Westtrasse: FWG befragt Firmen

TRIER. In der Diskussion über die von der Landesregierung geplante und von einer Mehrheit des Stadtrats unterstützte Reaktivierung der Westtrasse möchten die Freien Wähler nun die Meinungen von Trierer Unternehmern einholen.

In seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte der Stadtrat per Beschluss OB Klaus Jensen (SPD) damit beauftragt, Gespräche mit der neuen rot-grünen Landesregierung zu führen, um zu erfahren, in welcher Weise, welchem Umfang und wann sich das Land an dem Vorhaben beteiligen würde.

Die FWG-Ratsfraktion startete jetzt eine Umfrage bei den Firmen in den Industrie- und Gewerbegebieten von Pfalzel, Trierer Hafen, Ehrang, Trier-West, Euren und Zewen, um in Erfahrung zu bringen, “ob es von den dort ansässigen Firmen einen Bedarf und eine Akzeptanz für die von der Landesregierung favorisierte Reaktivierung der Westtrasse von Ehrang nach Igel gibt”, heißt es in einer Mitteilung. Die Freien Wähler wollen wissen, welche Verkehrsmittel die Beschäftigten derzeit nutzen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen, und wie viel Prozent der Beschäftigten eine reaktivierte Westtrasse voraussichtlich nutzen würden, um ihren Arbeitsplatz per Bahn statt mit dem Auto zu erreichen? Außerdem will die FWG erfahren, wie viel Prozent des Warenverkehrs derzeit per Bahn transportiert wird und welches Nachfragpotenzial eine Reaktivierung der Westtrasse im Güterverkehr eröffnen würde.

Ungeachtet der noch ausstehenden Ergebnisse der Umfrage stellte FWG-Fraktionschefin Christiane Probst gegenüber 16vor noch einmal klar, dass ihr Verein weiterhin an den Projekten Moselaufstieg und Meulenwaldautobahn festhalte. “Die FWG hält, unterstützt durch die Wirtschaftsunternehmen und den Kreistag Trier–Saarburg, an der Westumfahrung und ihrer Finanzierung durch den Bund fest, da diese Verkehrsverbindung dem gestiegenen Personen- und Warentransport Richtung Luxemburg am besten gerecht werden kann und gleichzeitig eine Entlastung für die Talstadt bringen würde”.

Die Notwendigkeit der vom landeseigenen Zweckverband SPNV Nord auf die Agenda gesetzten Reaktivierung der Westtrasse wird vor allem mit den starken Pendlerströmen in Richtung Luxemburg begründet. Wie Christiane Probst auf Nachfrage erklärte, hat die FWG auch über eine Umfrage unter Grenzgängern nachgedacht. “Meines Erachtens macht die Reaktivierung der Westtrasse nur Sinn, wenn gleichzeitig in Luxemburg der Bahnhaltepunkt an der ‘Roten Brücke’ mit den Aufzügen gebaut wird, denn so können die zahlreichen Pendler, die am Kirchberg arbeiten, ohne mehrmaliges Umsteigen von Bahn und Bus schneller ihren Arbeitsplatz erreichen”. Aus eigener Erfahrung als Pendlerin können sie berichten, “dass ich derzeit mit dem Auto entweder zum Messeparkplatz nach Trier oder nach Schweich oder aber zur Grenze fahren müsste, um dann den Bus zu nehmen. Der Mehraufwand inklusive Stauzeiten würde mindestens eine Stunde pro Tag betragen”.

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1 Leserbrief | RSS-Abo

  1. Stephan Jäger schreibt:

    Mit dem Rad fährt man von Ruwer aus über Kenn bis zur Schweicher Brücke maximal 20 Minuten. Gößtenteils auf tischebenen, für Trierer Verhältnisse außergewöhnlich gut intakten Radwegen.

    Einen Stau hab ich dort noch nie gesehen, Frau Probst.

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