“vandermeer” setzt auf Fans

TRIER. Die Trierer Band “vandermeer” plant ihr Debütalbum – und setzt bei der Finanzierung ganz auf die Unterstützung der Fans. Über Crowdfunding soll das Geld eingespielt werden.

Die Band setzt sich zusammen aus Harmke van der Meer (Gesang), Florian Stiefel (Gitarre), Tom Rüdell (Bass) und Jörg Becker (Schlagzeug). Alle Songs, die für das erste Album aufgenommen werden sollen, stammen von Harmke van der Meer und Florian Stiefel und wurden gemeinsam arrangiert.

Im Frühjahr 2011 fand die Formation zusammen, im Herbst desselben Jahres spielte sie ihr erstes Minikonzert als Vorgruppe für die australische Sängerin und Songwriterin Emaline Delapaix. Danach habe man sich erst einmal einmal zurückgezogen, “um in der Abgeschiedenheit des Hunsrücks bei den “woodland sessions” entspannt und konzentriert an dem eigenen Material zu arbeiten”, berichtet Harmke van der Meer. Mit der in der Abgeschiedenheit aufgenommenen Demo-Version des Songs “all is fair in love and war” gewannen die vier Musiker dann im Januar 2012 den “Quattropole-Songcontest”.

Nun plant die Band ihr erstes Album, und weil ein solches Vorhaben Geld kostet, setzt man auf das hierzulande noch eher junge Finanzierungsinstrument des Crowdfunding. Mithilfe der Fans will man über die Plattform  “startnext” die kalkulierten 3.500 Euro zusammenbekommen, spätestens am 1. Februar soll die Finanzierung stehen. Das Prinzip: Jede und jeder kann das Projekt unterstützen, je nach Betrag gibt es ein attraktives Dankeschön, das vom Debütalbum bis zum Wohnzimmerkonzert reicht.  Kommt das Geld nicht in der gesetzten Frist zusammen, fließt es an die Unterstützer zurück. Die “Supporter” riskieren also nicht, dass ihr Geld am Ende für andere Projekte eingesetzt wird, weil sich die ursprüngliche Idee dann doch nicht verwirklichen lässt. Läuft alles nach Plan, wird die CD im April 2013 erscheinen, zeitgleich zum dann startenden Konzert-Frühling.

Selbst wenn sich über Crowdfunding nicht genügend Unterstützer finden sollten – “wir werden die CD aufnehmen, allerdings dann mit Zeitverzögerung, da die Finanzierung von CD-Produktionen nunmal teuer ist und wir zuvor sicherlich noch ein wenig mehr touren müssten, um das Geld einzuspielen”, erklärt Harmke van der Meer gegenüber 16vor und ergänzt: “Somit würde sich der Zeitpunkt der Aufnahmen und der Pressung wesentlich nach hinten schieben.” Dennoch ist die Sängerin optimistisch: “In Zeiten von Kürzungen in kulturellen Bereichen, Minderwert von Kunst und Gestaltung sowie – gerade im musikalischen Bereich – großen Labels mit Schwerpunkt auf Mainstream, glauben wir daran, dass Songwriting und Arrangement immer noch mehr zählen als die Millionen der Plattenfirmen. Wir glauben an die Bereitschaft einer Masse, mit wenig Investition etwas Großes zu ermöglichen und zu unterstützen”.

Wer das Projekt unterstützen möchte – umfassende Informationen gibt es auf folgender Homepage.

Einen weiteren Beitrag über “vandermeer”: “Uns geht es wirklich um die Musik”

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