“Wir fressen keine Kreide!”

TRIER. Die Trierer Grünen werben in der Stadt für ihren OB-Kandidaten, indem sie dessen Namen mit Sprühkreide auf den Boden sprühen. Zur Ankündigung der Stadt Trier, dies zu untersagen, nimmt Wolf Buchmann, Vorstandssprecher des Stadtverbandes, Stellung.

“Als Kinder haben wir ständig Hüpfkästchen auf die Straße gemalt. Es ist mir neu, dass Eltern in Trier eine Sondernutzungserlaubnis beantragen müssen, wenn ihre Kinder mit Kreide auf der Straße spielen wollen,” sagt Wolf Buchmann über die Ankündigung der Stadtverwaltung, eine Untersagungsverfügung wegen der Sprühkreideaktion zu erlassen. Mitglieder der Grünen hatten in den vergangenen Tagen den Schriftzug “Fred Konrad” mit abwaschbarer Kreide in der Innenstadt hinterlassen.

“Offensichtlich lebt die zuständige Baudezernentin in dem irrigen Glauben, in Trier sei alles verboten, was ihre Verwaltung nicht erlaubt hat. Besonders skurril ist aber, dass die Verwaltung kein Problem damit hat, dass der ganze Viehmarkt mit Markierungen für ‘Einparkhilfen’ der ADAC-Rallye verschandelt worden ist. Diese Farbe wird uns sehr viel länger erhalten bleiben als ein wenig Kreide”, so Buchmann.

Richtig sei allerdings, dass die Schriftzüge auf einem Steinquader in der Brotstraße und an einer Säule in der Nähe der Porta Nigra ein Fehler gewesen seien. “Da hat jemand nicht nachgedacht, aber wir haben sofort reagiert und sie entfernt. Das ging auch schnell und problemlos, was zeigt, dass die Kreide wirklich kein Problem ist.”

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7 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Bernhard Reifenberg schreibt:

    Hat Herr Buchmann mal ernsthaft
    über den angestellten Vergleich nachgedacht?
    Mit Sicherheit nicht!
    Wie käme er sonst darauf, das “Kästchen malen”
    von Kindern mit der aufgebrachten Werbung
    für den OB-Kandidaten Konrad miteinander zu vergleichen?

    Das “Kästchen malen” hat absolut nichts
    mit Wahlwerbung gemeinsam!
    Hat er mit dem “Kästchen malen” ein Problem?
    Muss man daraus die allgemein Feststellung treffen,
    dass man alles mögliche, auch jedwede Werbung,
    auf die Straße bringen darf?

    Mit dieser Rechtfertigung hat Herr Buchmann
    sich selbst disqualifiziert!

  2. Stephan Jäger schreibt:

    @ Bernhard Reifenberg

    Es ist wahrhaft lächerlich, wie dünnhäutig und kleinkariert die Verwaltung, die es seit Jahren nicht schafft, die unerlaubte Privatnutzung der (Fußgängerzonen!) Plätze direkt vor den Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt als Dauerparkplätze abzustellen, auf ein bißchen grünen Kreidestaub auf dem Boden reagiert, der mit Sicherheit eine Menge das Stadtbild weitaus mehr verschandelnde Werbung einspart.

    Fragen Sie doch mal einen Touristen, was ihn vor der Porta mehr stört: Der Fred auf dem Boden oder das Gebrauchtwagenhändler-Grinsen auf orangem DIN A1 Grund in bester Fotohöhe.

    Die Penetranz-Wertung wird Herr Konrad jedenfalls bis zum 28. September ganz sicher nicht mehr gewinnen können.

  3. Peter Lambio schreibt:

    Keine Kreide gefressen?
    Selten so gelacht.
    Unter dem Mäntelchen des Umweltschutzes antreten, um die BRD nach links zu verschieben.
    Fällt den Grünen eigentlich nichts Besseres ein als sol eine dämliche Provokationen?

  4. Stephan Jäger schreibt:

    @Peter Lambio

    „Unter dem Mäntelchen des Umweltschutzes antreten, um die BRD nach links zu verschieben.“

    Manchmal frage ich mich, ob Trier je etwas anderes sein wird, als ein Heimatkunde Museum „Deutschland in den 70ern“.

  5. Norbert Damm schreibt:

    Wie gehen wir in der Stadt mit dem aus geparkten Autos tropfendem Oel um? Diese Oelflecke interessieren niemand. Sauerei.

  6. Harry Weber schreibt:

    @Lambio

    Eine Provokation in meinen Augen sind die Veranstaltungen ihrer Partei mit dem Gedankengut aus dem letzten Jahrhundert… DARAUF könnte ich sehr gut verzichten!

  7. Philipp Jakobs schreibt:

    @ Stephan Jäger: Setz dich doch nicht mit einem von der NPD argumentativ auseinander, das lohnt sich nicht – ist reine Zeitverschwendung. Ansonsten gebe ich dir natürlich völlig recht.

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