Festvortrag zur Preisverleihung

TRIER. Anlässlich der 17. Verleihung des Ausonius-Preises hält der Preisträger Prof. em. Dr. Joachim Latacz am Freitag um 18.15 Uhr im Hörsaal 2 der Universität einen Vortrag zum Thema “Fragen an Homers Achilleus”.

Der Homer-Experte Prof. Dr. Joachim Latacz hält als Ausonius-Preisträger am Freitag einen Festvortrag an der Trierer Uni. Foto: privatJoachim Latacz gilt als einer der führenden Homer-Spezialisten. Der emeritierte Professor für Griechische Philologie der Universität Basel leitet gemeinsam mit Professor Anton Bierl das an der Universität Basel angesiedelte Projekt “Basler Homer-Kommentar”, das die Erstellung eines wissenschaftlichen Gesamtkommentars zu Homers Epos “Ilias” anstrebt. Hohen Bekanntheitsgrad erreichte Latacz durch seine Zusammenarbeit mit dem Troja-Grabungsleiter Manfred Korfmann. Eine gemeinsame Ausstellung “Troia – Traum und Wirklichkeit” lockte 2001 und 2002 in einigen deutschen Städten mehr als 800.000 Besucher an.

“Joachim Latacz hat sich nicht auf Homer beschränkt, sondern hat die Besonderheit und Eigenart der Literatur der Antike von vielen Facetten her herausgearbeitet und dabei substantielle Forschungsbeiträge zu vielen grundlegenden Werken und Themen der griechischen wie der römischen Literatur vorgelegt”, heißt es in einer Festschrift zum 70. Geburtstag des Ausonius-Preisträgers.

Latacz wurde 1934 im oberschlesischen Kattowitz geboren. Er studierte Altertumswissenschaften in Halle/Saale, Berlin und Hamburg. 1963 wurde er an der Freien Universität Berlin mit einer Arbeit zum Wortfeld “Freude” in der Sprache Homers promoviert. Von 1966 bis 1972 war er als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Würzburg tätig, wo er sich 1972 habilitierte. 1978 wurde Latacz zum Professor für Klassische Philologie (Gräzistik) an der Universität Mainz ernannt. 1981 folgte er einem Ruf an die Universität Basel auf die Professur für Griechische Philologie. Nach seiner Emeritierung im Jahr 2002 wurde ihm 2004 im Odeion von Troia der türkische Homer-Preis überreicht.

Den Ausonius-Preis verleihen die Fachbereiche II und III der Universität Trier seit 1998 einmal jährlich in Anerkennung einer herausragenden wissenschaftlichen Arbeit auf dem Gebiet der Klassischen Philologie oder der Alten Geschichte oder in Anerkennung des wissenschaftlichen Gesamtwerks in diesen Fächern. Benannt ist die Auszeichnung nach dem spätantiken Dichter Ausonius, der im Jahr 365 als Lehrer und Erzieher an den kaiserlichen Hof nach Trier kam. In der Reisebeschreibung “Mosella” schildert Ausonius die Mosellandschaft und die Stadt Trier. Das Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro wird in diesem Jahr von der Sparkasse Trier gestiftet.

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