16 VOR 400 € Kaution, 60 € Aufnahmegebühr, 7 € / Monat Beitrag und dann noch Zeit- und Kilometernutzungskosten. Wer hat sich das überlegt? Das macht vielleicht jemand, der direkt neben der Station wohnt. Einen Beitrag zum nachhaltigen ÖPNV wird das garantiert nicht. Leider. […]

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