“Wir müssen jetzt zu Potte kommen”

An Diskussions- und Konfliktstoff mangelte es nicht, doch dominierten am Montagabend sachliche Töne in der Aula des AVG. Auf Einladung der SPD diskutierten Eltern, Lehrer und Kommunalpolitiker über die umstrittenen Vorschläge Wolf Kraemer-Mandeaus. Der Gutachter verteidigte seinen Entwurf für einen Schulentwicklungsplan und attestierte den Kritikern, einem “Soziotop-Denken” anzuhängen. OB Klaus Jensen appellierte, “das Gesamtgefüge der Stadt” im Blick zu behalten; es gebe im Land keinen vergleichbaren Ort mit einer größeren Schuldichte. Trotz der konstruktiven Atmosphäre – im Detail besteht die Kritik an zahlreichen Ideen des Gutachters fort. Stadtspitze und Ratsmitglieder stehen nun vor der Herausforderung, Entscheidungen treffen und sich hierbei auch über stichhaltige Argumente hinwegsetzen zu müssen.

TRIER. “2010 sollten wir geschlossen werden, weil wir zu wenig Kinder hatten. Heute sollen wir aus dem Gebäude raus, weil es zu klein ist”. Wenn es noch eines Beispiels bedurft hätte, dass die Trierer Schulpolitik seit etlichen Jahren auf Sicht fährt – Christina Steinmetz lieferte ihn. Denn was die Leiterin der Matthias-Grundschule für ihre Einrichtung zu berichten wusste, davon können auch Kolleginnen zahlreicher anderen Grundschulen im Stadtgebiet ein Lied singen. Standorte wurden in einem Jahr garantiert, um dann im folgenden wieder infrage gestellt zu werden. So war es auch im Fall Pfalzel: 2010 vermerkte die Verwaltung auf der Online-Plattform des Bürgerhaushalts, dass der Standort der Grundschule in den “nächsten zehn Jahren” nicht mehr gefährdet sei. Dann kam Wolf Kraemer-Mandeau und plötzlich stand die Existenz der Schule nun doch wieder zur Debatte.

“Pfalzel ist sich einig: Die Schule bleibt im Dorf”, prangt auf mehr als einem Dutzend weißen T-Shirts, die sich über die Oberkörper ebenso vieler Lehrer und Eltern spannen. Sie sind mit von der Partie, als am Montagabend in der Aula des Auguste-Viktoria-Gymnasiums über das geplante Schulentwicklungskonzept diskutiert wird. Die Veranstaltung verspricht spannend zu werden, wird doch gleich zum Auftakt der Oberbürgermeister sprechen. Aus der öffentlichen Diskussion hatte sich Klaus Jensen (SPD) bislang auffallend zurückgehalten. Auch wenn er nun betont, dass die Bildungspolitik eine “Querschnittaufgabe” sei und für den Stadtvorstand “höchste Priorität” habe, so traten mit dem kommunalpolitischen Thema Nummer eins bislang vor allem zwei Menschen in Erscheinung: Gutachter Kraemer-Mandeau und Bildungsdezernentin Angelika Birk (B90/Die Grünen). Auch jetzt bleibt sich Jensen treu, vermeidet klare Kante: “In nicht allzu ferner Zeit” werde man “natürlich auch als Stadtvorstand Position beziehen”, kündigt er an und appelliert an seine Zuhörer, das große Ganze im Blick zu behalten. Jensen fordert “eine gewisse Grundsolidarität” ein, auch die Kritiker müssten das “Gesamtgefüge der Stadt” bedenken. Und überhaupt: “Es gibt keine vergleichbare Stadt mit einer so hohen Schuldichte”.

Dass sich “nicht alle Zielkonflikte lösen lassen”, sagt der Stadtchef auch, deshalb werde es auf jeden Fall Enttäuschungen geben. Auf den Grundkonflikt zwischen “Wünschbarem und Machbaren” wird gleich darauf auch Kraemer-Mandeau eingehen. Der Gutachter macht deutlich, dass er im Grundsatz von seinen Positionen nicht abweichen wird: Grundschulen müssten mindestens zweizügig sein, Sekundarschulen mindestens dreizügig. Er verteidigt seinen Vorschlag, Barbara- und Egbert-Grundschule am Standort der früheren Robert-Schuman-Realschule zu fusionieren ebenso, wie die Idee, mit der Kurfürst-Balduin-Realschule plus nach Ehrang umzuziehen. Er habe “große Angst”, dass im Schulzentrum Mäusheckerweg umsonst saniert und ausgebaut wurde, begründet Kraemer-Mandeau seine Position. So geht der Gutachter eine Schule nach der anderen durch, und auch wenn er am Ende nicht alle abgehandelt haben wird – das Credo seiner Überlegungen ist einmal mehr klar: Für einen Erhalt aller Standorte fehle der Stadt das Geld, würden alle bestehenden Schulen auf Vordermann gebracht, werde bis 2050 dauern – mindestens. Es gehe deshalb darum, die begrenzten Mittel gezielt und planmäßig einzusetzen. “Vielleicht war ich jetzt die Spaßbremse”, beendet der Experte seinen Kurzvortrag – und erntet Applaus.

Kein Zwischenruf, nirgends. Dabei schont der Experte seine Zuhörer nicht. Etwa wenn er sagt: “Es gibt ein Soziotop-Denken bei Ihnen”; für manche sei offenbar schon die Vorstellung, ihr Kind müsse für den Schulbesuch die Mosel überqueren, eine Zumutung. Nicht nur Kraemer-Mandeau wird an diesem Abend immer wieder auf die vergleichsweise komfortable Trierer Lage zu sprechen kommen. Auch Günther Behr, Geschäftsführer der Handwerkskammer, wirft ein: “Was sagen eigentlich die Eltern von Kindern in der Eifel, wenn sie mitbekommen, worüber wir hier in Trier diskutieren?” Die Stadt habe kein Geld, gibt  Dr. Regina Bux zu bedenken. Man habe in den vergangenen Jahren viele Entscheidungen getroffen,  “viele ohne roten Faden”. Im Einzelfall habe jede dieser Entscheidungen ihre Berechtigung gehabt, aber in einem Gesamtrahmen hätte man sich nach Meinung vielleicht doch manchmal anders entschieden, ist die schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion überzeugt. Ein planloses “Weiter so” sei nicht zu verantworten, warnte sie.

Ähnlich äußerte sich Günther Behr in der von TV-Redakteur Dieter Lintz moderierten Runde. Der Hwk-Mann war mit dabei, als sich vor sieben Jahren der “Runde Tisch” zum Schulentwicklungskonzept formierte. Drei Jahre lang tagte man und lieferte dann auch ein Gesamtkonzept, doch das ging im Vorfeld des Kommunalwahlkampfs 2009 unter. Unpopuläre Entscheidungen sollten vor dem Urnengang keine mehr getroffen werden, “kurze Beine, kurze Wege” lautete nun die Parole, mit der unter anderem die CDU Front machte gegen Schulschließungen. Ihm werde bei dem Slogan “kurze Beine, kurze Wege” immer noch “irgendwie komisch”, erklärte Behr, man solle da mal “den Ball flach halten”. Einzig Markus Häusler von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wollte andere Akzente setzen als seine Mitdiskutanten auf dem Podium. “Ich möchte nicht über Geld sprechen, sondern pädagogische Fragen in den Vordergrund stellen”. Die Stadt müsse die Schulen einem Qualitätstest unterziehen. Klar sprach sich Häusler gegen einer Verlagerung der Balduin-Realschule plus nach Ehrang aus – “das funktioniert so einfach nicht”. Klaus-Günter Süssmann machte derweil Druck: “Wir müssen jetzt zu Potte kommen”. Er sei dankbar für das unabhängige Gutachten, erklärte der ADD-Vertreter, doch nachdem nun ausreichend Stellungnahmen von den Betroffenen eingegangen seien, sei es an der Zeit, Entscheidungen zu treffen.

Die Vertreter unterschiedlicher Schulen, ob aus Elternschaft oder Lehrerkollegien, aber auch aus den Ortsbeiräten, meldeten am Montagabend erneut ihre Bedenken und Fragen an und lieferten zahlreiche Argumente, um ihre Positionen zu untermauern. In vier Workshops wurde über die verschiedenen “Regionen” im Stadtgebiet diskutiert, und auch hierbei zeigte sich eine wohltuende Sachlichkeit. Bedenkenswerte Aspekte wurden ins Feld geführt, etwa für den Erhalt der Egbert-Grundschule oder die Standortsicherung der Balduin-Realschule plus. Mehrere Teilnehmer der Workshops erklärten auch, sie wünschten sich endlich Klarheit und eine “stärkere Positionierung der Stadt”. Aus Pfalzel signalisierte man derweil grundsätzliche Bereitschaft, die Grundschule Biewer aufzunehmen. Aus Tarforst war zu hören, dass – wenn an einem Schülertransport kein Weg mehr vorbeiführe – dieser doch bitte im Klassenverband stattfinden solle.

Und wie positioniert sich nun die SPD in der Schuldebatte? Gleich zu Beginn hatte Fraktionschef Sven Teuber klar gemacht, dass seine Partei den Abend als “Informationsaustausch” verstehe und man sich “bewusst noch nicht festgelegt” habe. Man werde die Argumente nun intern abwägen. Den Sozialdemokraten sei es vor allem wichtig gewesen, “dass wir mal Ruhe in das Thema bringen”, so Teuber.

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16 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Peter Moog schreibt:

    Interessant, dass die Stadt immer über finanzielle Schwieirgeiten klagt…da wird im eigenen Haus ein ausgezeichnetes Schulentwicklungskonzept entwickelt- von Fachleuten. Das wird dann verschleppt, eine neue f…Bürgermeisterin kommt, feuert nach Gutdünken und bester Laune Mitarbeiter und will alles neu konzipieren! Passiert ist nur, was teuer war und nun wieder zurück gezogen wird.

    Also beschließt die f…. Bürgermeisterin einen externen Berater zu bemühen, der zu ähnlichen Ergebnisse kommt wie das ursprüngliche Konzept.

    Ich nheme an, dass der Berater nicht kostenlos arbeitet.

    Wenn man nun im Zusammenhang sieht, wieviel Geld verloren ging durch nicht Umsetzung des ursprünglichen Konezeptes (über Jahre hinweg) Konzepte und hinzu nimmt alle Diskussionen, dann darf man sich wirklich nicht mehr wundern, warum Trier kein Geld hat die nötigsten Dinge anzugehen…

  2. Rainer Landele schreibt:

    @peter moog

    können sie uns bitte aufklären, wofür “f…” steht?!

    und von welchen gefeuerten mitarbeitern sprechen sie? höre/lese ich heute zum ersten male. namen sind nicht nötig – position reicht.

    was die kosten für den berater betrifft:

    1. daran geht trier sicher nicht unter – vermute ich mal, auch wenn ich die kostenhöhe nicht kenne…

    2. sollten sie sich mal klar machen, dass wir ohne dieses gutachten bei der frage nach schulschliessungen vollkommen in den parteipolitischen schützengräben liegen geblieben wären

    ist schon komisch: mal wird gemeckert, dass eine sache nicht gründlich genug im voraus durch gutachter abgesichert wurde. andermal wird gemeckert, dass angeblich überflüssigerweise eine untersuchung stattfindet. da es hier um zukünftige millioneninvestitionen geht, denke ich, war das geld schon gut angelegt. wobei, es gebe ja eine alternative: die verwaltung mit entsprechendem personal und sachkompetenz auszustatten. kostet auch was. wird also auch wieder gemeckert.

  3. Pablo Gándara schreibt:

    Die Diskussion war insgesamt sehr hilfreich, da man aus erster Linie erfuhr, was der Gutachter bedachte und v.a. nicht bedachte.

    Mein Sohn kommt im nächsten Jahr in die Egbert-Grundschule und ich mache mir ernsthafte Sorgen über den Schulweg von Trier Gartenfeld in den vorgeschlagenen Standort an der Kaiserstraße (zZt Sitz der Realschule Nelson Mandela). Kinder im Alter von 6 bis 9 Jahren können nicht so einfach v.a. an der hochbefahrenen Kaiserstr. alleine gehen, zumal die Bürgersteige besonderes schmal sind. Da Unfälle vorprogrammiert wären, würden vermutlich viele Eltern die Kinder selbst dahin fahren. Dies würde den ohnehin dichten Verkehrsfluss an der Kaiserstr. gerade morgens erheblich beeinträchtigen – zumal viele Eltern einfach in der 2. Reihe anhalten würden. Sicherheit -gerade für kleine Kinder- darf nicht aufs Spiel gesetzt werden.

    Viel besser und machbarer wäre es, das Gebäude an der Kaiserstr. für Ämter vorzusehen, die zZt Räumlichkeiten anmieten. Ohnehin erscheint mir die Sanierung der Realschule Mandela sehr kostspielig.

    Der aktuelle Standort der Egbert-Grundschule ist zwar sanierungsbedürftig, ist aber im Vergleich zur Kaiserstraße sehr groß und bietet Platz für den Ausbau (inkl. einer Turnhalle). Dies geht an der Kaiserstraße nicht. Im Übrigen ist die GS-Egbert eine zweizügige Sinus-Ganztagsschule seit Jahren (mit den entsprechenden Investitionen für Mensa usw.) und es würde mich sehr wundern, wenn die Stadtverwaltung den Standort einfach aufgibt.

  4. Sabine Roths schreibt:

    In den vergangenen Monaten fanden Veranstaltungen der verschiedenen Stadtratsfraktionen zum Thema Schulentwicklungskonzept statt.
    Ein Vertreter der CDU erklärte bei der Sitzung seiner Fraktion in Pfalzel im September, dass ihnen auf Nachfrage der Betrag von 19 000 Euro für das Gutachten genannt worden war.

    Generell ist es wohl so, dass Herr Krämer-Mandeau sein Gutachten mit einigen “falschen” Zahlen erstellen musste – sowohl seine erste, als auch die nachgebesserte Variante. Unter anderem wurden Migrantenkinder nicht erwähnt und nicht vorhandene Brandschutzprobleme beziffert.

    Der gestrige Abend lässt dennoch hoffen, dass – zumindest was den “Norden” der Grundschulstruktur betrifft – sinnige Entscheidungen getroffen werden. Denn eine Grundschule am bisherigen Standort zu erhalten, obwohl nur sehr geringer Anteil aus dem Standort selbst kommt, ist doch wirklich gegen jede Vernunft, sei sie schwarz, gelb, rot oder auch grün!

  5. Peter Moog schreibt:

    @Herr Landele – offensichtlich verstehen Sie es wirklich nicht… Auf einer betriebswirtschaftlichen Ebene gesehen (…und da man ja wirklich immer hört, dass Kommunen in Geldnöten sind) hat das Thema Kosten durchaus sehr hohe Priorität.

    Es ist ganz einfach so, dass für viel Geld ein Gutachten innerhalb der Verwaltung erstellt wurde und wenn man unterstellt, dass die Renovierung und oder Umnutzung eine Exponentialfunktion ist, dann darf man sich die Frage stellen, wieviel Geld wird hier verbrannt.

    Stimmen aus der Bevölkerung würden gegenüber der Finanzindustrie von Kapital verbrennen sprechen.

    Also bitte: es gab ein gut ausgearbeitetes Konzept, durch zuwarten (siehe oben) über Jahre hinweg sind erhebliche vermeidbare Gelder “verbrannt” worden. Und genau so entstehen innerhalb der Bevölkerung Unzufriedenheiten.

    Ich bin durchaus der Meinung, dass man viel entschlossener handeln müsste, sodass auch Geld nicht verbrannt wird, sondern für andere Zwecke zur Verfügung steht.

    Also sehen Sie meinen Beitrag nicht (wie Sie es darstellen) “Mal ist er so und mal ist er so”. Genau diese Diskussionen kann sich niemand erlauben.

    Ich erinnere in diesem Zusammhang an die Beseitung der Bäume am Domfreihof – Helmuth Schröer ist es angegangen und siehe da: der Platz ist schick und sämtliche Diskussionen sind völlig verstummt.

    Also bitte, der Vorgang zieht sich jetzt Jahre hin – einfach mal machen.

    Bezüglich Mitarbeiter fragen Sie sie doch einfach -

  6. Chris Steil schreibt:

    Das Gutachten hat Geld gekostet und diese Informationen hatte Trier schon. Insofern ist es zum einen unsinnig, und zum anderen beginnt das Sparen ja irgendwo. Aber, weil politische Würdenträger immer so denken (” die paar tausend Euro bringen uns schon nicht um “) stehen wir in Stadt und Land da wo wir momentan stehen. Schlimm ist in meinen Augen allerdings noch, dass die Stadt Personen an verantwortlichen Stellen sitzen hat, die uns in keinster Weise weiterbringen. Vielmehr ist es so, dass Trier sich rückentwickelt.
    Ich hatte gestern auch das Vergnügen mit Entscheidern/innen der Stadt und der ADD über ein Thema der Schulentwicklung zu diskutieren.
    Und ganz offen gesagt bin ich leider permanent auf Inkompetenz getroffen. Keine Strategie, kein Plan B und immer wiederkehrende Phrasen, die in keinster Art und Weise Antworten auf die gestellten Fragen gaben.
    Wissen was man tut ist etwas anderes.

  7. Rainer Landele schreibt:

    @peter moog

    nö, verstehe ich tatsächlich immer noch nicht. auch nach ihren ausführungen. allgemeinplätze, die auch noch falsch sind. egal…

    zu den von ihnen gelobten bäumen auf dem domvorplatz noch eine bemerkung: jährlich zurecht geschnittene krüppelplatanen sind sicher nicht nur hässlicher sondern auch teurer, als die alten, grossen platanen es waren/wären.

    p.s.: kommt noch eine erklärung zu “f…”?

    @chris steil

    permanente inkompetenz? dann müssen wir wohl noch mehr externen verstand einkaufen ;-)

    eine kompetente entscheidung jetzt wird bei den kosten die einsparungen in den nächsten jahren sicher nicht übertreffen. deswegen geht trier an den kosten für solch einen gutachter nicht zugrunde. habe ich wohl nicht deutlich genug gemacht im ersten posting.

  8. Peter Moog schreibt:

    @Chris Steil – dem ist eigentlich nichts hinzu zu fügen.

    Und dieses Nichthandeln führt eben zu enormen Investionsstaus.

  9. Marco Olinger schreibt:

    Eines mal vorne weg. Es muss etwas passieren, da sind sich wohl alle einig.
    Aber, es gibt viele Argumente und Fakten, die Gewicht haben und nicht (für viele zumindest) genügend berücksichtigt sind.
    Da tut eine Diskussion gut. Nur hatte das Plenum leider nicht die Gelegenheit sich direkt an das Podium zu wenden.

    Ich habe mir das Gutachten von Biregio angesehen. Es besteht im Wesentlichen aus den Zahlen des Einwohnermeldeamtes & Schülerzahlen und diese werden 3 bis 4-fach in bunten Grafiken wiederholt.
    Leider sind einige Angaben nicht aktuell und somit sollte dies keine Entscheidungsgrundlage sein.
    Wer auf bunte Grafiken reinfällt ist selber schuld.
    Wenn es um die Zu- und Umlegung von Schulen geht, wird fast aussschliesslich auf Raumbedarf geschaut. Pädagogische Konzepte, gewachsene Strukturen aus Kita und Schulen, Einbindung in das Stadtteilleben und vieles mehr werden nicht berücksichtigt.
    Es muss ein sozialverträgliches ganzheitliches Bildungskonzept her und nicht nur eine maximale Raumfüllung mit Kindern.
    Auch hat Biregio immer nur von Investitionen gesprochen. Wo bitte sind die Unterhalts-, Umzugs- und Folgekosten (z.B. Schülertransport, Gebäudeerhaltung der Leerstände usw.) für die nächsten Jahre beziffert ?
    Eine Kosten-Nutzenrechnung sollte schnellstens veröffentlicht werden, die dann dem Rechnungshof zur Prüfung zugestellt werden kann.
    Andere Gutachten wie z.B. der Stadtteilrahmenplan werden erst garnicht berücksichtigt.
    Wo kommen wir denn hin, wenn die Stadt so plant

  10. I. Rommelfangen schreibt:

    Diese Diskussionen werden wahrscheinlich nie enden und zufrieden wird auch nicht jeder.

    Aber wahr nicht im Norden geplant aus dem großen Komplex eine Realschule Plus zu machen? Hieß es nicht alle Bereiche wie Mäusecker, Nord, Wolfsberg und West mit solch einer Schule, wäre Optimal da jeder Bereich der Stadt abgedeckt ist.
    Überlegt mal einer dass wenn es nicht so ist die Kinder morgens um 5 Uhr aufstehen müssen damit Sie um 8 in der Schule sind!Sind 2 davon wirklich genug?

    Muss man Stadtteile ANGREIFEN wie viele Kinder daher kommen oder nicht??? Gibt es nicht auch Eltern die aus Beruflicher Sicht Ihre Kinder woanders hin schicken müssen???? Sieht man auch das geplante Neubaugebiet wo evt. ” falls es natürlich gestattet wird ” auch Kinder hinziehen????
    Was ist mit allen kleineren Geschäften in den Umgebungen, wo Grundschulen Geschlossen werden sollen, die sehr starke Einbußen haben werden???

    Es sind nicht nur unsere Kinder!!!!

    Es sind auch Lehrer die ihre Arbeit verlieren, weil Stellen abgebaut werden.

    Geschäfte die weniger Einnahmen haben werden und Leute entlassen müssen oder sogar schließen müssen.

    Es werden Pfarreien sein die keine Kinder mehr haben????

    Wer Denk daran!

    Es sollte jeder für sich und sein Viertel einsetzen und Kämpfen und nicht auf der LINKEN Schiene gegen ein anderes Viertel schießen das bringt Keinem was!

    Die Gelände sind sehr lukrativ,geben der Stadt viel Geld, darum geht es und nicht um

    UNSERE KINDER UND WAS GUT FÜR SIE IST !!!!

  11. Friedhelm Busche schreibt:

    Ich möchte hier auf einen anderen Ansatz zur Diskussion stellen: Die Kosten eines Schulstandortes bestehen ja nicht nur aus Gebäudekosten sondern auch aus Personalkosten. Wenn man nun mehr Flexibilität bei Lehrern einfordern würde, ließen sich diese eventuell senken. D.h. ein Lehrer hat nicht den Anspruch an einer bestimmten Grundschule angestellt zu sein, sondern muss wechseln, eventuell muss er in einem Schuljahr auch mal an zwei verschiedenen Schulen unterrichten und pendeln.

  12. Daniele Barbi schreibt:

    Eine Frage für Herr Wolf Kraemer-Mandeaus: Warum ist nur eine IGS geplant, wenn alle Grundschulen “inklusiv” werden?

  13. Daniele Barbi schreibt:

    Für die Umsetzung der UN-Konvention – Recht auf Bildung und Erziehung
    In einer Schule für Kinder mit und ohne Behinderung – sollten die Schulen inklusiv werden,deshalb werden die Grundschulen inklusiv. Aber nach der Grundschule ist das Aus: nur eine IGS und keine andere geplant. Das ist unlogisch.

  14. Martina Höring schreibt:

    Die meisten Lehrer sind flexibel. Bitte nicht noch eine Diskussion, die sich gegen Lehrer richtet, darum geht es hier nun wirklich nicht. Außerdem sollte man auseinanderhalten, dass die Personalkosten nicht aus der selben Kasse gezahlt werden wie die Gebäudekosten.
    Bei einer Standortwahl (wenn schon Schulen zusammengelegt werden müssen) sollte man darauf achten, welche Strukturen und pädagogischen Konzepte an den Ort gebunden und daher erhaltenswert sind. Eine gut funktionierende Zusammenarbeit mit der KiTa ist beispielsweise tatsächlich an den Standort der KiTa gebunden, wobei man andere Konzepte auch woanders hin “mitnehmen” könnte, wie das Ganztagsschul- oder Schwerpunktschulkonzept.

  15. Horst Fries schreibt:

    Bei dem Biregio-Papier spricht man von einem “Gutachten “. Ein ‘Gutachten sollte aber “gut achten” darauf, dass es die Wahrheit wiederspiegelt und keine dubiosen Behauptungen enthält. Am Beispiel der Pfalzeler Grundschule wird das überdeutlich, das mit dem “Gutachten” bestimmte Ziele verfolgt werden. So hat man als Totschlagargument für die Pfalzeler Grundschule die Mähr von einem defekten Dach erfunden, welches sich – nach Aussage von Fachkräften – in tadellosem Zustand befindet. Ebenso wird die in Biewer und Pfalzel je Schüler zur Verfügung stehende Quadratmeterzahl bewußt falsch angegeben. Es ist doch leicht erkennbar, was solche Fakten in diesem”Gutachten” bewirken sollen?

  16. Christina Trouet schreibt:

    Wenn alle Kinder in Ihrem Stadtteil zur Schule gehen müssten, würde es die Frage was den Standort betrifft für Pfalzel gar nicht erst geben. Den Biewer besitzt fast keine eigenen Kinder. Und auch kein Neubaugebiet und kein Kindergarten der aus allen Nähten platzt.
    Die große Schülerzahl kommt in Biewer von Kindern aus anderen Stadtteilen.
    Das Ganztagskonzept lässt sich nach Pfalzel mit nehmen, die Kooperation von der Grundschule in Pfalzel mit dem dortigen Kindergarten dem Ponte-Tandem- Projekt nicht. Das sollte man beachten.

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