Stadtspitze liefert Vorlage zur Schulpolitik

OB Klaus Jensen (SPD) und Bildungsdezernentin Angelika Birk (Die Grünen) haben am Dienstag die Vorlage des Stadtvorstands für das Schulentwicklungskonzept vorgestellt. Dessen Inhalt dürfte in einigen Stadtteilen wie Pfalzel, Biewer oder Ruwer für Aufatmen sorgen, doch sollen weiterhin mehrere Grundschulen geschlossen werden. Für die Egbert-Schule wird die Entscheidung auf 2015 vertagt, selbst ein Neubau scheint nun nicht mehr ausgeschlossen. Jensen appellierte an den Rat, die Vorlage “mutig zu beraten und zu entscheiden”. Diese beschränke sich auch nicht auf Schulschließungen, sondern sehe allein bis 2018 Investitionen von rund 40 Millionen Euro vor. Birk sagte: “Wenn man nichts entscheidet, wird es teurer und nicht besser”. Gemessen am Krämer-Mandeau-Papier wurden merkliche Abstriche gemacht; offenbar ließ man sich in der Verwaltung von einigen Einwänden überzeugen. 

TRIER. Wie das so ist, wenn man etwas einfordert und insgeheim doch nicht damit rechnet, dass es alsbald geliefert werden könnte: Als Klaus Jensen und Angelika Birk Ende vergangener Woche per Einladung zur Pressekonferenz wissen ließen, dass der Stadtvorstand nun endlich seine mit Spannung erwartete Vorlage für das Schulentwicklungskonzept präsentieren werde, schien es manchen Kommunalpolitikern schon wieder fast zu schnell zu gehen. Viel Zeit bleibt den Ratsmitgliedern tatsächlich nicht, um die insgesamt 21 Einzelschritte zu beraten, die der offizielle Entwurf für das städtische Schulentwicklungskonzept vorsieht – im März soll der Rat entscheiden. Zuvor wird es noch drei Beratungsrunden in den zuständigen Ausschüssen geben. Aber, so Jensen, es habe ja seit Monaten eine intensive Diskussion gegeben, deshalb dürfe nun niemand so tun, als habe er nicht genug Zeit und sei überrascht.

Einige Überraschungen enthält die Vorlage dann doch – zum Beispiel die, das wesentliche Entscheidungen nicht vor 2015 getroffen werden sollen. Das sei “kein Weglaufen”, so Jensen, sondern “rein sachlich begründet”. Manche Optionen, die nun in den kommenden Jahren erneut überprüft und abgewogen werden, bedingen sich gegenseitig. Beispielsweise wenn es um die Zukunft der Egbert-Grundschule sowie der Kurfürst-Balduin-Realschule plus geht. Gutachter Wolf Krämer-Mandeau hatte vorgeschlagen, Egbert- und Barbara-Grundschule im Robert-Schuman-Gebäude in der Kaiserstraße unterzubringen. Doch dazu wird es vorerst nicht kommen. Zunächst werde man noch einmal untersuchen, ob das Schuman-Gebäude für die Unterbringung einer Grundschule überhaupt taugt, kündigte Bürgermeisterin Angelika Birk am Dienstag an. Sollte dies nicht der Fall sein, schlägt der Stadtvorstand alternativ einen Neubau der Egbert-Grundschule an ihrem bisherigen Standort vor. Im Gegenzug würde dann aber die Grundschule in Olewig aufgegeben und mit Egbert fusioniert, so Birk weiter.

Doch das Schuman-Gebäude könnte auch für die Kurfürst-Balduin-Realschule plus benötigt werden. Bei der heftig umstrittenen Frage, ob die Trier-Wester Schule – wie von Krämer-Mandeau vorgeschlagen – nach Ehrang umsiedeln soll, wollen Jensen und Birk in Abstimmung mit dem Land erst einmal schauen, wie sich die Anmeldezahlen an den Realschulen plus bis 2015 entwickeln werden. Sollte es so viele Schüler gegeben, dass die angedachte Zusammenlegung mit Ehrang keinen Sinn ergebe, sei denkbar, den Standort im Westen beizubehalten. Allerdings sollten dann nur die fünften und sechsten Klassen dort unterrichtet werden, die Klassenstufen 7 bis 10 würde die Verwaltung gerne in der Kaiserstraße unterbringen. Der Hintergrund: Am liebsten wäre es den Verantwortlichen im Rathaus, wenn in dem derzeitigen Balduin-Gebäude die beiden Trier-Wester Grundschulen Reichertsberg und Pallien zusammengelegt würden.

Grundschulen Martin, Quint und Kürenz sollen weichen

Denn in diesem Punkt ist sich der Stadtvorstand einig: Der marode Waschbetonbau am Reichertsberg soll aufgegeben und möglichst ein gemeinsamer Standort mit Pallien entwickelt werden. Weitere Grundschulen, die weichen sollen, sind Quint, Kürenz und Martin. Während die Quinter Schüler in einer erweiterten Ehranger Grundschule unterrichtet würden, möchte das Bildungsdezernat die Grundschüler der Innenstadt vornehmlich auf den Standort Ambrosius in Trier-Nord konzentrieren, der momentan aufwändig saniert und umgebaut wird. Ambrosius soll künftig vierzügig sein. Ergänzend hierzu gäbe es noch die Ausonius-Grundschule in der Nähe des Paulusplatzes. Die Kürenzer Grundschule würde ebenso geschlossen, wie das sanierungsbedürftige Anwesen in Martin. Proteste scheinen hier programmiert, doch verweisen Birk und Jensen darauf, dass es darum gehe, die begrenzten finanziellen Mittel langfristig gezielter und effizienter einzusetzen. Wobei der OB auch Wert darauf legte, dass es nicht nur darum gehe, Geld einzusparen, sondern “die Qualität des schulischen Angebots” zu verbessern. Deshalb plane man bis 2018 Investitionen von rund 40 Millionen Euro.

Was der Stadtvorstand am gestrigen Montag einvernehmlich absegnete, erscheint auf den ersten Blick wie ein “Krämer-Mandeau light”. Anders als von dem externen Gutachter vorgeschlagen, soll es einige Fusionen nicht geben. So erklärten Birk und Jensen, dass man an den Standorten Zewen, Euren, Biewer und Pfalzel festhalten wolle. Bei nüchterner Betrachtung und neuerlicher Abwägung sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass die zu erwartenden Kosteneinsparungen aufgrund der dann notwendigen Schülerverkehre und Sanierungen an einzelnen Standorten nicht so seien, dass sich die Zusammenlegungen rechtfertigen ließen. Darüber hinaus habe man auch die Bedeutung der Schulen für das Leben in den Stadtteilen in die Einzelentscheidungen einfließen lassen.

Auch auf der Tarforster Höhe will man nun Schülerverkehre vermeiden und schlägt den Ausbau von Triers jüngster Grundschule vor. Da diese ein Ganztagsangebot bekomme, habe die Stadt Anrecht auf die Finanzierung zusätzlicher Räume; einen entsprechenden Förderantrag werde man beim Land stellen.  Mit den Worten “der Süden boomt” kommentierte Birk die Maßnahmen, die der Stadtvorstand für Heiligkreuz und Feyen vorschlägt: Beide Grundschulen sollen ebenso wie Tarforst so ausgebaut werden, dass sie dreizügig geführt werden. Das würde auch bedeuten, dass es keinen Schülerpendlerverkehr von Feyen in die Matthias-Grundschule gäbe, wie es das Mandeau-Papier noch vorgesehen hatte.

Jensen: Der Stadtrat ist autonom

Was die weiterführenden Schulen anbelangt, sollen wesentliche Entscheidungen erst 2015 oder später fallen. Etwa im Hinblick auf den Standort Mäusheckerweg. Was die Gymnasien anbelangt, setzt Birk zuvorderst auf eine “stärkere Schülerlenkung”. Soll heißen: Stadtkinder sollen Vorfahrt haben vor solchen aus dem Landkreis. Fast die Hälfte eines Jahrgangs strebt auf eines der städtischen Gymnasien, deren Kapazitäten denn auch längst erschöpft sind. In diesem Zusammenhang brachte Birk eine weitere Option ins Spiel: die zumindest teilweise Verlagerung von Berufsschulen in den Landkreis. Bislang konzentriere sich nahezu alles auf die Stadt, das sei eher untypisch im Vergleich zu anderen Regionen.

Auf die Frage, wie viel Verhandlungsmasse die Vorlage für die nun anstehenden Beratungen lasse, erklärte Jensen: “Der Stadtrat ist autonom”, aber er müsse jetzt entscheiden. Der OB weiter: Der Stadtvorstand habe geliefert, nun werde man alle Anstrengungen unternehmen, um auch die Fraktionen zu überzeugen. “Stillstand wäre ein ganz gefährlicher Rückschritt für unsere Stadt”, warnte der OB, “das kann niemand verantworten”. Und Birk ergänzte: “Wenn man nichts entscheidet, wird es teurer und nicht besser”.

Keine Unterstützung kann die Stadtspitze von der Linksfraktion erwarten. Diese meldete sich gleich nach der Pressekonferenz mit einer Mitteilung zu Wort und sprach von einem “rein technokratischem Konzept, das Schulen schließen und Geld einsparen will, aber nicht aufzeigt, wie an Trierern Schulen bessere Bildung umgesetzt werden soll.” Durch den Plan des Stadtvorstandes würden “größere Schulkomplexe geschaffen, in denen die Gefahr, dass einzelne Schüler untergehen, wachsen wird”, warnte Fraktionschefin Katrin Werner am Dienstag. Bildung sei für sie “ein Menschenrecht, an dem nicht gespart werden darf”.

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12 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Peter Moog schreibt:

    Birk sagte: “Wenn man nichts entscheidet, wird es teurer und nicht besser”.

    Das Thema wurde vor drei Jahren von der f…. Bürgermeisterin übernommen -es lag ihr ein perfekt ausgearbeitetes Konzept vor. Alleine diese drei Jahre Nichtstun haben viel Geld gekostet – gibt sie ja auch zu! Offensichtlich musste sie weiteres Geld ausgeben, um ein Konzept zu kaufen – das wiederum stark abgeändert werden muss….häh! Ein kompletter Schulumzug wurde durchgeführt und wieder rückgängig gemacht….hmmmm!

    Naja, Projekte, die der Stadt etwa durch wachsenden Tourismus Geld einbrächte, das zur Erfüllung der Aufgaben dienen würde…was ist damit?!

    Ja klar, die Stadt hat ja kein Geld!? Daran ist selbstverständlich kein Stadtvorstand schuld.

    “Der OB weiter: Der Stadtvorstand habe geliefert, nun werde man alle Anstrengungen unternehmen, um auch die Fraktionen zu überzeugen”.Man beachte das Wort geliefert: vielleicht sollte der OB mal auf die Uhr schauen – kaum ist fast ein Jahrzehnt vergangen und der Stadtvorstand hat schon geliefert!

    “…wesentliche Entscheidungen erst 2015 oder später fallen” – sind nicht bald Wahlen?!

  2. Horst Haller schreibt:

    Hier gibt es nur noch “Gemeckere” als Kommentare, Haben Sie auch was Konstruktives beizutragen? Oder wirklich nur Gejammer Herr Moog?

    Endlich tut sich mal was – und schon wieder ist es falsch…

    An dieser (Partei-)politik krankt unser System.

  3. V.Clemens schreibt:

    Was fällt auf, wenn man die Standorte der geplanten Schulschließungen miteinander vergleicht?
    Alle Schulen liegen in Lagen, die für Immobilien-Investoren sehr lukrativ sind.
    Ich glaube, hier wurde mal wieder das fell des Bären verteilt bevor er erlegt wurde.

  4. Tanja Wilhelm schreibt:

    Also wenn wir ehrlich sind haben wir alle damit gerechnet, dass es Kürenz und Martin treffen wird. ….Doch einen bitteren Beigeschmack hat es schon, dass beide nur geschlossen werden damit in Ambrosius die Vierzügigkeit garantiert werden kann.

    Wobei sich jetzt die Frage stellt, wann möchte Frau Birk die Zusammenlegung, wann gedenkt sie uns Eltern darüber zu informieren wie der Wechsel von statten geht und wie werden wir mit einbezogen. Schön wäre es wenn wenigstens bei dieser Entscheidung wir Eltern und die Lehrer mit einbezogen werden, um uns das Gefühl zu geben wir werden ernst genommen.

    Wir Eltern haben tausend Fragen über das WIE, WO und WANN, denn eins ist sicher, es geht nur mit uns Eltern. Wir Eltern sind die, die Schule, in Form von ehrenamtlicher Arbeit, mit gestalten. Und diese Arbeit spiegelt sich nicht nur im Kuchenbacken wieder, sondern in vielen kleinen wichtigen Fragmenten, die im Ganzen nachher die Säulen ergeben für einen starkes Fundament auf dem Schule steht und Spaß macht.

    Frau Birk braucht Eltern, die zu Ihrer Schule stehen und mit gutem Gewissen Ihre Kinder in diese Schule geben, ohne Wenn und Aber. Also sollte Frau Birk endlich die Eltern mit ins Boot nehmen und sich nicht nur Feinde machen, indem sie uns Eltern ignoriert.

  5. Tanja Wilhelm schreibt:

    Als Ergänzung zu meinem vorhgehenden Leserbrief wollte ich Frau Birk noch ein Sprichwort mit auf den Weg geben:

    „ Wenn du dich und den Feind kennst, brauchst du den Ausgang von hundert Schlachten nicht zu fürchten. Wenn du dich selbst kennst, doch nicht den Feind, wirst du für jeden Sieg, den du erringst, eine Niederlage erleiden. Wenn du weder den Feind noch dich selbst kennst, wirst du in jeder Schlacht unterliegen.” – Sun Tzu, Die Kunst des Krieges

  6. Peter Moog schreibt:

    @Herr Haller: ich hatte mehr dazu beizutragen, als Sie glauben!

    Und trotzdem, es kann doch nicht sein, dass bei so viel Inefizienz im Umgang mit den Finanzen, der Bürger daneben steht und zusieht?!

    Jedes Projekt seit einigen Jahren hat einfach nur Geld gekostet und keinerlei Entwicklung in der Stadt. Und alles wird damit begründet, dass die Stadt kein Geld!? Da beißt sich die Katze in den Schwanz.

  7. Sven Sturm schreibt:

    Was mir nicht in den Kopf gehen will, ist die Tatsache dass man bei der Egbert Schule sogar einen Neubau nicht ausschliessen möchte, aber im Gegenzug eine Schule die in den nächsten Jahren keinerlei Renovierungsaufwand (Kürenz) benötigt, dichtmacht um das Prestigeobjekt Ambrosius gesund zu argumentieren …

    Das ist ein wenig plump …

    Übrigens ist Egbert auch eine super lukrative Lage !!!

  8. rüdiger Rauls schreibt:

    Frau Wilhelm, schönes Zitat, aber es hilft IHNEN nichts. Frau Birk KANN Schulen schließen, sogar ohne Sie oder die Eltern fragen zu müssen. Frau Birk baucht Sie nicht dazu, sie braucht im Konfliktfalle nicht Ihre Zustimmung oder Einverständnis. Geschmeidiger und für Frau Birk unkomplizierter ist es natürlich, wenn die Eltern die Schließung ihrer Schule sogar noch absegnen. Was wollen Sie denn? Wollen Sie die Schließung bzw. Zusammenlegung verhindern oder wollen Sie gebauchpinselt werden und an der Schließung der Schule durch Ihre Zustimmung beteiligt sein. Frau Birk braucht auch keine Eltern, “die zu Ihrer Schule stehen und mit gutem Gewissen Ihre Kinder in diese Schule geben…”. Das ist falsch, denn Sie sind es, die ihre Kinder in die Schule schicken MÜSSEN. Und das geht nur in die Schulen, die noch übrig sind, nachdem die Eltern sich so partnerschaftlich an der SChließung der Schulen beteiligen durften.
    Wenn Sie die SChließung von Schulen verhindern wollen, dann können Sie nicht über das Wie und Wann und Pipapo der Schließung verhandeln mit denen, die sie schließen wollen. Wenn Sie die Schließung verhindern wollen, dann müssen Sie sich mit denen zusammentun, die auch die Schließung verhindern wollen. Wer aber von vorneherein eine Schließung als unabwendbar ansieht, wofür sollte der denn sich einsetzen? Der chinesische Krieger, den Sie zitieren, hatte Ihnen eines voraus. Der hat sie Aussichten für den Sieg ausgelotet, Sie aber ergeben sich, ohne gekämpft zu haben.

  9. S. Wiltschek schreibt:

    @Tanja Wilhelm,

    Dieser SunTzu oder auch SunTse hat aber auch folgendes geschrieben:

    “Wenn Dir der Feind überlegen ist, geh ihm aus dem Weg! Ist er zornig, reize ihn! Und wenn er ebenbürtig ist, kämpfe! Und falls nicht, teile mit ihm und fang von vorne an!”

    Das geht dann in die Richtung der, mal wieder, treffenden Aussage des geschätzten Herr Rauls.

    Er hatte bei der Schliessung der Eissporthalle das gleiche bemängelt. Zurecht. Zuwenig organisierter Widerstand und schon nahm das Schicksal seinen Lauf.

    Was von der, einst ruhmreichen, Eissporthalle an der Diedenhofener Strasse übrig geblieben ist kann man ja sehen.

    Nix mehr mit Freizeitspass in den Schlechtwettermonaten für Tausende und nix is mit ordentlicher Jugendarbeit und nix mit spannenden Spielen der 1. HerrenMannschaft des ESC Trier.

    Ich kann Ihnen, Frau Wilhlem nur den Tipp geben: ” Hören Sie auf Herrn Rauls. Das es funktioniert hat er selbst bei der BI Südbad bewiesen.

    Also, überwinden Sie sich und seien sie Ihrem “Feind” immer einen Zug voraus.
    Werden Sie aktiv. Dann können sie sich selbst auch nicht vorwerfen, nichts unternommen zu haben.

    Noch einen angenehmen und spassvollen Weiberdonnerstag.

  10. Sven Sturm schreibt:

    Irgendwie fehlt mir immer noch ein Bezug zu diesem Gutachten dass da für teures Geld erstellt wurde … Schön ist es doch da einfach mal die einleitenden Sätze zu lesen …

    Typisch Trier. Die Diskussion über den Notstand die Schulsituation betreffend wird öffentlich am geringsten aller Probleme dingfest gemacht, den Grundschulen …

    Der Berufsschulproblematik (lt. Gutachten fehlen gut 40 Klassenräume) wird lapidar kann auf den Landkreis verlagert werden entgegen getreten …

    Nichts als blinder Aktionisumus. Die Hauptsache nicht nachsagen lassen man hätte nichts umgesetzt …

    Man könnte die BBS wunderbar in den MHW auslagern … Ein Teil der Berufsschule war ja schließlich auch jahrelang in Ehrang untergebracht …

    Oder vielleicht das teure ungeliebte Ambrosius GS Projekt zur Berufsschule umfunktionieren lassen …

    Aber in dem Statement wo es um die Schliessung von Grundschulen geht direkt auch nur annähernd einen Neubau von Egbert zu erwähnen ist echt ein Schlag ins Gesicht und sollte wirklich Anlass genug bieten unserer Birkermeisterin die Stirn zu bieten …

    Es langt schon dass die GS Tarforst angebaut werden soll …

    Ja neee is klar … Willkommen in Schilda !

  11. P. Baumbach schreibt:

    Danke Sven da muss man echt nix mehr hinzu fügen .
    Intakte Schulen schließen aber dann über den Neubau anderer Orts nachdenken .
    Wenn man dann beachtet wo geschloßen werden soll passt das schon hier in Süd rund um die BarbaraGrundschule wurde und wird ja schön gebaut .
    Es kommen ja evtl auch nochmal Jahrgänge die mehr Kinder haben und dann geht das Geschrei wieder los wegen fehlender Plätze .
    Wie bei den Unis ,wie bei den Kindergärten kann man bestimmt noch fortsetzen die Liste

  12. Martin Lautwein schreibt:

    Das vom Stadtvorstand vorgeschlagene Konzept zur Neustrukturierung der Trierer Schullandschaft findet im Maarviertel bei den betroffenen SchülerInnen und deren Eltern keinerlei Zustimmung.
    Es entspricht weder der von Bildungsministerin Doris Ahnen propagierten Leitlinie „Kurze Beine – kurze Wege“ noch der dezidierten Achtung des Elternwillens.
    Das hervorragende pädagogische Konzept der Martin-Grundschule mit ihrer Nachmittagsbetreuung hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass sich alle Beteiligten als eine große Familie gesehen haben. Meine Kinder jedenfalls blieben oft gerne länger in der „Betreuung“ als nach 13 Uhr den Heimweg anzutreten. Eine solche Identifikation von Schülern mit „ihrer Schule“ findet man selten – und dieser annähernd ideale Zustand soll nun aufgegeben werden!
    Denn man hat in Ambrosius mit Fördergeldern ein Gebäude aufwändig renoviert, in dem ursprünglich die dortige Grundschule und eine (zweizügige!) Realschule plus untergebracht werden sollte. Dieser strukturelle Planungsfehler (Realschulen plus müssen mindestens dreizügig sein) soll nun durch Grundschulschließungen ausgebügelt werden.
    Da die Stadt Trier entgegen der ursprünglichen Planungen jedoch mit drei statt vier Realschulen plus auskommen wird (obwohl nicht geeignete und „frustrierte“ Rückläufer von Gymnasien sich erfahrungsgemäß ab Klasse 7 in den Realschulen plus wiederfinden und dann die Klassen auffüllen werden, deren Messzahl voll ausgereizt sein wird,), muss man nun das Ambrosius-Gebäude füllen – mit Kindern aus umliegenden Grundschulen.
    Unter dem Deckmantel finanzieller Zwänge möchte man aber auch eine pädagogische Ideologie vorantreiben, die eine soziale Durchmischung der Schüler zum Ziel hat. Dagegen ist sicherlich nichts einzuwenden, allerdings nicht mit dem bestehenden Personalschlüssel.
    Bereits bestehenden fusionierten Schulen wurde versprochen, zusätzlich Personal, insbesondere Förderschullehrkräfte, pädagogische Fachkräfte sowie SozialarbeiterInnen zuzuweisen. Dies ist leider nicht ausreichend geschehen; man betrachte Beispiele in Stadt, Landkreis und Region.
    Im Übrigen werden wohl kaum alle „Martin-Kinder“ den Weg nach Ambrosius antreten, denn viele Eltern werden Mittel und Wege finden, ihre Sprößlinge anderweitig unterzubringen.
    Daher die Bitte und der Appell an die Entscheidungsträger in Stadtvorstand und Stadtrat: „Never change a running system!“
    Martin Lautwein, Trier

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