Voller Einsatz auf dem Majdan

TRIER. Seit den 90er Jahren besteht zwischen den Maltesern im Bistum Trier und den Maltesern in der Ukraine eine Partnerschaft. Weil der lange Einsatz der Hilfsorganisation in Kiew nicht nur die Helfer erschöpft hat, sondern auch das Material, bitten die Trierer Kollegen nun um Spenden.

Bis zu 4.000 Mahlzeiten kochten die Malteser in Kiew mit ihren Feldküchen täglich. Foto: Malteser HilfsdienstIn Kiew haben die Proteste der letzten Monate auch ihre Spuren bei den Hilfsorganisationen hinterlassen, die auf dem Majdan aktiv waren. Bei der Versorgung der Demonstranten mit Nahrungsmitteln und Medizin hat sich der Malteser Hilfsdienst der Ukraine intensiv eingesetzt. 360.000 Mahlzeiten und 890.000 Portionen Tee wurden in den 90 Tagen der Hauptphase der Proteste ausgegeben. Das bleibt nicht ohne Folgen für Mensch und Material. Daher bitten die Malteser um Spenden für ihre Ausrüstung.

Mit Hilfe von 90 Freiwilligen aus anderen Landesteilen der Ukraine wurden zwei Feldküchen im 24-Stunden-Einsatz betrieben. Das Material stammt aus den Beständen der Malteser in der Diözese Trier. Sie sind den Ukrainern seit den 1990er Jahren partnerschaftlich verbunden. “Es ist unglaublich, was unsere Kollegen auf dem Majdan geleistet haben”, sagt Ulrich Mathey, der die Auslandsarbeit beim Malteser Hilfsdienst in der Diözese Trier betreut. “Rund 4.000 warme Mahlzeiten wurden pro Tag ausgeteilt. Und das unter extremen Bedingungen mit Außentemperaturen von bis zu -25 Grad. Das war für alle sehr hart, aber die Menschen auf dem Platz haben das Angebot so dankbar angenommen, dass sich jede Mühe gelohnt hat.” Der intensive Gebrauch hat den Zelten und Feldküchen zu schaffen gemacht. Vieles muss daher ausgetauscht werden. “Für zwei neue Zelte haben wir einen Geldgeber gefunden. Aber für die Feldküche und den Thermobehälter, in dem wir die Speisen warm halten, brauchen wir unbedingt noch Spenden”, so Mathey und geht dabei von Gesamtkosten von rund 5.000 Euro aus.

Auch unabhängig von politischen Protesten ist humanitäre Hilfe gefragt. Die Zahl der Bedürftigen in der Ukraine wächst, seitdem der Staat die Unterstützung wegen der schwachen Finanzlage gekürzt hat. In der Folge fragen die Menschen verstärkt bei den Maltesern nach Hilfe. Das Geld reicht häufig nicht einmal für eine warme Mahlzeit. Eine Portion Bortsch aus der Feldküche kann daher ein Segen sein.

Spendenkonto:

IBAN: DE 71370601933000433011

BIC: GENODED1PAX

Stichwort: Ukraine

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