Tanja Gräff: weiter keine Spur

TRIER. Ein Jahr nach ihrer Einsetzung hat eine dreiköpfige Ermittlungsgruppe zum Vermisstenfall Tanja Gräff ihre Arbeit abgeschlossen. Das ernüchternde Ergebnis: Es fehlt weiterhin jede Spur von der Korlingerin.

Die drei Männer, allesamt erfahrene Kriminalbeamte des Polizeipräsidiums Trier, die vorher nicht in der Sachbearbeitung im Fall Tanja Gräff eingesetzt waren, haben in vergangenen zwölf Monaten rund 200 Leitzordner mit Hunderten von Spuren durchforstet. Die Ermittler suchten nach Unklarheiten, möglichen Widersprüchen in den Aussagen und nach neuen Ansätzen. Dabei seien sie “auf mögliche weitere Ermittlungsansätze gestoßen”, heißt es in einer Mitteilung. Diese würden inzwischen von den Beamten des Fachkommissariats für Kapitaldelikte weiterverfolgt und überprüft. Auf Nachfrage stellte eine Sprecherin der Polizei aber klar, dass es weiterhin keine heiße Spur gebe, die zur Aufklärung des Schicksals der seit dem 7. Juni 2007 verschwunden Studentin führen könnte.

Polizeipräsident Lothar Schömann und der Leitender Oberstaatsanwalt Dr. Jürgen Brauer dankten den Beamten der Ermittlungsgruppe für die monatelange, akribische Untersuchung des Falls. “Ihre Arbeit war wichtig und wertvoll, weil wir nichts unversucht lassen wollen, um das Schicksal von Tanja Gräff zu klären. An diesem Vorsatz ändert sich auch heute – viereinhalb Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der jungen Frau – nichts”, versicherte Schömann anlässlich der Abschlussbesprechung. Immer noch gingen Hinweise zu der vermissten Lehramtsstudentin aus Korlingen bei der Polizei ein, und jedem einzelnen dieser Hinweise werde auch nachgegangen.

“Aufgeben kommt nicht in Frage”, betont die Polizei, und weiter: “Der Name und das Schicksal von Tanja Gräff sind bei der Polizei und in der Bevölkerung nach wie vor präsent und unvergessen”. Die Ermittler appellieren an mögliche Zeugen oder Mitwisser, sich bei der der Kriminalpolizei Trier zu melden.

Hinweise können auch vertraulich entgegengenommen werden. Die Staatsanwaltschaft Trier hat gemeinsam mit dem Trierischen Volksfreund für Hinweise, die zur Ermittlung des Aufenthaltsortes der Studentin oder zur Ermittlung oder Ergreifung der Täter führen , eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro ausgesetzt.

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