Willy Brandt im Film

TRIER. Anlässlich des 100. Geburtstages von Willy Brandt wird am Freitag, 13. Dezember, um 16 Uhr im Karl-Marx-Haus die Dokumentation “Willy Brandt. Eine Jahrhundertgestalt” gezeigt.

Am 18. Dezember 2013 jährt sich der Geburtstag Willy Brandts zum 100. Mal. Er war einer der bedeutendsten Politiker Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Seine Verdienste sind unbestritten – obwohl er die politische Szene polarisierte wie kein Zweiter.

Brandts Leben spiegelt die Geschichte Deutschlands im 20. Jahrhundert. Dies zeigt die Dokumentation mit bewegenden Bildern. Aufgewachsen im Arbeitermilieu der Weimarer Republik ging Brandt in den Widerstand gegen Hitler und schließlich ins Exil nach Norwegen und Schweden. Dort entwickelte er sich vom Sozialisten zum Sozialdemokraten. Nach 1945 agierte Brandt als Bürgermeister von Berlin im Zentrum des Kalten Krieges. Als Kanzler suchte er die Versöhnung mit dem Osten, um die Spaltung Deutschlands und Europas zu überwinden. Seine Politik war die des “Wandels durch Annäherung”. Für eine Generation junger Deutscher wurde Brandt zum Hoffnungsträger, der mehr Demokratie wagen wollte.

Willy Brandts Charisma wirkt noch heute nach, auch wenn wir inzwischen wissen, wie sehr er ein Mann mit Schwächen und Selbstzweifeln war. Das spiegeln auch die Aussagen von Zeitzeugen wider, die für diese Filmdokumentation interviewt wurden. Es sind politische Weggefährten wie Egon Bahr, Hans-Jochen Vogel, Helmut Schmidt, Helmut Kohl, aber auch ausländische Partner wie Henry Kissinger, Shimon Peres, Felipe Gonzales. Brisant die Äußerungen des ehemaligen DDR-“Oberspions” Markus Wolf zur Affäre Guillaume, zum Misstrauensvotum gegen Brandt und zur Arbeit von Geheimdiensten.

“Warum er uns nicht loslässt”, titelte die ZEIT am 14. November. Eine Antwort gibt der Film von Peter Merseburger und Jürgen Brühns. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung im Museum Karl-Marx-Haus ist frei.

Anmeldung und Informationen: 0651/970680 oder info.trier@fes.de.

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