“Was will man machen?”

Mit einem massiven Polizeiaufgebot und flächendeckendem Alkoholverbot ist am Donnerstag in der Trierer Innenstadt die Weiberfastnacht über die Bühne gegangen. Die weitreichenden Maßnahmen verhinderten, dass es zu Exzessen wie 2012 kommen konnte, als Rettungskräfte mehr als 60 junge Menschen in Krankenhäuser einliefern mussten und Dutzende Straftaten verzeichnet worden. Aus Sicht der Verwaltung ist das Konzept aufgegangen, bei der Polizei spricht man von einer “entspannten Atmosphäre”. Doch die Diskussion im Vorfeld und die geballte Polizeipräsenz hatten auch zur Folge, dass viele Narren dem Treiben fernblieben. So kamen kaum mehr als 300 Karnevalisten auf den Hauptmarkt, wo das Geschehen bisweilen unfreiwillig komische Züge annahm. Ordnungsdezernent Thomas Egger (FDP) verteidigte die Maßnahmen und kritisierte eine Protestaktion der Jungen Liberalen.

TRIER. Als Christel Hontheim-Monz am Donnerstag ihr Haus verlässt, wähnt sie sich in einem “Belagerungszustand”: Nur einen Steinwurf von ihrem Zuhause entfernt reiht sich ein Rettungswagen an den anderen, haben zahlreiche Einsatzfahrzeuge Position bezogen. In der Toni-Chorus-Halle ist ein Zentrum für die Erstversorgung von Verletzten eingerichtet worden. Sie habe sich gefühlt, “als wäre der Krieg ausgebrochen”, klagt Hontheim-Monz wenig später auf dem Hauptmarkt. Die erklärte Närrin steht am einzigen Getränkestand weit und breit. Statt Alkohol gibt es an diesem Tag schwarzen Tee, Mineralwasser und alkoholfreies Bier – auch eine Maßnahme des umfassenden Sicherheitskonzepts.

Das zeigt schon früh Wirkung, allerdings auch eine durchaus unerwünschte: Eine Dreiviertelstunde vor 11.11 Uhr ist der Hauptmarkt beinahe menschenleer. Die wenigen Gruppen, die sich zu diesem Zeitpunkt auf dem Platz aufhalten, formieren sich fast ausschließlich aus Mitarbeitern des Ordnungsamts, Polizeibeamten und Medienvertretern. Ein Wagen des ZDF fährt vor, parkt gleich neben dem Kiosk; ein Kamerateam von RTL ist auf der Suche nach brauchbaren Bildern; der Südwestrundfunk fängt O-Töne ein. Auf der Bühne versucht der Moderator, Stimmung zu machen. Kein leichtes Unterfangen angesichts der gähnenden Leere, die sich vor ihm auftut. Ein Schunkelwalzer schallt über den Platz. Christel Hontheim-Monz schnappt sich jetzt einen Bekannten und tanzt übers Pflaster. Mag es um ihre Stimmung auch nicht zum Besten bestellt sein – den Spaß will sich die Freundin des organisierten Frohsinns nicht vollends verderben lassen. Auch der Moderator schunkelt weiter auf der Bühne, bis er seine erkennbar erfolglosen Bemühungen erst einmal aussetzt und durchs Mikro seufzt: “Was will man machen?”

Jürgen Schlich hat zu diesem Zeitpunkt noch Hoffnung. Der Präsident der Trierer Prinzenzunft lehnt am Getränkestand. Lange kann es nicht mehr dauern, bis die zentrale Kundgebung startet, auf der OB Jensen den Stadtschlüssel abgeben soll. Der Tross vom Rathaus hat sich schon in Bewegung gesetzt. “Wir hoffen, unser Prinz bringt in seinem Gefolge noch 1.000 Leute mit”, sagt Schlich und schmunzelt. Ein paar Minuten später marschieren Prinz, Stadtgarde und Oberbürgermeister auf, doch am Ende werden kaum mehr als 300 Narren den Hauptmarkt “bevölkern”. Es sind vor allem hart gesottene Jecken, die sich von Polizeipräsenz und Zugangskontrollen nicht abschrecken ließen. Männer wie Willi Morbach, langjähriges Mitglied der KG Heuschreck. Zwar sei im Vergleich zu den Vorjahren “nur ein Bruchteil der Leute” gekommen, aber ihm habe es dennoch gefallen. Und was sagt er zu den massiven Sicherheitsvorkehrungen? Mit denen könne er leben, antwortet Morbach, “aber das Problem liegt eigentlich eher bei den Eltern, die ihre Kinder nicht richtig erzogen haben”.

Arianit Demaj und Alex Steiger machen einen wohlerzogenen Eindruck, als sie völlig nüchtern vom Hauptmarkt kommend über den Domfreihof schlendern. “Wir haben damit gerechnet, dass weniger los ist als letztes Jahr. Aber das so gar nichts los ist…”, sagt Steiger und lässt den Satz unvollendet. Er werde nun in sein Heimatdorf Bekond fahren und dort feiern, kündigt er an und tritt enttäuscht den Nachhauseweg an. Sein Kumpel will später im Ex-Haus vorbeischauen. Klar, sagen beide, nach den Exzessen des vergangenen Jahres habe die Stadt etwas unternehmen müssen; doch die Schüler finden, dass das Sicherheitskonzept übers Ziel hinausgeschossen ist und viele Jugendliche abgeschreckt hat. Das findet auch Heike Baasch, die auf dem Hauptmarkt eine Art Ein-Frau-Demo veranstaltet. Baasch kredenzt auf einem Teelöffel Würfelzucker, darauf ein paar Tropfen Klosterfrau Melissengeist – Alkoholgehalt: 78 Prozent. Sie habe die Medizin in der Apotheke besorgt, verteidigt Baasch ihren Akt des zivilen Ungehorsams. “Der Alkohol ist sehr gesund, wenn du nicht zu viel nimmst in den Mund”, reimt sie ihr Credo.

Allerdings weiß auch Baasch, dass im vergangenen Jahr viel zu viele junge Menschen den Mund viel zu voll nahmen – und einige das beinahe mit ihrem Leben bezahlten. Was sich damals in Trierer Krankenhäusern und auf Straßen und Plätzen abspielte, ist den Einsatzkräften noch lebhaft in Erinnerung. Auch OB Klaus Jensen erinnert sich, wie er nachmittags beinahe über jugendliche Alkoholleichen stolperte. Dem Stadtchef ist allerdings auch nicht entgangen, dass an diesem Fastnachtsdonnerstag zur offiziellen Fete der Arbeitsgemeinschaft Trierer Karneval deutlich weniger junge Menschen kamen als in den Vorjahren. “Ich finde das schade”, sagt er, doch stehe für ihn zunächst im Vordergrund, dass es nicht ein weiteres Mal zu Exzessen gekommen ist.

Aus Sicht der Verwaltung ist das Sicherheitskonzept denn auch “voll und ganz aufgegangen”. Das Alkohol- und Glasverbot in den ausgewiesenen Bereichen der Innenstadt sei, von wenigen Ausnahmen abgesehen, befolgt worden, die Rettungskräfte hätten bis zum frühen Donnerstagabend kaum aktiv werden müssen, berichtet der für die Rettungsdienste zuständige Einsatzleiter Andreas Kirchartz von der Berufsfeuerwehr. Die zu betreuenden Patienten in der mobilen Einsatzzentrale in der Toni Chorus-Halle ließen sich bis 17 Uhr an einer Hand abzählen. Insgesamt war die Berufsfeuerwehr mit 83 Kräften und rund 20 Fahrzeugen im Einsatz. “Es war für uns ruhiger, als an manchen ganz normalen Werktagen”, so Kirchartz.

Auch der Leiter des Kommunalen Vollzugsdienstes des städtischen Ordnungsamts, Roman Schmitz, zeigte sich zufrieden: “Es gab für uns keine Probleme in der Innenstadt, diesmal konnte harmonisch und fröhlich gefeiert werden.” Großen Zulauf verzeichnete eine Alternativ-Veranstaltung im Ex-Haus mit über 600 jungen Teilnehmern. Sie wurde vom Jugendamt der Stadt unterstützt und mit betreut. Auch hier wurden keine besonderen Vorkommnisse bekannt. Jensen und Ordnungsdezernent Thomas Egger kündigten an, man werde nach den Fastnachtstagen Bilanz ziehen und dann gemeinsam über die Vorgehensweise im kommenden Jahr beraten. Aus polizeilicher Sicht hat die breite Diskussion in Zusammenhang mit den Vorkommnissen an Weiberfastnacht 2012 und die gemeinsame Konzeption von Polizei, Stadt, Schulaufsicht, Jugendamt und Veranstalter Früchte getragen. “Die erste Bilanz am späten Nachmittag ist im Vergleich zum Vorjahr sehr positiv”, erklärte Polizeidirektor Werner Funk. Die Polizei war mit rund 160 Beamten im Einsatz, auch Kollegen aus Luxemburg halfen aus.

Bis 17 Uhr seien lediglich fünf Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren in alkoholisiertem Zustand angetroffen und in Obhut genommen, darunter ein Mädchen mit einem Alkoholpegel von 2,2 Promille. Auch die in der Altstadt verhängte Alkoholverbotszone sei “weitestgehend respektiert” worden. Bis zum frühen Abend wurden bei den Kontrollen durch Polizei, Ordnungs- und Jugendamt 43 Verstöße gegen dieses Verbot registriert, außerdem zwölf Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz in Zusammenhang mit Alkoholkonsum. In den allermeisten Fällen wurde der mitgeführte Alkohol an Ort und Stelle vernichtet. An den Kontrollstellen habe “eine sehr entspannte Atmosphäre mit viel Verständnis für die Maßnahmen” geherrscht, so die Polizei. Aufgrund der ruhigen Lage habe man die Einsatzkräfte in der Innenstadt im Verlauf des Tages deutlich reduzieren können. Einige der Beamten wurde allerdings gleich zum nächsten Einsatz gerufen – am Bahnhof hatte ein herrenloser Koffer eine Räumung von Straßen und Geschäften nötig gemacht. Dass anders als im vergangenen Jahr bis zum späten Nachmittag keine Schlägereien, Körperverletzungen oder Sachbeschädigungen registriert wurden, spreche ebenfalls für das Konzept.

Nach Meinung der Jungen Liberalen waren die Maßnahmen zu drastisch. Eine Handvoll Julis hatte mit gelber Farbe seinen Widerstand gegen das Alkoholverbot aufs Pflaster gesprüht, auch FDP-Bundestagsdirektkandidat Henrik Meine war bei der Protestaktion mit von der Partie. Der liberale Ordnungsdezernent zeigte sich wenig begeistert von der Kampagne des freidemokratischen Parteinachwuchses: “Ich finde es nicht angemessen, in diesem Zusammenhang Politik zu machen”. Christel Hontheim-Monz würde sich derweil eine Lockerung des Sicherheitskonzepts wünschen. “Das ist schon sehr ernüchternd hier”, bemerkte sie, noch bevor der Tross mit Prinz und OB den Hauptmarkt betrat. Für knapp eine Stunde hatten die überzeugten Narren ihren Spaß, dann schon räumten sie das Feld.

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31 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. A.Overath schreibt:

    Was für eine Bilanz : Es braucht 160 Polizisten um eine Veranstaltung für 300 Teilnehmer abzusichern.
    Wäre es nicht günstiger das Ganze nach innen zu verlagern?
    Da würde prima die BBS Aula reichen, dort gäbe ea dann auch Bier ;-).
    Ein Wort zur Kosten/Nutzenrechnung: 160 Polizeibeamte , 83 Mitarbeiter der Berufsfeuerwehr , Ordnungsamt , Jugendamt, etwa zwei dutzend Securitys in Exhaus und Mergener Hof und und und…. und alles bezahlt von des Steuerzahlers Hand – letztlich nur um eine einstündige Veranstaltung sogenannter Narren auf dem zentralen Platz in Trier durchführen zu können.
    Vielleicht kann ja mal einer der Verantwortlichen hier darstellen, wie teuer diese einstündige “Kulturveranstaltung” so war ?

  2. Peter Hoffmann schreibt:

    Ich finde das Konzept hat gut funktioniert.
    Wenn wegen Alkoholverbotes wesentlich weniger Narren kommen,
    frage ich mich, ob viele einfach ohne Alkohol nicht närrisch sein können
    oder so? Armer Karneval…
    Scheinbar haben es ja mehrere hundert Jugendliche in Ex-Haus und Co. geschafft ohne Alkohol mit guter Stimmung zu feiern. Warum haben das die Erwachsenen auf dem Hauptmarkt nicht auch gekonnt?

    Und Herr Overath: Für Sicherheit und Kultur eine “Kosten/Nutzenrechnung” erstellen? Es gibt halt Leute, die denken immer nur ans Geld.
    Aber das löst dieses Problem mit Sicherheit nicht.

  3. S. Wiltschek schreibt:

    Meine lieben Mitbürger,

    Wir erleben hier in Trier leider DER NIEDERGANG deutscher Werte und deutschen Brauchtums.
    Nur weil einige Vollpfosten bei deren Erziehung nicht ganz so gut aufgepasst haben, wird hier eine ganze Stadt mit Bann belegt und Kosten produziert, die richtig in’s Eingemachte gehen.

    Unabhängig davon, dass die Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Trier, seit gestern, nicht gerade selbstbewusst in die Weltgeschichte schauen kann.

    Denn, bei allen Erfolgsmeldungen.

    Was in der Altstadt geschah, WAR SCHON ARM !

    Ich halte es schlicht und ergreifend für eine Schande, wie dieser wunderbare Brauch des Strassenkarnevals durch Legislative und Exekutive zerstört wird.

    Sicher, es war nötig, einige wenige, die eben nicht gelernt haben, dass Karneval nicht nur aus Komasaufen und Fic… besteht, vehement “zur Ordnung” zu rufen.

    @A. Overath schreibt es richtig.
    Für die kümmerlichen Figuren die sich trotzdem nicht haben abschrecken lassen und für die Kürze der gesamten Veranstaltung schon ein ordentlicher, monitärer Schlag in’s Kontor der Stadt Trier.
    Genau genommen, des Steuerzahlers.

    Bin mal auf die Kosten gespannt, die wahrscheinlich eh’ nicht ganz so korrekt publiziert werden, wenn sie denn überhaupt publiziert werden sollten.

    Fazit:
    Die Grundidee war korrekt. Nur ist man viel zu weit über das Ziel hinausgeschossen.

    “KARNEVAL IS DEAD IN TRIER ”

    traurig traurig traurig

    “Alaaf und Helau”

  4. J. Biesdorf schreibt:

    Das war nicht “ernüchternd”, sondern unbedingt notwendig! Wo das Elternhaus versagt, es keinen Anstand und keinen Respekt mehr gibt, muss der Staat eingreifen. Das ist bedauerlich, aber leider nicht zu ändern.
    Unveränderständlich ist die Sturheit der “organisierten” Humorbomben, die ihre Veranstaltung trotz der Ereignisse vom letzten Jahr wieder auf dem Hauptmarkt abhalten mussten. Hier hätte die Stadt ganz klar noch einen Schritt weitergehen müssen, um Kosten zu sparen, und die ganze Veranstaltung untersagen müssen, aber die Jecken haben halt eine starke Lobby in Trier.
    Lächerlich ist die Aktion der jungen Liberalen. Hätten sie dann nächste Woche auch auf den Begräbnisse der jugendlichen Alkoholtoten protestiert?

  5. M.Heinsen schreibt:

    Leider muss ich als Karnevalist sagen, das ich mich für alle Verantwortlichen die dieses so beschlossen habe schäme.

    Ich muss Christel Hontheim Monz recht geben, wenn sich fast wie im Kriegszustand vorgekommen ist.

    Der ober Hammer ist es aber das Jugendliche erst gar nicht zum Hauptmarkt hingelassen wurden wegen angeblich Jugendfreier Zone.

    So ist es auch meinem Sohn passiert, der mich leider wegen der Musik nicht auf dem Handy erreichte und somit wieder nach Hause fahren konnte.

    Wenn so mit der Jugend umgegangen wird, die Nüchtern in Zivil zu der Stadtgarde und der Prinzenproklamation wollten und Mitglied der Garde sind, frage ich mich wie man da anständige Jugendarbeit betreiben soll. Dieses ist doch wohl Kontraproduktiv oder?

    Auch unserem Freund vom Heuschreck muss man recht geben, das doch nicht andere für die Dekadenz und Unfähigkeit der Eltern, die es nicht schaffen Ihre Kinder zu erziehen gerade stehen sollen.

    Hier ist eindeutig seitens der Stadt die reagieren musste aber inbesonderen unserem äußert Karnevalistichen Polizeipräsidenten über das Ziel hinausgeschossen worden.

    Wenn man sich Köln oder Mainz oder andere Karnevalshochburgen anschaut, ist Trier wie auch schon bekannt ein Dorf dagegen. Und was in Köln oder Mainz normal ist und gar nicht mehr in die Medien kommt, wird in Trier zum Ausnahmezustand erklärt.

    Eines wo Trier richtig spitze drin ist, ist sich in der Öffentlichkeit und Medien vor anderen Städten zu blamieren.

    Dafür ein herzlichen Dankeschön!!!

  6. P. Baumbach schreibt:

    Ein Armutszeugniss wenn man nicht ohne Alkohol lustig sein kann aber Vorbild ist man gerne solange es nicht um Alkohol geht. Ein Grundrecht jedes Erwachsenen sich an Karneval voll laufen zu lassen der Jugend aber sagen das es nicht ok ist und wehe dem der es einschränkt ….Es muss ja so sein wenn aufeinmal niemand am Hauptmarkt ist . Mal Rosenmontag abwarten wer da mehr trinkt die auf dem Wagen oder die neben dem Wagen

  7. A. HAU schreibt:

    Das war mit Kanonen auf Spatzen schiessen und gesehen am Trubel auf dem alten Markt in Köln, eine traurige Veranstaltung .

  8. Jörg Schatzmann schreibt:

    Die FDP als einsame Widerstandskämpfer für institutionalisierten Spass…Muahahaha!

  9. Stephan Jäger schreibt:

    @A. Overath

    „Was für eine Bilanz : Es braucht 160 Polizisten um eine Veranstaltung für 300 Teilnehmer abzusichern.“

    Ist ja inzwischen fast wie bei der „schönsten“ Nebensache der Welt bei unser Aller liebstem „Sport“verein. Narren sind das da auch. Haben bloß keine Kappen an. Und auch dafür müssen wir per Gesetz alle blechen. Auch die, die das Ganze dahin wünschen, wo der Pfeffer wächst.

    Der einzige Unterschied: Es ist nicht nur einmal im Jahr, sondern fast jedes zweite Wochenende.

  10. A.Overath schreibt:

    @ Peter Hoffman: Wer sagt, dass es im Exhaus keinen Alkohol gab?
    Auch die kommunizierten Zahlen lassen Zweifel aufkommen – so wurden am frühen Abend verschiedene Besucherzahlen für die Exhausveranstaltung genannt, deren Spanne reichte von 300 – 500 ( die letztgenannte durch das Ordnungsamt selbst ).
    Die Besucherzahl für die alkoholfreie U 16 Party in der MJC lag wohl bei 50.
    @M.Heinsen : Einen jungen Menschen den Zugang zu einem öffentlichen Platz zu verweigern – ohne Not – ist schlichtweg grundgesetzwidrig.
    Zu behaupten, das Kids, die sich die Kanne geben schlechte Eltern haben ist schlichtweg dumm. – Die Problematik liegt wohl doch etwas tiefer.
    Das eigentliche Armutszeugnis dieser Stadt ist es doch, dass keine reglmäßigen U 18 Partys stattfinden. Das war früher ohne Probleme regelmäßig möglich. Haben sich hier die freien Träger verändert? Einrichungen, wie der 3-Tonnen-Club e.V. haben sich in den 70ern, 80ern und auch noch 90ern erfolgreich darum bemüht den Feierwillen junger Menschen Struktur zu geben, Spielregeln aufzustellen und Werte zu vermitteln.
    Und nu? Diverse Trierer Jungeneinrichtungen behaupten 10 000 junge Menschen in Trier zu “betreuen” – bekommen es aber nicht geregelt den ureigensten kommunikativen Bedürfnissen von Heranwachsenden Rechnung zu tragen. Wahrscheinlich würde die Kohle, die gestern für 300 Narren rausgehauen wurde, ausreichen, um ganzjährig ein solch sinnvolles Angebot aufrecht zu erhalten.

  11. Stefan Hahmann schreibt:

    Nun ja, es wurde alles getan, um Alkoholexzesse zu verhindern. Das ist gut gelungen. Leider ging dabei auch die Stimmung flöten.
    Zur Erinnerung: Der fette Donnerstag ist der Auftakt des STRAßENKARNEVALS. Davon war aber leider nichts mehr zu merken. Gegen 12:00 Uhr stand auf den Hauptmarkt ein verlassener LKW-Anhänger rum, keine feiernden Leute, keine Karnevalsmusik, keine gute Stimmung. Aber jede Menge Polizei (ist ja auch ne Arte Verkleidung).
    Das ist also die neue Art Straßenkarneval, dann kann Karneval eigentlich auch gleich ganz ausfallen.
    Schon letztes Jahr schrieb ich einen Leserbrief, in dem ich nicht die Jugendlichen (oder deren Eltern) anklagte, sondern diejenigen, die den Jugendlichen ungehindert hektoliterweise den Schnaps verkaufen. Wie sagte mal ne Kassiererin: „Wenn jemand 16 ist, dann darf er eben kaufen.“ Dann sollte z.B. jeder Jugendliche zwischen 16 und 21 nur noch eine Flasche kaufen dürfen. NEIN, DAS GEHT NICHT, DAS GREIFT IN DIE WIRTSCHAFTLICHE AUTONOMIE EINES UNTERNEHMENS EIN.
    Nun gut, damit die Wirtschaft weiter floriert, leidet dann eben die ganze Stadt.
    Aber was bringt wirtschaftlich wohl mehr Gewinn: Absolutverbote wie gestern oder geregelte Verhältnisse?

    Heute morgen telefonierte ich mit einer Geschäftspartnerin aus der Nähe von Nürnberg. Sie sagte, dass bei ihnen gestern Trier in den Nachrichten gebracht wurde, es wurde ein leerer Platz gezeigt. Toll, aber Negativwerbung ist auch ne Werbung. Vielleicht hilt´s ja.

  12. Stefan Hahmann schreibt:

    Die Entscheidungsträger müssen für das kommende Jahr unbedingt einen dritten Weg finden. Vielleicht wäre es dann doch gut, die Alkoholabgabe an Jugendliche zu reglementieren.

    Das Jugendliche Alkohol trinken lässt sich nicht verhindern (wir waren alle mal jung und……..?). Gestern trafen wir an der Agritiuskirche die 1. Gruppe Jugendlicher, die dort verkleidet mit ner Kiste Bier und ein paar Flaschen Schnaps feierten, nichts aufregendes, alle standen noch, eben eine Gruppe gut gelaunter Leute die Karneval feiern. TOLL, ES GIBT SIE NOCH, noch besteht Hoffnung. Aber schade, warum sind die nicht dort, wo der Karneval stattfinden soll?

    Und ne Frage zum Schluss? Was tut die öffentliche Verwaltung eigentlich gegen den Alkoholmissbrauch bei ihren Beamten und Angestellten? Vielleicht täten da auch mal solch drakonische Maßnahmen gut.

  13. Stephan Jäger schreibt:

    @Stefan Hahmann

    „Das ist gut gelungen. Leider ging dabei auch die Stimmung flöten.“

    Och wieso? Ein bißchen Stimmung gab’s doch trotzdem!

    http://www.16vor.de/index.php/2013/02/08/jugendlicher-niedergeschlagen/

    http://www.16vor.de/index.php/2013/02/08/brutal-zusammengeschlagen/

    Alles in allem – wie so oft in den Letzten Jahren – ein wunderschöner Tag zum Zuhausebleiben. Das mit dem komplett Ausfallenlassen finde ich gar keine so schlechte Idee. Bei mir kommt der Frohsinn nämlich ohnehin immer mehr so spontan, terminlich nicht genau planbar und sogar eher selten im Februar. Und mit dieser speziellen Sorte „Trierer Fröhlichkeit“ (siehe Links) habe ich, selbst als gebürtiger Trierer, bis heute ein recht grundsätzliches Problem. Ich würde also keinen allzu großen Mangel leiden.

    Aber eine Frage hätte ich noch: In welchem Land genau darf denn an 16 jährige Jugendliche Schnaps verkauft werden?

  14. Stefan Hahmann schreibt:

    Das mit dem Schnaps verkaufen funktioniert folgendermaßen. Vor einem Supermarkt (vornehmlich ein großer in der Stadt) stehen ältere, die sich 5 oder 10 Euro von den Kleinen geben lassen und denen dann den Schnaps kaufen. Trotz Überwachungskameras vor den Supermärkten ist es angeblich nicht möglich, so etwas darauf zu erkennen. Aber oh weh, einer will mal mit dem Pfand für 15 Ct. schummeln, das wird natürlich sofort erkannt und derjenige erhält umgehend Hausverbot. Das hab ich selbst mal mitbekommen und kam dadurch auf die Idee, den Marktleiter mal zu fragen, ob sie denn so auch diese Alkohol-Deals verhindern kann. Aber wie gesagt, das geht natürlich nicht, komisch, denn diese Deals finanzieren den Supermärkten die Überwachungsmedien, mit denen sie die 15-Cent Schummelei ahnden können.

  15. S. Wiltschek schreibt:

    @Stefan Hahmann,

    korrekt. Sie zeigen da ein Beispiel aus dem Leben und nicht aus der bekloppten theoretischen Beamten-Welt.

    Habe ich selbst auch schon gesehen und habe ebenfalls die Madame an der Info darauf hingewiesen. Aber, ohne dieser Dame jetzt etwas zu wollen. Da schaute mich ein Augenpaar an, in dem ich genau sehen konnte, dass sie mit der Situation, resp. Frage überfordert war.

    Was osll ich denn noch erwarten. Brennende Strassensperren, damit unsere Politik so langsam mal begreift was in GerMoney falsch läuft ?

    Das will keiner. Aber wenn wir so weiter machen, wird es diese Situationen geben.

    Nochmal. Die Grundidee war richtig. Aber die Umsetzung war überdimensioniert. Ich bekomme kontinuirlich Anrufe von Freunden und Verwandten aus der Aachener Gegend (da wo man noch Karneval feiern kann), was denn in Trier los ist.

    Ich kann dann immer nur sagen, dass ich sprachlos ob der Verhältnismässigkeit bin.

    “KARNEVAL IN TRIER IS DEAD !”

    Es gibt schon viele Menschen, die sagen, wenn es so weiter geht, können wir die ganze Sache auch sein lassen.

    Vielleicht wollen genau dies ja unsere Bürgervertreter ?

    Ich bin da eher skeptisch, weil es defintiv nicht die Meinung der meisten Menschen wiederspiegelt. Egla was hier in Trier für kaschierende Umfragen gepostet werden.

    Ich jedenfalls geh mir heute Abend noch mit coolen und netten Menschen noch einen schönen “FullReset” verpassen.

    Brauche ich eigentlich nicht, aber was hier läuft, zwingt mich dazu.

    Ihr Pfeifen

  16. Helmut heibel schreibt:

    Ist doch prima gelaufen, die letzten 400 bekommt die Verwaltung auch noch weg!

  17. Michael Joachim schreibt:

    @S. Wiltschek

    “Wir erleben hier in Trier leider DER NIEDERGANG deutscher Werte und deutschen Brauchtums.”

    Ein schlechter Scherz! Komasaufen und Schlägereien gehören meiner Meinung nach nicht zu den beliebtesten deutschen Bräuchen.

    Karneval 2013 (bzw. 2012) lässt sich wohl kaum mit dem Fastnachtstreiben von vor 50 Jahren vergleichen.

    Daher: Aufwachen!!!

  18. Andreas Koch schreibt:

    Auch wenn jetzt so viel gemosert wird – wie hätte “Karneval” in diesem Jahr ohne die Vorkehrungen ausgesehen?
    Vielleicht könnten wir die erste Gruppe von minderjährigen Alkoholtoten feiern – wäre doch auch mal was…!

    Ich kann dem Ordnungsamt nur meine Anerkennung zollen, dass sie endlich mal angemessen durchgegriffen haben und das Treiben des letzten Jahres nicht haben weiter eskalieren lassen.

    Und man stelle sich mal vor, wie groß das Geschrei gewesen wäre, wenn das Aufgebot zu gering statt zu groß gewesen wäre. “Stadt wieder vollkommen überfordert”, “Nichts aus dem letzten Jahr gelernt”, “Verantwortungslos und fahrlässig”.

    Nochmal ein ausdrückliches DANKE an die Stadt!

  19. ingo popp schreibt:

    “KARNEVAL IN TRIER IS DEAD !” wenn man die verantwortlichen
    bürgervertreter weiter blind und weltfremd machen läßt und
    besonders auch das angebot für junge menschen derart fördert ist
    nicht nur der karneval sondern bald ganz trier dead ! meines erachtens befinden wir uns wenigsten hier und nur hier auf der überholspur. VIVA LA REVOLUION !

  20. Stephan Jäger schreibt:

    @Michael Joachim

    „Komasaufen und Schlägereien gehören meiner Meinung nach nicht zu den beliebtesten deutschen Bräuchen.“

    In Trier werden mache „Bräuche“ halt einfach etwas anders gepflegt als sonstwo. Man schaue sich doch nur den heimischen Rasensport an. Da wird die „Berühmtheit“ auch nicht auf dem Platz erworben.

  21. Pawel Kalinowski schreibt:

    Für den Niedergang des “Deutschen Brauchtums” ist ja wohl die Stadt nicht alleine hauptverantwortlich. Es ist natürlich leicht die Schuld jemand anderem zu geben ohne sich Gedanken darum zu machen was man selbst dagegen tun kann oder hätte tun können.
    Oder man besteht einfach auf dem Recht sich in diesem unserem Lande totsaufen zu dürfen. Vielleicht auch eine Art des Darwinismus.

    Ich habe jedenfalls von Seiten der Karnevalisten noch nicht gehört wie man der Sache Herr werden soll. Aber ich lasse mich auch gerne eines besseren belehren und höre mir das ausgearbeitete “Gegenkonzept” gerne an.

  22. Brigitte Fröhlich schreibt:

    Ich als bekennender Karnevalist und Kölner kann dazu nur sagen, dass Karneval so viel mehr ist als nur Alkohol trinken. Sicherlich ist dieser förderlich wenn es um ausgelassene Stimmung geht und auch die gängigen Karnevalshochburgen müssen sich etwas einfallen lassen,um der extremen Lage während der jecken Tage Herr zu werden.(Siehe Köln: Glasflaschen Verbot) Trier ist kein Einzelfall und so ein kleines Abschreckendes Beispiel ist vielleicht nicht das schlimmste und erst recht kein Todesfall in sachen Brauchtum! Ganz recht haben die, die sagen es seie traurig wenn die Leute nur mit Alkohol in guter Stimmung sein können.
    Wer saufen will hat genügend Möglichkeiten. Aber (und so ist das auch in Köln etc..) Karneval ist beispielsweise auch immer ein riesen Event für Kinder, auf die oft keine Rücksicht mehr genommen wird, gerade im Straßenkarneval. Wenn dort 300 Eltern mit ihren Kindern sind, sie etwas nettes geboten bekommen ohne dabei von betrunkenen, welchen Alters auch immer, belästigt zu werden, dann halte ich das durchaus für sinnvoll. Mehr noch: für die wahre Natur des Karnevals, im Gegensatz zum Komasaufen!

    Und über Personen die tatsächlich behaupten, dass der alkoholkonsum Jugendlicher auf inkompetenz der Eltern in Erziehungsfragen beruht, der macht es sich zu einfach! Die Vielschichtigkeit der Ursachen für solch eine Eskalation wird damit nicht genügend durchleuchtet und um Gottes Willen handelt es sich bei solch einem Verbot nicht um “Erziehungsmaßnahmen des Staates”

  23. S. Wiltschek schreibt:

    Irgendwie haben manche Herrschaften meine Kernaussage nicht verstanden oder falsch reflektiert.

    Die Grundidee der Verantwortlichen war korrekt. Nur wurde definitiv die Verhältnismässigkeit komplett aus den Augen verloren.

    und natürlich behaupte ich nicht, dass Karneval nur in Verbindung mit Alkohol funktioniert. Leider scheint dies der Grossteil zu denken.

    @Brigitte Fröhlich,
    wir wollen hier doch nicht anfangen über die mannigfaltigen Gründe des ausufernden Alkoholkonsums zu diskutieren.
    Natürlich ist dies ein vielschichtiges Problem. Aber nochmal. Mir geht es darum, dass man schon so ehrlich sein sollte und festhält, dass der Anfang in den Familien stattfinden sollte. Keiner hat mehr richtig Zeit sich mit den Problemen der Kids so richtig auseinanderzusetzen. Die Familie, egal in welcher Zusammenstellung sie in dieser modernen Gesellschaft existiert, ist die Basis und /oder Keimzelle dieser Gesellschaft. Was dort an Wertevermittlung NICHT stattfindet, kann unsere Gesellschaft leider nicht mehr reinholen.

    Ich assoziiere Karneval eben nicht als alkoholverseuchtes Brauchtum.

    Fragen sie doch mal die ganzen “Supernarren” wo Karneval herkommt und wo dieses Brauchtum seine Wurzel hat. Sie werden entsetzt sein, was da für peinliche Antworten kommen.

    Hier macht es sich keiner zu einfach. Ganz im Gegenteil. Wenn es mehr Menschen geben würde, die sich Gedanken um die Kinder dieser Republik machen, hätten wir diese Zustände nicht.

    DEN Niedergang, natürlich. sorry

  24. Karl Meyer schreibt:

    Karneval – ein Tag, an dem alle Spießer mal so tun dürfen als seien sie komisch (und das dann oft mit Witzen, die schon zur Kaiserzeit alt waren, die von Otto und Loriot, oder gar Fips Asmussen geklaut sind, oder Vorurteile gegen Minderheiten schüren, beweisen). Warum ist Karneval gerade bei den größten Spießern so beliebt? Weil diese die bestehenden Verhältnisse für sich feiern, wenn sie sie kurz “umdrehen” können, nach dem Motto “gottseidank ist es nicht SO”. Sicher haben die meisten Mensch ein tiefes Bedürfnis nach so etwas (in den meisten Kulturen findet man ein ähnliches Brauchtum), und es ist nichts Falsches daran, aber hier in Trier wird das Fest nur zum Saufen und Schlagen benutzt. Dagegen ist Köln, nach meinem Stand die Stadt mit der höchsten Kriminalitätsrate Deutschlands, an Karneval weit friedlicher.

  25. S. Dutsch schreibt:

    Sämtliche Meldungen hier zu diesem Thema sind bis auf den Beitrag von I. Popp “LÄCHERLICH” Hier melden sich wohl alle MöchtegernbedenkenTräger zu Wort …Von nix en Ahnung …..aber La Paloma pfeifen….sagen wir in Köln! Bedenklich finde ich allerdings, das im Trierischen Volksfreund 3 Tage gerade vor diesem schrecklichen Weltuntergang-Event gewarnt wird. Besonders tut sich dann ja gerne der Sendungsbewusste {1975?} unsägliche Dieter Linz hervor. Am Tag danach fragt dann der TV scheinheilig nach dem “Stillen Donnerstag” und den gemeinen Berichten in Rtl und Zdf über das dumme Dorf Trier. Und jetzt war es keiner mehr Schuld und fürs nächste Jahr muss man drüber reden. Am besten große Runde mit sämtlichen Sozialarbeitervereinen, damit es auch noch einen Zuschuss für die Freunde vom OB gibt. So lange, wie diese LeserbriefSchreiber und Dieter Linz diese Diskussion führen, so lange bleibt Trier ein doofes Dorf! Und als genaues Spiegelbild die Verwaltung samt OberBürgermeister !

  26. Karl Meyer schreibt:

    Trier hat eben keine wirkliche Karnvalstradition, und Touristen wird es hier auch kaum welche anlocken, mit oder ohne Polizei und Prohibition. :-)

    Wirklich schändlich ist, meines Erachtens, was die Stadt mit den Flohmärkten gemacht hat, die sich großer überregionaler Beliebtheit erfreut haben und immer mehr zurückgedrängt wurden. Jetzt sieht man nur noch ein paar traurige Ramsch-Stände am Messepark. Doch wahrscheinlich sahen die Leute am Stadtrat genau das in ihnen, als sie ihren dummen Beschluss fassten – nicht etwa das “Sammler-Paradies”, dass es einst war – ohne dass sich die Stadt da groß einmischen musste.

  27. ingo popp schreibt:

    @ s.dutsch
    ich möchte es weiterführen :
    wenn du nicht mehr weiter weiss , gründe einen arbeitskreis.
    und jeden tag kommen neue probleme , die in abrbeitskreisen schwer zu lösen sind.
    denke das trier bald auch rekordhalter in arbeitskreisen sein wird , voll mit oft meist ahnungslosen theoretiker . die kosten übrigstens auch geld.
    was bei rauskommt hat man am u.a. donnerstag gesehen.
    es müssen praxisnahe entscheider und nicht weltfremde arbeitskreise her.
    in diesem sinne .

  28. R.Franz schreibt:

    Saubere Sache!
    Ich kann die bisherige Durchführung der organisierten spontanen Fröhlichkeiten nur für gut befinden. Zum ersten Mal muß ich nicht in meinem Treppenaufgang und der Hofeinfahrt durch Ströme von Urin, Erbrochenem und anderen Stoffwechsel(end)produkten schreiten, um das Haus zu verlassen. Ganz zu schweigen von den zertrümmerten Flaschen auf dem Gehweg, das Klirren fehlt mir schon fast.
    Es ist zwar traurig, daß dies nur durch einen großen personellen Einsatz zu erreichen war, final ist das beruhigende Konzept allerdings aufgegangen. Verstehen kann ich jedoch die Protestler nicht, die um jeden Preis ihre Alkoholsucht zur Schau stellen müssen und sich dafür noch gerne den Applaus der Menge abholen. Sie sollten ihr Verhalten einmal mit nüchternem Kopf überdenken. Auch diejenigen, die bedauern, daß der Karneval in Trier nun tot sei, könnten sich die Frage stellen, was besser ist: Bundesweite negative Schlagzeilen wegen massenhafter Alkoholvergiftung oder ein paar Krokodilstränen im Knopfloch einiger Spaßprotagonisten?
    Übrigens kann man an jedem anderen Wochenende in den zahlreichen wenig ausgeleuchteten Ecken der Altstadt zwischen Kaufland und Dom diverse Jugendliche mit Bierkästen, Schnapsflaschen und dem obligatorischen Haufen Rebellionsmüll antreffen; es gibt noch viel zu tun in der Stadt Augustus’.

  29. R.D. Anmars schreibt:

    Unfassbar, wie sich Trier blamiert hat. Wegen einiger Rowdies, die niemandem außer sich selbst etwas zuleide getan haben und für die in den meisten Fällen eh schon Hopfen und Malz verloren ist, eine Stadt unter Ausnahmezustand stellen. Provinz hoch zehn. Wenn man wirklich auf das Niveau von Köln oder Mainz klettern will, muss es nächstes Jahr wieder eine Feiererlaubnis mit offenem Ausschank geben. Für die Anwohner ist es sicher nicht so schön, aber es gibt ja wohl immer noch eine Straßenreinigung.

  30. Karl Meyer schreibt:

    Oh bitte, Provinz ist, wenn die ganzen Stimmungskanonen sich schrecklich wegen ein paar Einschränkungen aufregen, die sie nur daran hindern, ihren Mitmenschen zu schaden. Verkleiden können sie sich immer noch, und vielleicht werden im nüchternen Zustand sogar die Witze etwas besser.

  31. Peter Hoppe schreibt:

    Ich bin entsetzt darüber, wie Leute wie I. Popp und einige Vorredner solche Sachen schreiben können.
    Ist es nicht mahnend genug, dass da ein junger Mann mit Schädelfraktur im Krankenhaus liegt?
    Sind wir in einer Stadt angekommen ,in der solche Exzesse geduldet werden?
    Da die Trier Jugendlichen (und um die gehts!) es nicht fertig bringen, OHNE alkohol zu feiern, dann sollen sies gar nicht tun, zumindest nicht im öffentlichen Raum. Mir ists recht. Und wenns nach mir ginge, sollte man sowas sogar noch verstärken.
    Denn das, was in der Nacht passiert ist, das darf in einer Stadt wie Trier nicht passieren.
    Ist es nicht ein Hohn zu sagen, dass Karneval tot ist oder dass das alles lächerlich sei – wenn man mittlerweile (Alkohol)Tote in unserer Stadt riskiert?
    Rebellieren Sie soviel Sie wollen Herr Popp, aber Sie sind kein Jugendlicher mehr und Sie haben Ihre Erfahrungen mit Alkohol gemacht.
    Niemand will hier Spass bremsen. Aber meines Erachtens ist es manchmal nötig, den FUN einzugrenzen, wenn es um die Eindämmung von Gewalt geht.
    Lesen Sie sich alle gut durch, was da in dieser Nacht passiert ist und erzählen Sie mir dann auch nochmal, es sei zu viel getan worden.
    Vernunft geht über Spaß.
    Für mich ist das weniger ein schockierendes Bild der Stadt, als ein schockierendes Bild des sozialverhaltens sowohl in diesem Portal, als auch von Triers Bürgern.
    Und Opfer von Gewalt sind nie Kollateralschaden – sondern ein Resultat mangelnder Vernunft und Courage!

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