Mängeliste und Drängelgitter

Es war das alles beherrschende kommunalpolitische Thema der ersten Monate, und auch in der letzten Sitzung des Stadtrats vor der Jahreswende holte die Ratsmitglieder das Schulentwicklungskonzept wieder ein – zumindest indirekt. Zwar fand ein Antrag von SPD und Grünen zum “Umgang mit Mängeln an Schulgebäuden” eine deutliche Mehrheit, doch als der Rat dann über die Maßnahmen zur Verbesserung des Schulwegs im Bereich der Unterführung in der Avelsbacher Straße entscheiden sollte, entbrannte ein weiteres Mal der Konflikt über die Schließung der Kürenzer Grundschule. Ortsvorsteher Bernd Michels (CDU) warf der Stadtspitze “unehrliches” Verhalten vor, die Verwaltung habe nahezu alle Anregungen des Ortsbeirats ignoriert, behauptete der Christdemokrat.

TRIER. In den vergangenen Jahren flossen etliche Millionen Euro in die Sanierung mehrerer Trierer Schulen. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen, etwa in der Berufsbildenden Schule am Paulusplatz, dessen völlig marodes Gebäude J komplett auf Vordermann gebracht wurde; oder in der runderneuerten Ambrosiusschule in Trier-Nord. Auch in die Integrierte Gesamtschule (IGS) auf dem Wolfsberg floss und fließt viel Geld, ebenso in den Altbau des Auguste-Viktoria-Gymnasiums (AVG). Doch trotz all dieser Baumaßnahmen herrscht noch an allen Ecken und Enden Sanierungsbedarf, und immer wieder treten neue Mängel zutage – wie jüngst die Schimmelbelastung in der Egbert-Grundschule in Trier-Ost, von der allerdings schon seit Jahren bekannt war, dass auch hier erhebliche Baumängel vorlagen.

“Bauliche Mängel an Schulen gibt es zuhauf”, befand Anja Reinermann-Matatko am Donnerstagabend im Stadtrat und ergänzte: “Was es aber ebenfalls zuhauf gibt, sind die Fragen, wann denn die Mängel behoben werden”.  Zudem herrsche “großes Unwissen darüber, wie mit dieser Problematik umgegangen wird”. So sei auch unklar, nach welchen Prioritäten entschieden werde, wo die Mängel zuerst behoben würden. “Wir stellen uns die Frage, ob das System, das rein theoretisch existieren sollte, so überhaupt funktioniert”, nannte das parteilose Mitglied der Grünen-Fraktion die wesentliche Intention eines Antrags, den die Grünen gemeinsam mit den Sozialdemokraten eingebracht hatten.

Bis Frühjahr kommenden Jahres soll die Verwaltung einen umfassenden Bericht vorlegen. Der Antrag fordert eine “Darstellung des Status Quo des Ablaufs von Mängelmeldungen”, und das unter anderem anhand folgender Leitfragen: “Wie erfolgt aktuell der Weg vom Erkennen eines Schadens an einem Schulgebäude durch die Schulleitung hin zur Behebung des Mangels? Wann wird wer auf welchem Weg informiert?” Verlangt wird außerdem eine Darstellung der Anzahl und Art der Mängel an Schulgebäuden, die der Stadtverwaltung im Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis 28. Februar 2014 gemeldet werden”, überdies möchten die Ratsmitglieder erfahren, wie lang die durchschnittliche Dauer der Behebung dieser Mängel ist.

Es sei das erklärte Ziel, “dass wir im Sinne aller Beteiligten das System optimieren können”, so SPD-Fraktionschef Sven Teuber. Schließlich seien ja zwei in unterschiedlichen Dezernaten angesiedelte Ämter in dieses Thema involviert, “und wir wissen, dass es dort zu deutlichen Reibungsverlusten kommen kann”. Damit spielte Teuber auf wiederholte Auseinandersetzungen zwischen den Dezernentinnen Angelika Birk (Die Grünen) und Simone Kaes-Torchiani (CDU) an.  Thomas Albrecht sprach von einem “berechtigten Anliegen” der Antragssteller. Allerdings habe in seiner Fraktion auch durchaus die Sorge bestanden, dass angesichts knapper Personalmittel die Erstellung eines solchen Berichts dazu führen könne, dass den zuständigen Mitarbeitern der Verwaltung noch mehr Zeit fehle, um sich der Behebung der Mängel zu widmen. Diese Bedenken seien aber inzwischen ausgeräumt, da das Rathaus bereits über eine “gute Datenbasis” verfüge, so der Unionsmann. Ähnlich äußerten sich die Sprecher der anderen Fraktionen. FWG-Ratsmitglied Christiane Probst regte an, ein umfassendes Sanierungskataster für alle städtischen Gebäude zu erstellen. Schließlich träten auch bei anderen Immobilien wie dem Theater immer wieder neue Baumängel auf.

“Da sind wir schon intensiv dran”, erklärte OB Klaus Jensen, und Kaes-Torchiani sekundierte: “Wir sind gerade dabei, für jedes Gebäude eine Krankenakte zu erstellen”. Vorbereitet würden “Zustandsberichte”, aus denen dann ersichtlich sei, wo welche Mängel herrschten, erläuterte die Baudezernentin. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen.

Das gilt auch für die Vorlage zu den Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass der Schulweg der Kürenzer Kinder von ihrem Stadtteil zum Standort Ambrosius in Trier-Nord sicherer wird. Als Gefahrenpunkt gilt hier vor allem die Unterführung in der Avelsbacher Straße. Diese soll neu beleuchtet  und dadurch heller werden. Zudem sind sogenannte Drängelgitter geplant, die Kinder auf dem Bürgersteig innerhalb der Unterführung vor den vorbeifahrenden Fahrzeugen schützen sollen. Eine weitere Maßnahme: Direkt nach Verlassen der Unterführung in Richtung Wasserweg soll es eine Querverbindung zur Metternichstraße geben. Die Verwaltung rechnet mit Gesamtkosten von 95.000 Euro für alle Maßnahmen.

Bevor der Stadtrat am Donnerstagabend entscheiden konnte, waren bereits acht Gremien mit dem Vorhaben befasst. Das sei zu viel des Guten, kritisierte Dorothee Bohr (CDU) an die Adresse von Bildungsdezernentin Birk; “manchmal wäre weniger auch mehr”. Dominik Heinrich erklärte für die Grünen-Ratsfraktion, die größte Gefahr auf dem Schulweg gehe mitunter von jenen Eltern aus, “die aus größter Angst ihre Kinder zur Schule fahren”. Unabhängig davon seien die Vorschläge der Verwaltung “absolut ausreichend”. Schmitz erinnerte einmal mehr daran, dass seine Fraktion gegen die Schließung der Kürenzer Grundschule war: “So schnell holt einen die Vergangenheit wieder ein”. Zugleich beklagte er: “Fast alle Vorschläge des Ortsbeirats wurden aus fachlichen Gründen abgelehnt, obwohl es wohl eher finanzielle Gründe waren”. Joachim Gilles (FDP) erklärte, es  sei “positiv” gewesen, dass die Ortsbeiräte von Kürenz und Nord “stark eingebunden wurden”.

Das sah der Kürenzer Ortsvorsteher Bernd Michels (CDU) indes völlig anders: “Ich bin massiv enttäuscht und verärgert”. Zwar habe es im Ortsbeirat “intensive Gespräche” gegeben, aber: “Was ist daraus geworden?”Fast alle Vorschläge des Ortsbeirats seien in der Versenkung verschwunden, er habe meist nicht einmal eine Rückmeldung von der Verwaltung bekommen. Und Michels ging noch einen Schritt weiter in seiner Kritik: “Die Verwaltung ist auch unehrlich”. So würden in der Vorlage zwar Drängelgitter angekündigt, “aber es steht nicht drin, dass sie nur auf einer Seite angebracht werden sollen”. Der Unionsmann abschließend: “So geht es nicht!” Der Stadtvorstand ging auf Michels’ Kritik mit keinem Wort ein, die Vorlage passierte fast einstimmig den Rat.

Print Friendly

von

25 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. V.Clemens schreibt:

    Auch mit der Annahme dieser Vorlage hat der Stadtrat mal wieder bewiesen, das ihm die Kürenzer und deren Anliegen herzhaft egal sind.
    Was wird überhaupt mit der Schließung der schule netto eingespart? Diese Frage hat die Verwaltung bis heute nicht beantworten können/wollen.
    Auch ist nicht geklärt, wie die Schulkinder in der Unterführung vor den Abgasen und dem hohen Lärmpegel geschützt werden sollen.

  2. Chris Steil schreibt:

    Am Besten finde ich…..

    ……..dass es laut Sven Teuber das erklärte Ziel ist, “dass wir im Sinne aller Beteiligten das System optimieren können !!!
    ……..dass Frau Kaes-Torchiani jetzt nach jahrelangen Debatten gerade dabei ist für jedes Gebäude eine Krankenakte zu erstellen !!!
    ……..dass Klaus Jensen schon intensiv dran ist.
    ……..dass laut Dominik Heinrich die größte Gefahr auf dem Schulweg mitunter von jenen Eltern ausgehze, die aus größter Angst ihre Kinder zur Schule fahren.
    ……..dass Frau Birk anscheinend nix zu sagen hatte, denn dass tut auch mal richtig gut.

    Wo nimmt Trier eigentlich diese ganzen hochqualifizierten Menschen her. Da muss doch irgendwo ein Nest sein.

    Ich lach`mich schlapp.

    Frohes Fest.

  3. Chris Steil schreibt:

    Hier noch ein kleiner Erfahrungsbericht:

    Auf die Frage meines Chefs, wie ich den die Projekte des Unternehmens umsetze, habe ich wie die eben genannten Profis geantwortet:
    “Ich erstelle erst mal eine Krankenakte, denn wir können das System sicherlich im Sinne aller optimieren, und außerdem sei ich schon intensiv dran !”
    Er hat mich dann nur gefragt, was ich geraucht hätte………..

  4. Manfred Maximini schreibt:

    Ich teile die Einschätzung von V. Clemens, dass der Stadtteil Kürenz in den letzten Jahren mehr als stiefmütterlich seitens der Verwaltung behandelt wird. Die Schließung der Grundschule Kürenz ist eine Fehlentscheidung mit negativen Langzeitwirkungen für
    die gesamte Infrastruktur. Vor der Landesgartenschau wurde den Kürenzer eine verkehrsentlastende Anbindung in Richtung Höhenstadtteile zugesagt. Heute wird weiter auf der Höhe gebaut, wodurch der Durchgangsverkehr eine erhebliche Gefährdung darstellt.. Das trifft auch auf die Grundschulkinder im Bereich Bahnunterführung ” Avelsbacherstrasse” zu. Es wird scheinbar erst gehandelt, wenn etwas passiert ist.
    Ein weiteres Beispiel: Trotz mehrfacher Aufforderung lässt die Stadt einen Teil der Wohnungen in der Riverisstrasse weiter vergammeln. So werden Steuergelder verschleudert, obwohl dringend Sozialwohnungen gesucht werden. So stirbt Kürenz schrittweise aus.

  5. Sven Sturm schreibt:

    ich kotze gleich … da meinen die stadträter tatsächlich ein paar vollkommen alberne Drängelgitterchen und ein paar Lämpchen machen den Schulweg sicher … und das auch noch für schlappe 95.000 € !!! wie erbärmlich !! und das frau käse nun auf die Idee kommt eine mängelliste zu erstellen !! RESPEKT …

    WARUM HAT DIE DENN VERDAMMT NOCHMAL NICHT IHREN JOB GEMACHT ALS DAS TRIUMVIRAT (HERR HEINRICH UND HERR DEMPFLE) ENTSCHIEDEN HABEN KÜRENZ DICHT ZU´MACHEN !!!

    lächerlich ! Und bei dieser ganzen Schulweg Rotze wird eines immer wieder volllkommen unter den Tisch fallen gelassen …

    Macht doch mal Abgasmessungen in den völlig maroden Unterführungen ! Weiterhin laufen nicht alle Kinder die nach Ambrosius sollen müssen diesen dollen Schulweg !

    Wer macht sich solche Gedanken ….

    Wenn ich dann lese dass die Gefahr des Schulwegs durch die Eltern kommt die ihre Kinder in die Schule bringen dann schaut euch mal das Spektakel hier in Kürenz an wen morgens die ganzen gelben Egbert Nummern den Schlosspark rauf und runter fahren als sei der das Pacelliufer !!! (Gerade die ganzen Bonzenschlitten sollten sich ein Beispiel an den Eltern nehmen die schön brav ihre Kinder im Konvoi mit Fahrrad in die Schule begleiten)

    Ich muss sagen das haben die Politiker fein hinbekommen ! Bravo !! Schämt euch alle und hört endlich auf uns weiter für dumm zu verkaufen ! Wäre doch mal ein schöner Vorsatz für das kommende jahr

  6. Sven Sturm schreibt:

    Ach so um es explizit zu sagen: Die Gefahr hier im Schloßpark hat ja dann Herr Heinrich selbst verursacht !! Kann ihm ja auch egal sein, seine Lobbyisten aus Egbert hat er ja unnützerweise zufrieden gestellt und er wohnt ja auch weit genug weg !!!

    Der grüne Daumen hoch Herr Heinrich haben sie fein hinbekommen … Nur selbst wohl leider nicht gemerkt was die in ihrem Statement da anprangern

  7. Dominik Heinrich schreibt:

    @Chris Steil: Lachen ist gesund.

    Dennoch empfehle ich Ihnen bei Schulbeginn und -schluß die Situation vor den Grundschulen zu beobachten. Dann sehen Sie, wie Eltern ihr Auto auf Gehwegen stellen, darin warten und zuschauen, wie Kinder auf die Straße ausweichen müssen, weil diese ansonsten nicht vorbei gehen können.
    Gnadenlos auch jene Eltern, die ihr Auto mitten auf Zebrastreifen abstellen oder es einfach auf der Straße stehen lassen, um ihre “hilflosen” Kinder möglichst vor dem Klassenraum abzuholen. Dieses Verkehrschaos ist kaum zu toppen.
    Und wenn sie dann ihre eingesammelten Kinder ins Auto gesetzt haben und den (zumeist sehr kurzen) Heinweg antreten, wird auf engen Straßen ohne große Rücksicht auf zu Fuß gehende Kinder gewendet.

    Satire? Nein! Tägliche Realität.

    Lachen Sie immer noch?

  8. Chris Steil schreibt:

    Sehr geehrter Herr Heinrich,

    ich habe auch nicht wirklich gelacht, denn dafür sind die Entscheidungen, die Sie unter anderem mitgetroffen haben, und die Wege dorthin viel zu ernst und bitter.
    Viele der Situationen mit denen die Trierer nun und zukünftig zu schaffen haben haben Sie mitverantwortet. Da gibt es nix zu lachen. Höchstens zu schämen. Hiermit meine ich durchaus Ihre berufliche, wie auch politische Tätigkeit.
    Ich sehe davon ab hier nun eine Beispielliste zu eröffnen, sonst geht mir noch die Galle über.
    Ansonsten verweise ich noch gerne auf den Beitrag Nr.6 von Sven Sturm.

    Frohe Weihnachten !

  9. Petra Kewes schreibt:

    Selbst der Verein der Autolobbisten schreibt, dass Elterntaxis das größte Risiko am Schulweg ist!
    “Sein Kind in die Schule zu fahren ist gefährlicher, als es selbst gehen zu lassen. Eine wissenschaftliche Studie im Auftrag des ADAC zeigt: Auch die Kinder vor der Schule sind in Gefahr, wenn Eltern ihre Kleinen bis vor die Schultüre fahren.”

    hier der ganze Artikel

    http://www.adac.de/infotestrat/adac-im-einsatz/motorwelt/elterntaxi.aspx

  10. Friedhelm Busche schreibt:

    @Dominik Heinrich: Genauso sieht es morgens und nachmittags in Kürenz aus. Die Egbert-Eltern verursachen eine Menge Verkehr und Verkehrsgefährdungen an der Kürenzer Grundschule. Sind die Lehrer oder andere Verantwortliche nicht in der Lage mit diesen Müttern ein ernsthaftes Wort zu reden? Es ist wirklich erstaunlich, was die Kürenzer alles mit sich machen lassen. Auch der frühere Umzug der Kürenzer Kinder in die Abrosiusschule (eigentlich war erst 2014 geplant http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/trier/Heute-in-der-Trierer-Zeitung-Frueher-gemeinsamer-Neustart-fuer-Kuerenz-und-Ambrosius;art754,3563413) erscheint in einem neuen Licht. Und weit und breit kein Kürenzer Politiker der ernsthaft auf den Tisch haut.

  11. U. Klein schreibt:

    @Chris Steil u. Posts 1 bis 6: BINGO!
    Wenn´s nicht zum Heulen wäre, müsste ich lauthals loslachen über diese Schmierenkomödie!
    In bester König Kurt-Manier wird die Kritik von Herrn Michels (einer der wenigen mit Sinn und Verstand) einfach übergangen, denn die rotgrünen Weltverbesserer haben immer Recht (s. Frau Kewes: “der Verein der Autolobbyisten”)

    Herrn Heinrichs Realitätsverlust ist erschreckend: Sankt-Florians-Prinzip und reiner Lobbyismus!
    Schauen Sie doch mal in Kürenz vorbei, wenn die o. g. Flotte Ihrer Bonzenfreunde an- und abfährt, um ihren Nachwuchs bis vor die Schultür zu fahren!

    Aber alles wird gut, denn der große Macher ist ja schon intensiv dran. Ich schmeiß mich weg !!

  12. Jörg Hennefeld schreibt:

    Da denkt man als Kürenzer Bürger und Vater, von bald schulpflichtigen Kindern, es kann eigentlich nicht noch schlimmer kommen, doch der Stadtrat einschl. der Stadtspitze belehrt einem mal wieder eines Besseren!
    Da wird ein angebliches Konzept zur Verbesserung des Schulwegs der Kürenzer Kinder vorgelegt und das schlimmste ist, diese “Rotzvorlage“ passiert den Rat fast einstimmig und kostet 95.000 €.
    Als wäre das nicht noch schlimm genug, kommentieren Ratsmitglieder von CDU und den Grünen diesen Mist auch noch und disqualifizieren sich mit Ihren Aussagen selber.
    Hinzu kommen die vorab geschrieben Einträge. Herr Heinrich und Frau Kewes, wenn ich mir Ihren Mist durchlese den sie hier posten treibt es mir die Galle hoch. Sie und der ADAC Artikel beschreiben die Schulsituation vor den Grundschulen und verfehlen damit ganz klar das Thema.
    Hier in Kürenz geht es darum das unsere Kinder sicher zur Schule gelangen und das ist nicht damit getan das man auf einer Seite der Unterführung Drängelgitter montiert und den Weg hinter der Unterführung pflastert.
    Ich darf daran erinnern das die Kinder vorab die Domänen- und die Nellstraße passieren müssen.
    Gerade in diesen beiden Straßen Herr Heinrich, stehen die Autos beidseitig auf den Bürgersteigen und an Tempo 30 hält sich hier niemand. Es geht hier nicht um die Situation vor den Grundschulen.
    Aber es passt zu allem was bisher passiert ist in Sachen Schulentwicklungskonzept.

  13. Jörg Hennefeld schreibt:

    Ohne groß nachzudenken werden Entscheidungen getroffen und weitere Steuergelder verschwendet.
    Herr Heinrich und Frau Bohr ich frage Sie, wer wird zur Konsequenz gezogen wenn ein Kind auf dem Schulweg überfahren wird? Sie und der Rest des Stadtrates, die Stadtspitze?

    Aber in einer Sache gebe ich Ihnen Recht Frau Bohr, manchmal wäre weniger auch mehr.

    Manchmal wäre weniger reden auch mehr. Würde stattdessen mehr nachgedacht würde vielleicht heute schon ein ordentliches Schulentwicklungskonzept vorliegen und wir bräuchten uns nicht über solch eine Rotzvorlage aufzuregen.

    Hier werden 95.000 € verpulvert. Was passiert wenn der Durchbruch von Bahnhof zur Metternichstraße kommt? Werden weitere Drängelgitter montiert?

    Frau Bohr und Herr Heinrich es gibt ein Sprichwort “Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“.
    Tun Sie mir und auch allen anderen Kürenzer Eltern den Gefallen und halten Sie sich daran, vor allem wenn man von gewissen Dingen keine Ahnung hat!
    Ich denke als Ortsvorsteher von Trier Ost sollten Sie erstmals vor Ihrer eigenen Tür kehren.
    Wie Herr Sturm bereits geschrieben hat, schauen Sie sich das Spektakel in Kürenz morgens und nachmittags an und sprechen Sie mit den Eltern. Damit wäre den Kürenzern Kinder schon ein Stück weit geholfen!

  14. Dieter Lintz schreibt:

    Will denn einfach niemand begreifen, dass das Festhalten an einer möglichst hohen Zahl von Standorten und die Unfähigkeit, die vorhandenen Schulen in einem vernünftigen Zustand zu erhalten, zwei Seiten genau der gleichen Medaille sind? Eine Planung hätte nur Sinn, wenn Sie klare Prioritäten setzt, welche Schulen in welcher Reihenfolge saniert und welche eben nicht mehr saniert, sondern in absehbarer Zeit geschlossen werden. Und zwar unter Berücksichtigung der realen Finanzierungsmöglichkeiten der Stadt, nicht irgendwelcher Luftschlösser.
    Der Stadtvorstand hat das zuletzt zumindest ansatzweise versucht, hatte aber gegen den Rat keine Chance. Ihn dafür jetzt zu prügeln, ist nicht korrekt.

  15. vV.Clemens schreibt:

    Herr Lintz, Sie hätten ja recht wenn die GS Soterstraße so Sanierungsbedürftig wäre wie die GS Martin und Egbert. Ist sie aber nicht.

    Ich verstehe nicht, das die Stadt auf einmal die Unterführung in der Avelsbacherstraße umbauen darf. Als das die Bürger früher schon gefordert haben, unabhänig von der schule, hieß es von Verwaltungsseite immer, diese wären der Bahn und man dürfe da nur tätig werden, wenn man in Zukunft dafür alle Unterhaltungskosten trage.
    Hier stimmt doch was nicht. Und wie teuer wird erst der neue Umbau wenn der Moselbahndurchbruch kommt? Was nützen und die Drängelgitter, wenn unsere Kinder im Bereich ARO von den Autos überfahren werden, die dort immer über den gehweg fahren? Oder will man den ganzen Schulweg mit Drängelgittern ausbauen? So wie ein Tiegerkäfig im Zirkus?
    Es ist eine Schande, was dieser Rat und diese Verwaltung mit Alt-Kürenz machen!
    Am Augustinerhof hat sich wohl nichts geändert: Schon vor 150 Jahren war an gleicher Stelle das Städt. Armen-Und Irrenhaus.

  16. Stephan Jäger schreibt:

    @Jörg Hennefeld

    „und an Tempo 30 hält sich hier niemand.“

    „Herr Heinrich und Frau Bohr ich frage Sie, wer wird zur Konsequenz gezogen wenn ein Kind auf dem Schulweg überfahren wird?“

    Na ich hoffe doch, die „bürgernahen“ Politiker im Stadtrat, die – wider jede Vernunft – jüngst erfolgreich verhindert haben, dass sich an diesen Zuständen in Trier in absehbarer Zeit irgendetwas ändert.

    Denn auch da hatte der Stadtvorstand gegen den Rat keine Chance.

    Ihre Fragen gehen jedenfalls an die falsche Adresse, Herr Hennefeld.

  17. Horst Haller schreibt:

    Man könnte glatt meinen Kürenz wäre der Nabel der Welt….
    Schönes Sankt Florians Prinzip hier…. Trier krankt an dieser Einstellung.
    @ Herr Linz, Recht haben Sie!

  18. Dominik Heinrich schreibt:

    Schimpftiraden, Unterstellungen und die Verbreitung von Unwahrheiten sind einer konstruktiven und respektvollen Diskussion nicht dienlich.

    Was mich von den obigen Leserbriefschreibern interessieren würde:

    1. Welche von der Stadtverwaltung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Sicherung des Schulweges erachten Sie als nicht sinnvoll?

    2. Welche konkreten Vorschläge haben Sie?

  19. Sven Sturm schreibt:

    Ganz einfach Herr Heinrich:

    Für 95.000 € einfach den Bus weiterfahren lassen. Dann brauchen auch die Eltern die ja in ihren und den Augen des ADAC die größte Gefahr darstellen nicht selbst zu fahren.

    Dann warten bis der Moselbahndurchbruch tatsächlich kommt und dann den gesamten Ecken dort mit Konzept aufräumen. Statt einen Schnellschuß mit einm einseitigen Drängelgitter zu machen … um die 2. Seite dann im Topf des Moselbahndruchbruchs unterbringen …

    Oder aber was viel sinnvoller gewesen wäre: GS Egbert zu (bzw. deren Gebäude, die GS als solches kann ja am Standort Soterstraße erhalten bleiben) dann wäre auch der Nabel der Welt zufrieden. Kürenz ist zwar nicht der Nabel der Welt aber immerhin der 2. größte Stadtteil ….

    Das auf sie geschimpft wird sind sie hier nach ihren Einträgen sicherlich selbst schuld … Warum kann eigentlich keiner von euch Politikern mal mit Anstand sagen er habe ne Fehlentscheidung getroffen … Warum blos nicht …

    Würde eurer Glaubwürdigkeit schon auch helfen …

    Es sind keine Unterstellungen von Unwahrheiten wenn sie mit dafür verantwortlich gemacht werden dass das Gebäude in der Soterstrasse geschlossen wurde während eure Schimmelschule krampfhaft versucht wird am Leben gehalten zu werden ..-.

    Wahrscheinlich wird uns demnächst erzählt man könne das Gebäude für 1,2 Mio renovieren, wenns am Ende 3 werden auch nicht schlimm … Ist ja in den letzte Jahren auch auf Bundesebene salonfähig so zu handeln …

  20. V.Clemens schreibt:

    Her Heinrich: bei der letzten Rollenden Bürgerversammlung wurde die Planung von der Verwaltung für diesen Bereich so vorgestellt :
    – Ortsumfahrung/ Verlängerung Im Avelertal über die Gleis in die Metternichstraße
    – Sperrung der Unterführung für den Mot.Verkehr.
    – Rückbau + Verkehrsberuhigung Domänenstraße + Avelsbacher Straße
    – Im Bereich der Unterführung Aufgang zum Bahn-Haltepunkt
    Das einzige, was hiervon umgesetzt wurde ist der Rückbau der Avelsbacher Straße mit dem Ergebnis, das das Pflaster dort durch den Schwer- und Baustellenverkehr nach nicht mal 10 Jahren völlig Kaput ist

    Unter Anbetracht der hohen Lärm-und Abgaswerte gerade im morgendlichen verkehr wäre es doch sicherer, VOR der Unterführung Ampeln aufzustellen, welche den verkehr solange vor dem Tunnel halten, bis die Kinder durch sind.
    Dadurch, das die GS Martin und GS Egbert einen sehr hohen Sanierungsstau haben: GS Martin geht in Ambrosius auf( beide liegen im selben Stadtteil), in Egbert werden die Schulbezirksgrenzen zw. Olewig und Kürenz austariert und die Stadtteil-Fremden Kinder in ihren Heimatstadtteil beschult.

    @ H. Haller: Nein, Kürenz ist nicht der Nabel der Welt. Aber: den Kürenzern wurde, gerade im Bezug des Petrisberg-Ausbaus so viel zugesagt, aber so gut wie nicht eingehalten. Und jetzt kommt auch noch massiver Druck aus dem Gartenfeld, die Route Sickingen- und Bergstr. zu sperren, was den verkehr in Kürenz UND Olewig nochmal erhöhen würde.

  21. Horst Haller schreibt:

    Werter Herr Clemens,

    Sickingenstarsse sperren? Ist mir neu… Wo steht das, wer sagt das? Das wäre ja komplett schwachsinnig…
    Bergstrasse speren? Völlig d’accord! Hier kann man ja problemlos die etwas längere Variante wählen über die Kaiserthermen (was sich auch mal jeder Petrisberger mal zu Herzen hemen sollte).
    Aber mal ehrlich wo, ausser auf dem Hauptzubringer hat den Kürenz selbst ein Problem. Der grosse Teil des Ortes liegt doch quasi “abseits” vom Hauptverkeht und macht auf mich immer noch einen recht ruhigen Eindruck. Und ich bin nicht selten da…

  22. Stephan Jäger schreibt:

    @Horst Haller

    „Der grosse Teil des Ortes liegt doch quasi “abseits” vom Hauptverkeht und macht auf mich immer noch einen recht ruhigen Eindruck.“

    …ja, und noch ruhiger könnte es sein, wenn die Kürenzer selbst in der Domänenstraße mal die 30 auf die Reihe bekämen, die da auf den Schildern stehen. Aber das alte Trierer Spiel halt: „Gebt mir Verkehrsberuhigung, außer, wenn ich fahren will!“

  23. Jörg Hennefeld schreibt:

    Herr Heinrich wenn Sie respektvoll behandelt werden möchten, dann äußern Sie sich auch respektvoll. Vorschläge sind genug eingebracht worden, keiner dieser wurde berücksichtigt.

    Herr Lintz sicherlich haben Sie Recht mit dem was Sie schreiben, nur wird es halt nicht gemacht. Statt etwas Konstruktives zu schaffen, geht es doch nur noch darum sich anständig für die kommende Kommunalwahl zu positionieren. Und diejenigen die die größte Lobby besitzen, denen wird es recht gemacht.

    Und sicherlich ist Kürenz nicht der Nabel der Welt, nur bekommt man immer mehr den Eindruck das Kürenz wie der Arsch der Welt behandelt wird Herr Haller.
    Auch ich bin gespannt wann die ersten Sanierungszahlen der Egbert Schule vorliegen und wie dann gehandelt wird. Ich bin auch gespannt ob die vorgelegten Sanierungskosten geprüft werden, oder ob diese so von der Stadt übernommen werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.
    Spätestens dann wird man sehen ob die große Lobby ausreicht um die Egbert Schule zu sanieren, oder ob die Kinder eine andere Schule besuchen müssen.
    Und da Herr Heinrich bin ich wiederum auf Ihre Reaktion gespannt, denn auch der Schulweg nach Olewig ist von den Experten als nicht gefährlich für die Kinder eingestuft worden.
    Aber mit ein paar Drängelgittern und Gesprächen mit den Eltern dürften Sie das Problem in den Griff bekommen. Denn die größte Gefahr geht ja von den Eltern aus, was der Verein der Autolobbisten ja ebenfalls bestätigt hat.

  24. R.Roos schreibt:

    Sehr geehrter Herr Haller, die Forderung, die Bergstraße zu sperren / in eine Einbahnstraße zu verwandeln ist nicht neu. Diese Forderung wurde im Bürgerhaushalt gestellt und sowohl vom Ortsbeirat als auch von der SPD unterstützt, die da wohl auch schon tätig war. Quelle: Bürgerhaushalt.
    Herr Jäger, das Problem mit der Geschwindigkeit finden Sie in nahezu jedem Ort. Ich behaupte, in anderen Stadtteilen sogar noch ausgeprägter als in Kürenz. ich sag nur Olewigerstraße oder Zewenerweg.
    Die Trierer wissen halt, das sie keine Kontrollen zu befürchten haben, was ja die FWG und ein Staatsanwalt der CDU wirkungsvoll verhindert haben

  25. Thomas Schon schreibt:

    Brisante Stellungnahme der ADD zum Schulentwicklungsplan?

    Die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes der Stadt Trier (Drucksache 049/2013) sieht vor, dass die GS Kürenz ……..

    Dieser Unsinn wurde mehrheitlich im März 2013 vom Trierer Stadtrat bei 38 Ja-Stimmen (16 Stimmen der CDU-Fraktion, 12 Stimmen der SPD-Fraktion, sieben Stimmen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und drei Stimmen der FDP-Fraktion), beschlossen (Beschluss vom 14.03.2013). Wie schon mehrmals beschrieben, wurde bis heute nicht bekannt gegeben, was die Stadt Trier hierdurch einspart! Jetzt werden mit Unterführungssanierung und Umzug 120.000,00 € ausgegeben (Sparen – koste es, was es wolle!).
    Seit mehreren Monaten liegt nun eine Stellungnahme der ADD zum Schulentwicklungsplan der Verwaltung vor. Diese wurde bis heute nicht den Stadtratsmitgliedern vorgelegt.
    Auf Anfrage eines Stadtratsmitgliedes am 19.11.2013, wann die Ratsmitglieder hierüber informiert werden, konnte diese Frage nicht beantwortet werden, da die Stellungnahme zuerst von der Verwaltung geprüft werde.
    Was steht in dieser Stellungnahme, was eine monatelange Prüfung notwendig macht?
    Ich gehe einfach davon aus, dass dieses Schreiben erst nach der Kommunalwahl veröffentlicht wird, um eine Wiederwahl der Ratsmitglieder nicht zu gefährden. Ich könnte mir vorstellen, dass sich manch ein Wähler anders entscheiden würde, wenn er umfassend informiert wäre. Aber wir sind ja schließlich nur Wähler und haben uns gefälligst aus der Politik herauszuhalten.

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Bitte erst die Rechenaufgabe lösen! * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

Unterstützen

In Evernote merken