Radiosendung im AVG

TRIER. In der Reihe „SWR1 Leute spezial“ laden SWR1 Rheinland-Pfalz und das Auguste-Viktoria-Gymnasium am Montag, 12. Mai, um 19 Uhr zur Diskussion über das Thema „Europa – Kontinent zwischen Vision und Wahnsinn“ ein.

Die Schülerinnen und Schüler haben das Thema gemeinsam mit Redakteuren des Radiosenders aufgegriffen und eine Diskussionsveranstaltung mit prominenten Gästen entwickelt. Es diskutieren: Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, SPD), Michaele Schreyer (EU-Kommissarin a.D.), Werner Langen (Mitglied des Europäischen Parlaments, CDU), Joachim Schild (Politikwissenschaftler Universität Trier) und Cerstin Gammelin (Autorin „Europas Strippenzieher“). Claudia Deeg vom SWR moderiert den Abend. Die Veranstaltung findet in der Sporthalle des Auguste-Viktoria-Gymnasiums statt. Einlass ist ab 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Aus der Vision der Architekten der europäischen Integration ist eine Gemeinschaft mit vielen Problemen geworden – nach außen wie nach innen. Finanzkrise und hohe Jugendarbeitslosigkeit in vielen Mitgliedsstaaten bringen die Euro-Skeptiker auf den Plan. Die Krise in der Ukraine und der Streit mit Russland zeigen, wie labil der Frieden auch für den Friedensnobelpreisträger „Europäische Union“ ist. Die Vielzahl der ungelösten Probleme lässt immer mehr Menschen an der europäischen Solidarität zweifeln oder verzweifeln. Die Skepsis gegenüber Real-Europa wächst und sie findet Gehör. Symptomatisch dafür war der Überraschungserfolg der „Alternative für Deutschland“ (AfD) bei der letzten Bundestagswahl. Sitzen nach dem Richterurteil gegen die 3-Prozent-Klausel ausgerechnet noch mehr nationalistische oder europafeindliche Gruppierungen im Europaparlament? Die Wahlen am 25. Mai werden zeigen, wie es bei den Bürgerinnen und Bürgern um die Unterstützung für die europäische Idee steht.

„SWR1 Leute spezial“ entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen den Redakteuren sowie Schülern und Lehrern der gymnasialen Oberstufe. Die Schüler erhalten Einblick in die journalistische Arbeit und profitieren vom Ergebnis einer öffentlichen Podiumsveranstaltung, zu der Eltern, Lehrer, Schüler und alle interessierten Bürger eingeladen sind.

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. Michael Frisch schreibt:

    Die AfD ist nicht europafeindlich, sondern betrachtet lediglich gewisse Entwicklungen in der europäischen Union mit großer Besorgnis. Dazu gehört beispielsweise der permanente Rechtsbruch, mit dem die Haftungs- und Schuldenunion eingeführt wurde. Auch die sozialen Verwerfungen, die als Folge der Fehlkonstruktion der Euro-Einführung jetzt zunehmend auftreten, sieht die AfD äußerst kritisch. Außerdem weist sie auf die gravierenden Demokratie-Defizite hin, durch die die Legitimät der EU und der EU-Kommission grundsätzlich in Frage gestellt sind. Schließlich lehnt die AfD mit der übergroßen Mehrheit der europäischen Bevölkerung die angestrebte Vision eines Brüsseler Zentralstaates ab und tritt stattdessen für ein gut vernetztes und kooperierendes Europa souveräner Nationen ein. All das ist kein Zeichen von Europafeindlichkeit, im Gegenteil: Wer Europa an die Wand fährt, wie das die Altparteien gegenwärtig tun, schadet der europäischen Idee weitaus mehr als diejenigen, die Korrekturen dieser verhängnisvollen Entwicklungen anmahnen.

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