Uni-Senat beschließt Moratorium

TRIER. Angesichts der mittelfristigen Haushaltsentwicklung hat der Senat der Universität Trier in seiner jüngsten Sitzung ein Moratorium für die unbefristete Besetzung von Stellen in allen Bereichen der Universität Trier beschlossen.

Diese Grundsatzentscheidung habe vorläufigen Charakter und gelte zunächst bis zur nächsten Senatssitzung am 14. Juni, teilte Universitätspräsident Professor Michael Jäckel mit. Die Entscheidung solle verhindern, dass ohne eine vorherige Strukturdebatte in Bezug auf die Stellenausstattung der Universität Trier als Ganzes bereits jetzt dauerhafte Entscheidungen im Rahmen von Wiederbesetzungsverfahren getroffen werden.

Die Diskussion über die Kernzahlen der Haushaltsentwicklung habe deutlich gemacht, “dass die Instrumentarien, die bislang für Konsolidierungszwecke an der Universität Trier eingesetzt wurden, bei weitem nicht ausreichen, um die mittelfristig, spätestens ab 2014 anstehenden Einsparverpflichtungen, die seitens der Politik eingefordert werden, realisieren zu können”. Jäckel weiter: Das Zusammenwirken der Faktoren “Tariferhöhungen”, “Globale Minderausgaben/Schuldenbremse”, “Lehrdeputaterhöhung”, “Wegfall Studienkontenmodell” und “Entlastungsmöglichkeiten aus Hochschulpaktmitteln” führten im Ergebnis “eindeutig und unmissverständlich dazu, dass in wenigen Jahren Fachbereiche und zentrale Einrichtungen der Universität Trier in ihrer Handlungsfähigkeit massiv beeinträchtigt werden. Gegensteuern braucht nach aller Erfahrung eine längere Vorlaufzeit”.

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