OB Jensen würdigt Zimmermann

TRIER. Mit einer Gedenkminute hat der Stadtvorstand heute Vormittag des im Alter von 80 Jahren verstorbenen früheren Trierer Oberbürgermeisters Felix Zimmermann gedacht. Dabei würdigte OB Klaus Jensen die Verdienste seines Vor-Vorgängers.

Kondolenzbuch ZimmermannZimmermann habe, gemeinsam mit den Mitgliedern des Stadtvorstands und des Rates, in den 80er Jahren Trier in vielerlei Hinsicht mitgeprägt und dabei die Attraktivität und Schönheit der Stadt gesteigert. Unvergessen bleibe seine Leistung als “überzeugter und überzeugender Repräsentant” der Stadt bei der 2000-Jahr-Feier 1984. Er selbst habe noch in jüngster Zeit Zimmermann als liebenswürdigen und auf seine Art ganz besonderen Menschen mit einer herausragenden Bildung kennen lernen dürfen, so Jensen weiter. Er habe selten jemanden getroffen, der auf dem Gebiet der Literatur, der Kunst und der Philosophie gleichermaßen so bewandert gewesen sei. “Wir sind Felix Zimmermann dankbar für das, was er für die Stadt geleistet hat und für die große Identifikation, die er Trier geschenkt hat. Wir werden ihm ein ehrenvolles Andenken bewahren”, sagte Jensen zum Tode des früheren Oberbürgermeisters. Zugleich kündigte er an, dass er zur Beerdigung des Verstorbenen nach Kassel reisen werde.

Stadt legt im Rathaus Kondolenzbuch aus

Zimmermann wurde am 25. August 1933 in München geboren. Er wuchs am badischen Bodensee auf und studierte Rechtswissenschaften in München und Köln. Beruflich war er zunächst als Rechtsanwalt und Justitiar tätig. Er war Leiter der Stadtwerke Trier und später Direktor der Stadtwerke Augsburg. Nach dem ihn der Rat der Stadt Trier am 6. März 1980 als Nachfolger von Carl-Ludwig Wagner zum Oberbürgermeister gewählt hatte, trat Zimmermann am 2. Juni sein neues Amt im Rathaus Am Augustinerhof an.

Vor allem die 2000-Jahr-Feier 1984 sowie die beiden Städtepartnerschaften mit Weimar in der früheren DDR und mit dem texanischen Fort Worth sind bis heute die Meilensteine seiner knapp neunjährigen Amtstätigkeit als Trierer OB geblieben. Darüber hinaus trieb er gemeinsam mit dem Stadtvorstand die Erschließung neuer Wohn- und Gewerbeflächen voran. Die Neugestaltung des Basilika-Vorplatzes, die kontroverse Debatte über den Umbau des Viehmarktplatzes sowie die Herausnahme der Busse aus der Innenstadt kennzeichnen seine Amtsperiode ebenso wie 1981 die Ernennung des Jesuitenpaters Oswald von Nell-Breuning zum Ehrenbürger der Stadt, die farbliche Gestaltung des Petrus-Brunnens 1983 auf dem Hauptmarkt, die Diskussionen über die Errichtung eines Frauenhauses oder die zunehmende Finanzmisere der Stadt. Die Errichtung der Tufa zum Kunst- und Kulturzentrum sowie die Umwidmung des Schlachthofes zur Europäischen Kunstakademie fallen ebenso in seine Amtszeit. Ein wichtiges Anliegen war Zimmermann vor allem der Ausgleich mit dem benachbarten Luxemburg. Zimmermann wechselte 1989 als Hauptgeschäftsführer des renommierten Verbandes Kommunaler Unternehmen nach Köln. Nachfolger Zimmermanns wurde Helmut Schröer, der bis dahin das Amt des Bürgermeisters innehatte.

CDU-Chef Kaster: Zimmermann prägte und gestaltete Stadt “mit großer Dynamik”

Auch der Trierer CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Kaster würdigte den verstorbenen Alt-OB: “Er war ein Oberbürgermeister mit großer Gestaltungskraft, Entscheidungsfreude, aber auch persönlichem Format und Stil sowie einem so herzlichen Humor”. Durch sein Wirken als Oberbürgermeister habe Zimmermann Trier “mit großer Dynamik geprägt und gestaltet und gleichsam der Stadt auch Strahlkraft nach Außen verliehen. Das großartige Stadtjubiläum im Jahre 1984 sowie die damit einhergehenden Veränderungen und zeitgemäßen Gestaltungen unter seiner besonders kulturell-intellektuellen Führung werden immer mit dem Namen Felix Zimmermann dankbar verbunden sein”, so Kaster.

Zur Erinnerung an den früheren Oberbürgermeister hat die Stadt im Trier-Zimmer des Rathauses, 1. Etage, ein Kondolenzbuch ausgelegt. Die Trierinnen und Trierer sind herzlich eingeladen, sich im Gedenken an Felix Zimmermann in das Buch einzutragen.

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