Planungscafé fürs Gartenfeld

TRIER-OST. In den vergangenen Monaten hat das Darmstädter Büro R+T im Auftrag der Stadt Trier in Trier-Ost/Gartenfeld umfassende Verkehrserhebungen durchgeführt. Bei Verkehrszählungen an verschiedenen Stellen wurde unter anderem der Anteil des Durchgangsverkehrs ermittelt.

Zudem wurden die Parkstände im öffentlichen Raum kartiert und deren Benutzung über einen Tagesablauf hinweg dokumentiert. Hieraus wird ersichtlich, wie viele Parkstände von Gebietsbewohnern selbst genutzt werden und wie viele von quartiersfremden Nutzern. Zusätzlich wurden Fußgänger und Radfahrer nach Quell- und Zielort und Zweck ihres Weges befragt.

Die dabei gewonnenen Ergebnisse werden an diesem Mittwoch ab 19 Uhr im Pfarrsaal St. Agritius, Agritiusstraße 1, im Rahmen einer Bürgerinformation vorgestellt. Anschließend besteht für die Bewohner des Quartiers die Möglichkeit, sich aktiv in die Diskussion einzubringen und sowohl die Situation aus ihrer eigenen Wahrnehmung heraus zu schildern, als auch im Rahmen eines “Planungscafés” Ideen für eine Umgestaltung und die weitere Planung vorzutragen. In der Veranstaltung würden von Seiten des Rathauses bewusst noch keine Maßnahmen vorgeschlagen. Es solle vielmehr ein offener Dialog angestoßen werden, damit von vornherein in eine Richtung geplant werde, die den Vorstellungen der Bewohner am besten entspreche, heißt es in einer Mitteilung des städtischen Presseamts.

Nächster Schritt ist dann basierend auf den Ergebnissen der Bürgerinformaton die Erarbeitung eines Verkehrskonzepts für das Gartenfeld, das voraussichtlich noch vor der Sommerpause im Entwurf vorliegen werde und dann in einer weiteren Informationsveranstaltung präsentiert werden soll.

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5 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Raimund Scholzen schreibt:

    Fast jeder deutsche Hauptbahnhof besitzt einen vorderen und einen hinteren Zugang – außer in Trier. Das Fehlen dieses Zugangs auf der Bahnhofs-Ostseite erschwert den Bewohnern des Gartenfelds das Erreichen der Züge und somit künftig auch die bequeme Benutzung der Regionalbahn, für die der Stadtrat am morgigen Dienstag den Grundsatzbeschluss fassen will. Ich würde es begrüßen, wenn sich im Rahmen des geplanten offenen Dialogs viele Bewohner des Gartenfelds für einen rückwärtigen Bahnhofszugang aussprechen, der gleichzeitig auch noch eine fußläufige Querung des Bahnhofs ermöglicht und damit das Gartenfeld enger an die Altstadt anbindet.

  2. l. Körholz schreibt:

    Schließe mich Herrn Scholzen und vielen gleich gesinnten an.
    Wenn denn tatsächlich “den Vorstellungen der Bewohner am besten entsprochen” werden
    soll, bekämen diese gleichcs Recht wie die Kröten, die unter der Autobahn durchwandern dürfen. Wir dann drüber …
    Vernetzt mit den bestehenden Plänen von Fahrradstation und carsharing am Hauptbahnhof
    wäre ein Übergang eine selbstverständlicher Maßnahme.
    Die bisherigen Versuche, Nutzerzahlen und Bedarf herunterzurechnen gibt man jetzt hoffentlich endlich auf und geht die Sache kreativer an. Vielleicht ist ja die “SWT” zu einer guten Lösung in der Lage ?
    Mit dem Rad kann, wer sich traut, ja die Ostallee weiter nutzen für den Weg zum Bahnhof.

  3. V.Clemens schreibt:

    Auch wenn eine solche Querung Sinn machen würde, ist sie doch von der Verwaltung nicht gewollt:https://www.trier-mitgestalten.de/anregen/5779
    Interessant ist, das die Kosten im Millionenbereich liegen. Hat wohl mal wieder der ADAC gerechnet. Wären andere Projekte auch so gerechnet, bliebe am Ender öfter Geld übrig. meistens muss aber nachgebuttert werden ( Kita Tarforst, Montesori Kinderhaus uva.)

  4. Stephan Jäger schreibt:

    Ja, die „Planungs- und Konzept-Hauptstadt“ Trier, die seit Jahren keine Fußgängerbrücke über zwei Bahngleise hinkriegt, dreht wiedermal das ganz große Rad!

  5. R.Roos schreibt:

    Richtig Herr Jäger. Wobei die Stadt und ihre Bürger dabei, mal wieder, unter dieselbigen geraten.

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