“Sexuelle Übergriffigkeit”

TRIER. Das Bistum Trier hat die kirchenrechtliche Voruntersuchung gegen einen Ruhestandsgeistlichen, dem ehemaligen Pfarrer einer saarländischen Gemeinde, abgeschlossen.  Das Ergebnis werde nun nach Rom weitergeleitet, teilte die Bischöfliche Pressesstelle mit.

Dem Beschuldigten konnte nach Darstellung des Bistums insgesamt in vier Fällen im Zeitraum von 1984 bis 1986 “ein Verhalten nachgewiesen werden, das als sexuelle Übergriffigkeit und Grenzverletzung zu werten ist”. Weil zum Zeitpunkt der Taten die für den Straftatbestand des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen damals maßgebliche Altersgrenze der Opfer (Vollendung des 16. Lebensjahres) überschritten gewesen sei, habe die “Erfüllung eines Straftatbestandes nach kirchenrechtlichen Bestimmungen nicht nachgewiesen” werden können. Ein zwischenzeitlich durchgeführtes Ermittlungsverfahren der staatlichen Strafverfolgungsbehörde sei wegen Verfolgungsverjährung eingestellt worden.

Bischof Dr. Stephan Ackermann erteilte dem Pfarrer, “der durch sein Tun jungen Menschen geschadet hat, einen strengen Verweis, der mit Bußauflagen verbunden ist”. Dem Priester werde die öffentliche Ausübung seines Amtes “in jeglicher Weise” für ein Jahr untersagt. Ferner müsse er eine Geldbuße in Höhe von 3.000 Euro an eine Einrichtung zahlen, die in der Beratung und der Prävention gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen tätig ist.

Das Ergebnis der kirchenrechtlichen Voruntersuchung werde wie in allen anderen Fällen auch an die römische Glaubenskongregation übermittelt.

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