TBB verliert Spiel auf Augenhöhe deutlich

Obwohl Trevon Hughes die meisten Punkte des Abends erzielte, reichte es nicht zum Sieg für die TBB Trier. Foto: Lisa LöweAm 31. Spieltag der Basketballbundesliga empfing der Tabellenzwölfte den Elften. Die TBB Trier war am späten Montagnachmittag zu Gast bei den Skyliners aus Frankfurt. Dass es für beide Teams in dieser Saison um nichts mehr geht, war auf dem Parkett nicht zu merken. Die 3620 Zuschauer sahen beim 67:56-Sieg der Heimmannschaft eine sehr ordentliche, defensiv geprägte Partie. Mit 18 Punkten, fünf Steals und fünf Assists zeigte der Topscorer der Trierer, Trevon Hughes, eine besonders gute Leistung.

FRANKFURT. Zur Osterzeit haben viele Berufstätige ein paar ruhigere Tage als gewöhnlich. Nicht so die Basketballer der Bundesliga. Vor vier Tagen unterlag die TBB knapp in der heimischen Arena dem haushohen Favoriten aus Bamberg, ehe sie heute ein Auswärtsspiel in Frankfurt zu absolvieren hatte. Das straffe Programm ist damit noch nicht beendet. Bereits am Freitag kommt Alba Berlin an die Mosel, zwei Tage später geht es nach Bayreuth.

Der heutige Gastgeber musste sich vor allem wegen einer sechs Spiele andauernden Niederlagenserie in den vergangenen Wochen von jeglichen Playoff-Träumen in dieser Saison verabschieden. Zumeist in den letzten zehn Minuten der Begegnungen konnte man sich für teilweise gute Leistungen nicht belohnen und gab die Spiele aus der Hand. Die letzten Partien können nur noch dazu genutzt werden, sich vor den eigenen Fans anständig zu verkaufen.

Auch wenn sich die Treveri Basketballer in derselben Tabellenregion bewegen, ist bei ihnen die Ausgangslage eine ganz andere. Nach schwachem Saisonstart entwickelte sich das Team von Henrik Rödl immer besser und zeigte konstant Leistungen auf gutem Niveau. Die knappe Niederlage vor wenigen Tagen war dabei auch nur vom Ergebnis ein negativer Ausreißer, das Auftreten stimmte schließlich. Umso bedauerlicher, dass jetzt Stammspieler Laurynas Samenas verletzungsbedingt im Aufgebot fehlte. Dementsprechend musste Rödl eine veränderte Starting Five bringen. Warren Ward, Trevon Hughes, Andreas Seiferth, Mathis Mönninghoff und Vitalis Chikoko machten heute den Anfang.

Zu Beginn der Begegnung ging es heiß her. Ein erfolgreicher Dreier und ein Fastbreak-Angriff, den Danilo Barthel mit einem spektakulären Dunking abschloss, sorgten für schnelle Punkte der Skyliners. Doch die Reaktion der TBB ließ nicht lange auf sich warten. Hughes und Chikoko vollendeten die mit hohem Tempo vorgetragenen Angriffe und brachten ihre Mannschaft in Front. Nach der turbulenten Anfangsphase wurde die Defensivarbeit immer wichtiger. Die Trierer agierten dabei etwas erfolgreicher, erzwangen einige Ballverluste und verwandelten im Gegenzug zuverlässig ihre Chancen. Wenn auch nicht hoch führten sie nach den ersten zehn Minuten verdient mit 16:12.

Im zweiten Abschnitt ging es zunächst so weiter. Mit intensivem Pressing setzten die Moselaner ihre Gegenspieler früh im Spielaufbau unter Druck und ließen so bei den Hessen keinen Rhythmus aufkommen. Allerdings agierten auch diese in der Defensive ordentlich, sodass insgesamt wenig gute Wurfpositionen und damit auch wenig Punkte erspielt werden konnten. Marin Petric verwandelte nach knapp drei gespielten Minuten einen Drei-Punkte-Wurf zum 21:15, der größte Sprung auf dem Scoreboard in dieser Phase. Erst eine Auszeit von Gordon Herbert änderte etwas. Im Anschluss daran kamen die Gastgeber besser mit ihren Gegenspielern klar und drehten das Spiel zwischenzeitlich auf 27:23. Doch Trier reagierte gut auf den Zwischenspurt und arbeitete sich direkt wieder heran. Drei Sekunden vor der Pause wurde Hughes in der Vorwärtsbewegung gefoult, und Rödl nahm ein Timeout, um die letzten Sekunden optimal zu nutzen. Mit Erfolg: der 27-jährige Hughes mit dem Einwurf von der Seite, Alley-Hoop auf Chikoko und ein gewaltiger Dunking. Dieser sehenswerte Zug brachte den 30:30-Zwischenstand zur Halbzeit.

Richtig heiß lief der Trierer Topscorer im dritten Viertel. Mit 13 Punkten war er hauptverantwortlich für den stärksten Abschnitt der Gäste-Offensive. Allerdings konnte sich die TBB trotzdem nicht absetzen. In der Defensive begannen die Kräfte zu schwinden. Die Hausherren erspielten sich nun bessere Wurfpositionen und blieben dran. Nur knapp war die Führung der Moselaner vor dem letzten Abschnitt (48:45).

Und dann war Schluss mit der Ausgeglichenheit der Begegnung. Das vierte Viertel kippte – leider nicht zu Gunsten der TBB. Jarred DuBois versenkte zwei Dreier hintereinander, schnell brachte er dadurch sein Team fünf Punkte in Front. Die Gastgeber waren enteilt, Trier kam nicht mehr zurück. Geschickt spielten die Skyliners die Zeit herunter und gaben der TBB kaum eine Chance, aufzuholen. Jeder Versuch Rödls, mit einer Auszeit eine Veränderung der Geschicke herbeizuführen, wurde nicht belohnt. Am Ende unterlag seine Mannschaft deutlich mit 67:56, über das gesamte Spiel betrachtet eine viel zu hohe Niederlage.

FRAPORT SKYLINERS: Robertson (9), Klein (5), Barthel (15), Du Bois (10), Galloway (8), N’Diaye (7), Voigtmann (7), Burtschi (4), Merz (2), Bright (0), Nolte (0), Ilzhöfer (n.e.).

TBB Trier: Hughes (18), Anderson (7), Seiferth (11), Mönninghoff (0), Ward (4), Chikoko (6), Bucknor (2), Schmidt (2), Petric (6), Wenzl (n.e.).

Viertelstände: 12:16; 30:30; 45:48; 67:56.

Zuschauer: 3620.

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