Triers gefährlichste Kreuzungen

TRIER. Die Zahl der Unfallschwerpunkte in Trier ist im vergangenen Jahr wieder angestiegen: An 21 Stellen im Stadtgebiet hat es mindestens fünf Mal oder öfter gekracht.

Leicht verletzt wurde der Fahrer dieses Kleinwagens, der sich vor wenigen Monaten auf der Luxemburger Straße überschlug. Archiv-Foto: Polizeiinspektion Trier2012 waren insgesamt nur 15 Unfallhäufungsstellen aufgetreten. Unfallhäufungsstellen sind Kreuzungen oder Einmündungen, an denen innerhalb eines Jahres fünf oder mehr Verkehrsunfälle gleichen Typs passiert sind.

Die Kreuzung Martinsufer/Ausoniusstraße steht mit 31 registrierten Zusammenstößen wieder an der Spitze der Statistik 2013. Regelmäßig belegen die Kreuzungen und Einmündungen mit den Moseluferstraßen vordere Plätze bei der „Hitliste“ der Unfallhäufungsstellen in Trierer.

Martinsufer/Ausoniusstraße, St.-Barbara-Ufer/Südallee und Pacelliufer/Pellinger Straße heißen die neuralgischen Punkte im Straßennetz. Hier kracht es besonders häufig. Regelmäßig analysieren Experten der Stadt, der Polizei und des Landesbetriebs Mobilität in der Unfallkommission die Stellen, an denen sich in einem Jahr mindestens fünf gleichartige Unfälle ereignet haben und suchen nach geeigneten Maßnahmen zur Entschärfung.

Manchmal helfen schon eine andere Vorfahrtregelung, ein neues Hinweisschild, eine größere Ampeloptik oder geänderte Signalphasen, um signifikante Verbesserungen zu erzielen. Am Martinsufer werden jetzt zum Beispiel die gelben Schwellen im Kreuzungsbereich aus Richtung Brücke durch massivere rot-weiße Schwellen ersetzt. Im Zuge der 2014 geplanten Sanierung der Kaiser-Wilhelm-Brücke soll zudem ein Vorwegweiser direkt auf der Brücke installiert werden.

Unfallhäufungsstellen 2013:

Martinsufer/Ausoniusstraße 31

St.-Barbara-Ufer/Südallee 24

Pacelliufer/Pellinger Straße 17

Schöndorfer Straße/Wasserweg 17

Verteiler Nord/Parkstraße 16

Luxemburger-/Diedenhofenerstraße 16

Kaiser-Wilhelm-Brücke Westseite 15

Zurmaiener-/Zeughausstraße 14

Südallee/Saarstraße 13

Matthias-, Medard-/Aulstraße 13

Kaiserstraße/St. Barbara-Ufer 13

Römerbrücke Ostseite 13

Krahnenufer/Katharinenufer/Böhmerstraße 12

Zurmaiener-/Castelforte Straße 11

Kölner-/Hornstraße 10

Abfahrt A 602/Ratio 10

Pacelliufer/Hohenzollernstraße 9

Theodor-Heuss-Allee/Roonstraße 8

Kohlenstraße/Bonifatiustraße 7

Straßburger Allee/ Wisportstraße 6

Bismarckstraße/Moltkestraße 6

Print Friendly

von

7 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Stephan Jäger schreibt:

    „Manchmal helfen schon eine andere Vorfahrtregelung, ein neues Hinweisschild, eine größere Ampeloptik oder geänderte Signalphasen, um signifikante Verbesserungen zu erzielen.“

    „Die Zahl der Unfallschwerpunkte in Trier ist im vergangenen Jahr wieder angestiegen: An 21 Stellen im Stadtgebiet hat es mindestens fünf Mal oder öfter gekracht. 2012 waren insgesamt nur 15 Unfallhäufungsstellen aufgetreten.“

    Na, wenn das keine „signifikante Verbesserung“ ist!

    Manchmal würde ja vielleicht auch die sichere Gewissheit, dabei erwischt zu werden, helfen, den „ein oder anderen“ Rotlicht-Verstoß mit folgendem Kapitalcrash zu verhindern.

    Aber, wenn es im Leben eine sichere Gewissheit gibt, dann die, dass sich der derzeitige Leiter des Straßenverkehrsamts das ulkige Trierer Knuppautofahren bis zur „wohlverdienten“ Pension anschauen wird ohne etwas wirksames dagegen zu unternehmen…

    …jedesmal die Stirn in Sorgenfalten legend, wenn die obige Statistik auf dem Tisch liegt.

  2. A. HAU schreibt:

    Ganz klar , stellen Sie sich mal an den grossen Kreuzungen ne halbe Stunde hin und schauen Sie mal wie viele Autos bei dunkelrot noch rüberfahren , die Stadt hat bei der Überwachung des rollenden und des ruhenden Verkehrs total versagt .

    Andere Städte haben ihreKreuzungen mit Kameras oder Radargeräten bestückt , ich finde dies selbst als Autofahrer sinnvoll denn in Trier muss man wenn die Ampe auf grün springt zweimal hinschauen ob nicht noch so ein Vollpfosten rüberfährt.

  3. Stephan Jäger schreibt:

    @A. HAU

    „die Stadt hat bei der Überwachung des rollenden und des ruhenden Verkehrs total versagt .“

    Nicht „die Stadt“, Herr Hau. Sondern einzelne Entscheider in der Verwaltung. Wobei man da, von der Hartnäckigkeit der Ignoranz her, nicht nur „Versagen“ sondern schon fast Boshaftigkeit unterstellen könnte.

    Aber auch die „bürgernahen“ Kräfte in der Politik, die selbst kleinste Fortschritte wie die kommunale Verkehrsüberwachung, die vielleicht endlich etwas Ordnung und vor allem Sicherheit nach Verkehrs-Wildwest Trier bringen könnten, immer wieder verhindern und noch zuletzt im November verhindert haben.

    „Bürger“ ist in deren Augen offensichtlich nur, wer eine Winschutzscheibe vor der Nase hat. Aber selbst diesem „Bürger“ nützt diese „bürgernahe Politik“ nicht viel, wenn ihm – dank mangelnder Verkehrsüberwachung – ein anderer „Bürger“ auf der Kreuzung in die Seite kracht.

  4. A. HAU schreibt:

    Lieber Herr Jäger, mit ” Stadt ” habe ich in diesem Zusammenhang die zuständigen Dezernate, Dezernenten , die Fraktionen im Stadtrat und die Politker gemeint die dazu beigetragen haben dass Trier durch fehlende Kontrolle eine verkehrsgesetzlose Stadt geworden ist

  5. Klaus Burscheid schreibt:

    “Versagt” haben wohl in erster Linie die unfallverursachenden Verkehrsteilnehmer, ob nun mit oder ohne Windschutzscheibe. Eine rote Ampel interessiert Radfahrer und Fußgänger am allerwenigsten.
    Fatale/spektakuläre Folgen hat das Fehlverhalten im Verkehr allerdings meist nur bei Autofahrern. Deren Unfälle gehen eher in die Statisktik ein. (Das häufig betrunken, bekifft oder SMS-schreibend “autogefahren” wird, Ampeln und Verkehrszeichen somit nicht die angebrachte Aufmerksamkeit gegeben wird, ist eine weitere Unfallursache. Dies allerdings nicht nur in Trier.)
    Mag sein, daß bessere Überwachung da Abhilfe schaffen könnte, aber da werden doch nur Symptome bekämpft. Regelkonformes, soziales Verhalten als Verkehrsteilnehmer nur noch unter Androhung von Strafen bis hin zum Fahrverbot ? Als Radfahrer ist man da natürlich fein raus, weil man weder Führerschein noch Kennzeichen hat…

    (Ich bin sowohl Auto- als auch Radfahrer, ärgere mich über “sowohl als auch”. Ich meide Trier aber wenn es irgendwie geht)

  6. Stephan Jäger schreibt:

    @Klaus Burscheid

    „Ich meide Trier aber wenn es irgendwie geht.“

    Schade, zu einem solchen Fazit kommen zu müssen…

    …aber verständlich, in einer Stadt, in der Apelle an Vernunft und „soziales Verhalten“ offensichtlich ins Leere laufen und der zuständige Amtsleiter seine finale Bankrott-Erklärung mit den Worten abliefert „Fraglich sei aber auch…inwieweit eine über mehrere Kilometer einer Hauptverkehrsstraße angeordnete Beschränkung auf 30 Stundenkilometer überhaupt eingehalten würde“.

    https://www.trier.de/icc/internet_de/nav/45d/broker.jsp?uMen=45d6031c-d22f-cd31-1c25-8732ead2aaa7&uCon=2a350ef5-08de-f441-e67e-91d1a348b027&uTem=02f7089a-29fc-6c31-e777-d8b132ead2aa

    Fraglich, ob dieser Amtsleiter, dem offenbar wichtiger ist, was „sich dem Autofahrer erschließt“ als, was zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer notwendig ist, in seiner Dienstlaufbahn je auf die Idee gekommen ist, dass es vielleicht sein Job sein könnte, dafür zu sorgen, dass in der Stadt, für die er zuständig ist, Verkehrsregeln eingehalten werden.

  7. V.Clemens schreibt:

    Trierer Definition Unfallhäufungsstelle: ” Kreuzung oder Einmündung , an der innerhalb eines Jahres fünf oder mehr Verkehrsunfälle gleichen Typs passieren” (Quelle: Amtsblatt v. 29.04.)
    Das heißt für mich im Umkehrschluss, das andere Stellen, wie z.B. der Fußgängerüberweg Im Avelertal , an dem im Jahr mehr als 10 Unfälle passieren, erst gar nicht in die Statistik fließen. Und von diesen Stellen gibt es mehrere. Den Grund kann man nur Vermuten: Die Polizei darf ja nur an Häufungsstellen kontrollieren. Keine Häufungsstellen, keine Kontrolle. Wie ja wohl auch von einigen Leuten im Stadtrat gewünscht, so mein Eindruck.

Schreiben Sie einen Leserbrief

Angabe Ihres tatsächlichen Namens erforderlich, sonst wird der Beitrag nicht veröffentlicht!

Bitte beachten Sie unsere Kommentarrichtlinien!

Noch Zeichen.

Bitte erst die Rechenaufgabe lösen! * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

Unterstützen

In Evernote merken