“Wir waren sehr negativ überrascht”

Egbert2Man sei “sehr negativ überrascht von der Heftigkeit” der Probleme gewesen, sagt die Bürgermeisterin. Es handele sich um “akute Mängel”, die sich relativ schnell beheben ließen, sagen die Elternsprecherin und der Ortsvorsteher. Die Schulleiterin sagt, sie und ihr Kollegium wollten auf jeden Fall wieder zurück ins angestammte Domizil. Nachdem die Egbert-Grundschule wegen Schimmel-Belastung auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde, scheint eine erneute Debatte über den Standort nur noch eine Frage der Zeit. Angelika Birk (Die Grünen) kündigte an, das Gebäude nun umfassend untersuchen zu lassen. Ein Desaster wie bei der Kita Trimmelter Hof, die gleich zweimal geräumt werden musste, wolle man verhindern. Auch auf mehrfache Nachfrage vermied es Birk, den Stadtrat zu kritisieren. Dabei hatte dieser sich für den Erhalt der Egbert-Schule entschieden. Ortsvorsteher, Elternbeirat und Schulleitung sehen keinen Grund, an dieser Entscheidung zu rütteln.

TRIER-MITTE/GARTENFELD. Es ist ein Bild der Verwüstung, das sich dem Besucher bietet. Arbeiter sind dabei, die Platten von der Decke zu reißen, Schaumstofffetzen türmen sich in den Räumen des Pavillons. Nur die Tafeln und die an den Rand geschobenen und nicht einmal abgedeckten Stühle und Tische erinnern daran, dass hier noch vor wenigen Wochen unterrichtet wurde – bis ein Arbeiter zufällig feststellte, dass sich unter der Verkleidung der Decke größere feuchte Stellen gebildet hatten. Dem Vernehmen nach sind diese jüngeren Datums und die Folge von mangelhaften Arbeiten beim Verlegen von WLAN-Leitungen.

Für die Lehrer muss die unschöne Entdeckung das Fass zum Überlaufen gebracht haben. Mit Datum vom 23. September teilten sie der zuständigen Bürgermeisterin und dem Schulverwaltungsamt mit, dass diese unverzüglich handeln müssten, ansonsten man nicht mehr bereit sei, in dem Gebäude zu unterrichten. Man kann das Schreiben auch einen Brandbrief nennen, und es war nicht das erste Mal, dass man die Verwaltung auf seltsame Gerüche in einigen Räumen hinwies und um entsprechende Untersuchungen bat. Nun kam die Botschaft am Augustinerhof an. In den Herbstferien wurde gemessen, das Ergebnis ist bekannt: Sämtliche Kinder müssen bis auf Weiteres nach Kürenz ausweichen, ab diesem Mittwoch wird ein Bus-Shuttle eingerichtet (wir berichteten).

Ausgerechnet nach Kürenz. Sie wisse, dass das “nicht einer gewissen Komik entbehrt”, erklärte Bürgermeisterin Birk am Montag in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz; und ihr sei auch klar, dass manche Kürenzer nun “die Hände über dem Kopf zusammenschlagen”. Manche fassen sich auch gleich an den Kopf und werfen die Frage auf, ob dieses Desaster programmiert gewesen war. Schließlich sei ja seit Jahren bekannt, dass die Egbert-Schule in einem baulich mehr als suboptimalen Zustand befindet, argumentieren sie. “Die Mängel wurden gesehen, und trotzdem wurde der Standort verteidigt”, erklärte auch Birk. Wer wollte, konnte hier Kritik an den vier Fraktionen heraushören, die im März in letzter Minute einen Kompromiss geschmiedet und sich unter anderem darauf geeinigt hatten, dass sowohl die Egbert- als auch die ebenfalls arg gefährdete Martin-Grundschule erhalten bleiben, die in Kürenz aber dran glauben musste, obwohl sie in einem wesentlich besseren Zustand ist.

Birk1Dass die Egbert-Schule nicht geschlossen wurde, ist ganz wesentlich das Verdienst von Eltern und Lehrern, aber auch des Ortsvorstehers von Trier-Mitte/Gartenfeld. Dominik Heinrich ist parteilos, sitzt für die Grünen aber im Stadtrat und wurde 2009 auf deren Ticket zum Ortsvorsteher gewählt – zum ersten und bislang einzigen grünen Stadtteilchef in der Geschichte der Stadt. Für die Grünen stand von Beginn der Diskussion fest, dass die Egbert-Grundschule nicht zur Disposition stehen dürfe. Im August vergangenen Jahres präsentierten sie als erste Ratsfraktion ein eigenes Konzept und schlugen in diesem vor, die Grundschule Olewig aufzugeben und die Kinder stattdessen in Egbert zu unterrichten. Der von der Stadt beauftragte Gutachter hatte zuvor empfohlen, Egbert aufzugeben; und auch CDU und SPD sprachen sich später dafür aus, den Standort in der malerischen Lage unweit des Amphitheaters zu schließen. Während der Gutachter aber vorschlug, die Egbert-Schüler künftig in die Kaiserstraße zu schicken, in das Gebäude der ehemaligen Robert-Schuman-Realschule, rieten CDU und SPD dazu, die Kinder dann in Kürenz und Olewig zu unterrichten. Der Stadtvorstand wollte die Entscheidung über Egbert auf 2015 vertagen, brachte aber auch einen Neubau auf dem Gelände ins Gespräch, in dem dann die Grundschule mit der von Olewig hätte fusioniert werden sollen.

Angesichts derart vieler Ideen und Vorschläge kann man schon mal den Überblick verlieren. Fakt ist, Stand heute: Kürenz wurde aufgegeben, die Kinder werden seit diesem Schuljahr in Trier-Nord unterrichtet, wo sie mit der Ambrosius-Schule “einen sehr guten Standort” hätten, wie Birk am Montag betonte. Ab diesem Mittwoch erwacht nun das seit einigen Monaten leer stehende Schulgebäude in Kürenz zu neuem Leben. Für wie lange und ob vielleicht sogar für viele Jahre, scheint derzeit noch völlig offen. Sie wolle Spekulationen nicht Tür und Tor öffnen, erklärte Birk in der Pressekonferenz wiederholt. Doch die Bürgermeisterin machte auch deutlich, dass auch für sie offen ist, was Verwaltung und Stadtvorstand dem Stadtrat nach Abschluss der eingehenderen Untersuchungen vorlegen werden. Sicher scheint nur: Es wird eine Kostenschätzung sein, und je nachdem wie hoch diese ausfallen wird, dürfte auch die weitere Debatte verlaufen. Sollten auf die Stadt horrende Kosten für die Beseitigung der Schimmelbelastung und deren Ursachen zukommen, dürfte die Grundsatzdebatte über den Standort von Neuem losgehen.

Zu einer solchen Debatte sehen Eltern, Lehrer und auch der Ortsvorsteher im Osten der Stadt bislang noch keinerlei Anlass. Man wolle “betonen, dass für uns die Entscheidung des Stadtrates vom März 2013, die Egbert-Grundschule zu erhalten, außer Frage steht”, teilte der Schulelternbeirat bereits mit Schreiben vom 4. Oktober der Bürgermeisterin mit. In dem Brief, der 16vor vorliegt, verlangten die Eltern zügige Luftraum-Messungen und Kernbohrungen in den Fußböden, verlangten zugleich aber auch eine “sachliche Diskussion” und warnten vor “unnötiger Panikmache”. Schulelternsprecherin Regina Bruhn betonte am Montag auf Anfrage, dass die Eltern weiterhin für den Erhalt des Standorts einträten. An den Argumenten, mit denen man den Stadtrat überzeugt habe, habe sich schließlich nichts geändert, so Bruhn weiter. Wenn sämtliche Räume schimmelfrei und die Ursachen für die akuten Belastungen entfernt seien, wolle man wieder zurück an den Standort in der Olewiger Straße – und das unabhängig von den weiteren Mängeln in der Bausubstanz, die seit langem bekannt seien. Auch Schulleiterin Hanne Keller machte gegenüber 16vor deutlich, dass sie sich eine schnelle Rückkehr ins angestammte Domizil wünscht – “wenn alle Mängel beseitigt sind”. Zugleich kritisierte sie, dass im Sommer keinerlei Grundreinigung des Gebäudes stattgefunden habe. Der Standort sei nach wie vor ideal, aber “es wäre schön, wenn eine Generalsanierung stattfinden würde”, so Keller.

Dominik Heinrich widersprach unterdessen dem Eindruck, die Entscheidung vom März für den Erhalt des Standorts sei wesentlich auf den Druck der Grünen zurückzuführen. Dem sei nicht so gewesen, versicherte der Ortsvorsteher und verteidigt einmal mehr das Votum des Rats: “Der Egbert-Schulbezirk gehört in Trier zu den Bezirken mit dem größten Wachstum und Bedarf an Grundschulplätzen. Das Gutachten von Biregio prognostiziert für die Egbert-Grundschule von 2013 bis 2018 Schülerzahlen von 133 bis 202 Kindern mit einer Entwicklung von 2,0 bis 2,5 Zügen. Die Entscheidung sich für den Erhalt des Egbert-Schulbezirkes und einer Grundschule dort auszusprechen, war folgerichtig”. Heinrich weiter: “Als Ortsvorsteher habe ich mich für einen Verbund der Grundschulen Egbert und Kürenz eingesetzt. Dieser Vorschlag hat leider keine Stadtratsmehrheit erfahren”.

Ob für den Ortsvorsteher dennoch vorstellbar ist, dass die Standortfrage wieder auf die Agenda kommt? Zunächst müssten die Messergebnisse der Mensa und ein Konzept zur Beseitigung des Schimmels in den Kellerräumen vorliegen, verlangt Heinrich. Erst wenn der finanzielle Aufwand einer Beseitigung der Schimmel-Problematik in den Kellerräumen und gegebenenfalls auch in der Mensa eingeschätzt werden könne, mache es Sinn, über weitere Schritte nachzudenken. Die Baumängel in der Egbert-Grundschule seien zudem “seit langem bekannt und sind die Folge von unzureichendem Bauunterhalt in den letzten Jahrzehnten”, so Heinrich weiter. Dies betreffe auch viele andere Schulen in Trier. Wie auch bei den Diskussionen zum Schulentwicklungskonzept sollten sich Entscheidungen “nicht am Zustand der Bausubstanz einzelner Schulen, sondern an den Bedürfnissen der Kinder und Stadtteile insgesamt orientieren”, fordert der Ortsvorsteher.

Nur muss am Ende des Tages auch jemand die Frage beantworten, woher das Geld für die Sanierung kommen und wie es angesichts der desolaten Haushalte der öffentlichen Hand am effizientesten eingesetzt werden kann. Und hierbei wird auch die Kommunalaufsicht ein Wort mitreden.

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22 Leserbriefe | RSS-Abo

  1. Peter Erz schreibt:

    Also, wenn ich ein Auto/Bus sonst was hätte, dann würde ich Personal und Benzin und damit Steuerzahlers Kosten (!) sparen und nur einmal fahren: Egbert nach Ambrosius! Kürenz kann dann zu Fuß gehen (gesünder und kost nix!)
    Im Dreieck fahren könnt’ ich mir persönlich gar nicht leisten!
    Ist Trier also doch nicht gar so arm?
    Wie lange wird denn das Provisorium dauern dürfen, bevor Trier wir auf eine sinnvolle Lösung umschwenken muss?

    Zitat:
    “…wolle man wieder zurück an den Standort in der Olewiger Straße – und das unabhängig von den weiteren Mängeln in der Bausubstanz [Egbert, Anm. des Leserbriefschreibers], die seit langem bekannt seien. ”
    Das ist ja sehr putzig: Wir wissen dass hier (schon wieder Steuerzahler’s) Geld verbrannt wird, aber wir wollen zurück in das Gebäude, dass schon Geld gefressen und immer noch Hunger hat…
    Das Gebäude in Kürenz ist o.k. und bezahlt, aber das braucht keiner mehr.

    Aber, auch wenn’s zum Heulen ist: Hier steht auch was sehr lustiges:
    Zitat:
    “… und die Folge von Arbeiten beim Verlegen von WLAN-Kabeln …”
    Wie herrlich: Ich bin schon nicht mehr ganz jung und ich darf mich rühmen: Ich habe mit eigenen Augen die Angebote bei Ebay gesehen: “100m WLAN-Kabel 19,95 Mark (oder so), Zusammensetzung Stickstoff (78,08 Vol-%), Sauerstoff (20,95 Vol-%), Argon (0,93 Vol.-%), Kohlenstoffdioxid (0,04 Vol.-%) und andere Gase in SpurenVol-%… (Quelle: wikipedia [wo sonst?]) und ?! Die Leute haben das wirklich gekauft! 3-2-1-meins!

  2. Pawel Kalinowski schreibt:

    Tja, hätten sie die WLAN-Kabel direkt mit dem Simens-Lufthaken befestigt wäre es nicht soweit gekommen. Da zahlt man halt bisschen mehr, dafür schimmelt die Decke dann nicht.

  3. Friedhelm Busche schreibt:

    Wlan-Kabel? Der ist echt gut. Sind die Wlan-Kabel an Siemens-Lufthaken befestigt?

  4. Dirk Schwänzl schreibt:

    >… die Folge von Arbeiten beim Verlegen von WLAN-Kabeln.

    Ah ja, jetzt wissen wir, wo das ganze Geld der Stadt Trier hin geht. In Wireless-LAN-Kabel. Da muss der Handwerker ja ordentlich Kohle mit machen.
    Hab auf dem Kalender doch direkt mal nach dem ersten April gesucht ;-)

  5. Sven Sturm schreibt:

    Es ist schon ne extrem ärgerliche Geschichte wie man sich als steuerzahlender Trierer Bürger von den Oberen für dumm verkauft wird …

    Und unter all den Trierer Bürgern ist der gemeine Kürenzer an sich wohl in der ständigen Rolle des Verarschten … (Versprechungen zur LGS, zur Bahnhofsüberquerung und und und ) Würde mich nun nicht wundern wenn der KiGa doch nicht ausgebaut werden soll, sondern zugemacht wird (wir haben ja auch keine Schule mehr) und DM Markt und Aldi doch nicht an den neuen Standort kommen …

    Nun werden wir als Kürenzer sicherlich die Tage zählen die der Bus da sinnlos umher kutschiert, zumal den Kürenzer Kindern der Bus nur bis zum Sommer zugesagt wurde … (manche sind eben gleicher)

    Bin mal gespannt ob und wie nun aus Ost wieder geplärrt wird … Oder vielleicht hat man gelernt dass es glaubwürdiger und besser ist sich NICHT so weit aus dem Fenster heraus zu lehnen und irgendwelche falschen Sachverhalte in die Welt zu setzen …

    Zum Beispiel die Phrase Schulbezirk mit dem meisten Zuwachs ist ne Lächerlichkeit … Zieht die Grenzen mal so wie es sinnvoll wäre und die Örtlichkeit vorgibt und dann schauen wir noch mal !!! Wenn ich einen Kreis um die halbe Stadt ziehe komme ich auch auf die meisten Kinder …

    Um nicht immer auf der Bürgermeisterin rum zu hacken sollte man im Hinterkopf halten, das die Herren Heinrich, Täuber und Dempfle das “ausgehandelt” und in der Presse als Schulterschluss in letzter Sekunde verkündet wurde

  6. Florian Schwarz schreibt:

    Trier ist mein Lieblingsland. Erst-Schimmelbefall in einer bereits verschimmelten Schule nach WLAN-Kabel-Verlegung, eine komplett neu verschimmelte Website, ein schimmliger Pranger. Daher übrigens der Name Amtsschimmel. Bernd Stromberg sagt: „Klar, wenn Du schon auf der Titanic fährst, dann stellste am besten noch Hein Blöd ans Steuer.“

  7. Stephan Jäger schreibt:

    @Florian Schwarz

    @„Klar, wenn Du schon auf der Titanic fährst, dann stellste am besten noch Hein Blöd ans Steuer.“

    Astrein!

    Ja, die Grundschulen-Reise-nach-Jerusalem: Eine der vielen Geschichten, die einem als Trierer beinahe normal vorkommen, bis man sich mal eine Minute fragt, wie Solcherlei wohl auf Leute wirken muss, die nicht aus Trier stammen.

    By the way: Hab ich mir da – als laienhafter Hobby-Renovierer – immer unnötige Arbeit gemacht oder kann es unter Umständen sinnvoll sein, aus Räumen die Möbel rauszuschaffen, bevor man die Decken runterreißt? Zumindest, wenn die Decken Schadstoff-belastet sind und man die Möbel noch braucht, weil man kein Geld hat, Neue zu kaufen.

  8. Manfred Maximini schreibt:

    Es ist mehr als eine Frechheit, wie Schuldezernentin Angela Birk mit dem Stadtteil Kürenz umgeht. Die FWG – Stadtratsfraktion hat mehrfach gebeten, die Fehlentscheidung ortsnaher Grundschulschließungen rückgängig zu machen und die sich anbietenden alternativen Lösungen auch unter dem Gesichtspunkt des Kostenaspektes genau durchzurechnen und in Erwägung zu ziehen. Leider stießen die im Interesse des Stadtteils Kürenz und besonders im Interesse der Kinder sachlichen Anregungen auf taube Ohren. Es ist ein Irrsinn, dass die Kürenzer Kinder jetzt nach Trier – Nord gefahren und die Kinder aus einem anderen Stadtteil jetzt in Kürenz eingeschult werden. Hier entstehen der Stadt Kosten, die bei sorgfältiger Planung hätten vermieden werden können. Jetzt wäre eigentlich der Rechnungshof und die Kommunalaufsicht gefordert, die Verursacher der Geldverschwender zur Rechenschaft zu ziehen.

    Angela Birk fehlt die Bodenhaftung, wenn sie als Entschuldigung anführt, dass die Kürenzer Schulkinder mit der Ambrosius – Schule einen sehr guten Standort haben. Solange man nicht einsieht, dass es bei der Schließung einer ortsnahen Grundschule nicht nur um die Kinder, sondern um negative Auswirkungen auf die gesamte Infrastruktur in einem Stadtteil geht, darf man sich nicht wundern, wenn der jetzt unverkennbaren absurden Fehlentscheidung weitere folgen werden. Wie lge lassen wir Kürenzer uns dies noch gefallen?

    Manfred Maximini – ehemaliger Ortsvorsteher

  9. V.Clemens schreibt:

    @ Herr Maximini: Bitte ersetzen Sie Bürgermeisterin Birk durch Stadtvorstand.

    Frau Birk sollte sich als Häuptling mal besser mit ihren Indianern unterhalten anstatt ihnen Pfeil und Bogen einzusparen.

    Frau Keller: Als Landesbeamtin können Sie Ihre Wünsche allerhöchstens dem Weihnachtmann vortragen.

    Am heutigen Tag erwartet OB Jensen eine Delegation der Stadtverwaltung Schilda aus dem Landkreis Stenkelfeld. Dessen Landrat Öhlgemöller hat die 4 wöchige Weiterbildung seiner Amtsleiter bei der Stadtverwaltung Trier angeordnen.
    Öhlgemöller wörtlich: ” Wo sonst können wir das Verschlimmbessern und das völlige Ignorieren der eigenen Mitarbeiter und der Bevölkerung besser lernen als am Augustinerhof.”
    Während der Empfangszeremonie im Rathausklo wird dieses Erstmalig von Wlankabeln versorgten Lampen beleuchtet sein, so die Stadt weiter.Diese Anlage wurde von dem freien Architekten D.H. aus T. an der M. geplant.

  10. richard leuckefeld schreibt:

    Lieber Manfred Maximini,
    jetzt gehen aber die Pferde mit Ihnen durch. Es wird niemand in Kürenz “eingeschult”. Vielmehr ist die – hoffentlich kurzfristige – Unterbringung von
    Egbert-Grundschülern einen Folge, der jahrzehntelangen Vernachlässigung
    Trierer Schulen. Es herrscht ein kaum zu bewältigender Sanierungsstau, und die
    Egbert-Schule wird nicht die letzte sein, die uns “negatv überrascht”.
    Die Folgen dieser Vernachlässigung muß die jetzige Bürgermeisterin ausbaden.
    Sie – lieber Manfred Maximini – waren 40 Jahre im Trierer Stadtrat – davon
    die meiste Zeit als Fraktionsvorsitzender. Welche Verantwortung tragen Sie für den heutigen Zustand der Trierer Schulen. Sollen wir mal in alten Protokollen nachschauen, wie oft Sie bei Haushaltsberatungen gegen eine Erhöhung des Schuletas gestimmt haben?
    Richard Leuckefeld

  11. Peter Schreiner schreibt:

    @ Herr Maximini

    Die Entscheidung über die Schliessung der Kürenzer Grundschule und den Erhalt der Egbert Grundschule wurde doch vom Stadtrat und NICHT von Frau Birk getroffen? Oder bin ich da falsch informiert?

    Ansonsten illustriert der ganze Vorgang , das Politik nichts mit Vernunft und Berücksichtigung von Fakten zu tun hat. Das nennt man “Demokratie” ….. :-(

  12. Rüdiger Rauls schreibt:

    Glauben Sie, Herr Sturm und andere, dass Sie durch Ihre Gestänkere gegen die Eltern in Trier-Ost Ihre SChule in Kürenz zurückbekommen? Und hätten Sie auf Ihre SChule verzichtet zugunsten der von Trier-Ost, wenn es andersrum gelaufen wäre? Ihr alle habt gepokert. Die einen haben gewonnen, die andern verloren. Das ist so, wenn man pokert, d.h. gegeneinander spielt.
    Lasst Vernunft walten und hört auf, Euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Das führt zu nichts und hat Euch dahin gebracht, wo Ihr jetzt sein. Überlegt lieber, ob aus der veränderten Situation jetzt eine Verbesserung für die Interessen aller erreicht werden kann. Eigentlich ist fast wieder der Zustand von vor dem SChulkonzept eingetreten. Es ist wieder alles unklar. Keiner weiß, ob er die Schule bekommen wird, die er sich wünscht. Außerdem haben viele jetzt die Nachteile des SChulkonzeptes am eigenen Leibe erfahren (Bustransport). Und vor allem: die Politiker der Parteien und des Stadtvorstandes haben sich bis auf die Knochen blamiert. Und vermutlich werden auch sie wieder uneins werden über die Suche nach Schuldigen.
    Nutzt diese Situation für einen Neuanfang. Die Vernünftigen unter den Eltern aller Schulen sollen sich zusammensetzen, nicht die Heißsporne und Hetzer. Die Forderung muss lauten: Erhalt aller Schulen. Denn am Geld kanns nicht liegen, wenn eine gesunde Schule geschlossen und eine marode mit viel Geld saniert wird. Also nehmt sie beim Wort und fordert “Kurze Wege für kurze Beine”. Setzt Euch zusammen

  13. S. Wiltschek schreibt:

    Huahuahuahuahua,

    ich schmeiss’ mich weg. Was ist das hier (Trier) nur für ein ein Narrenladen.
    Wenn’s nur nicht so peinlich wäre.

    Woanders hätte es schon Abmahnungen und Freistellungen gehagelt !

    un jetzt ein Chauvi-Spruch.
    Die, die mich kennen wissen, dass ich eigentlich keiner bin, aber ab und zu muss eben doch was Öl in’s Feuer gegossen werden ;-)

    “Vielleicht sollten wir DAS mit den Quotenchiqas an entscheidungsfindenden Positionen doch nochmal überdenken …”

    tbd

    so und nun voran. Bis jetzt haben nur Männer zu diesem Artikel Kommentare abgelassen. Wird Zeit, dass das andere Geschlecht mal mitmacht.

    Der Fehdehandschuh ist ja nunmal geworfen …..

    schönen Abend noch.

  14. Stefan Wilhelm schreibt:

    Ich finde es schon ziemlich gewagt von “einer gewissen Komik” zu sprechen.
    Frau Birk sollte auf Grund dieser zahlreichen, durchaus ernsten Komentare merken, dass das Thema in Kürenz nun wirklich niemand mehr lustig oder komisch findet.

  15. V.Clemens schreibt:

    Herr Rauls,
    ja , die Eltern aller Schulen wurden zum Pokern gezwungen.
    Nur wussten diese Eltern eben nicht, auch wenn sie es geahnt haben, das einige Politiker , wie z.B. der Fraktionsvorsitzende der SPD und der Ortsvorsteher Mitte, alle Asse aus dem Spiel genommen haben und ein paar schwarze Peter ins Spiel geschmuggelt haben. Die Kürenzer haben ihren schwarzen Peter ja schon aufgedeckt bekommen. Die Egbert-Eltern wissen jetzt, das er auf der Hand liegt
    und die Eltern von Martin, Pfalzel und Heiligkreuz haben immer noch nicht erkannt, das da was aufgedeckt wird und sie da etwas erblicken, von dem sie dachten es anderen zugespielt zu haben.
    Ich persönlich bin davon überzeugt, das die o.g. Schulen alle bis 2025 schönen, modernen Eigentumswohnanlagen gewichen sein werden. Weil eins haben alles diese Schulen gemein: Die tolle, wertvolle Lage.

    @Herr Wilhelm: Sie haben Recht. Aber Frau Birk will doch bestimmt mal in Kürenz auftreten. Man kann sie ja zum Martinsumzug einladen. da sie ja meint alles richtig gemacht zu haben, hat sie ja in Kürenz ja nix zu befürchten. Der Herr Teuber darf auch kommen.

  16. S. Halpatak schreibt:

    @ Herr Leuckefeld Danke für den Hinweis
    @ Herr Rauls So sehe ich das auch

    Ich gehe nicht davon aus, dass die Egbert Schule nach zwei Wochen Sanierung wieder bezogen werden kann. Es geht wohl vielmehr darum, das Gelände der Egbert Grundschule, da der Sanierungsbedarf ausgesprochen hoch einzuschätzen sein wird, nicht an ihren alten Standort zurückkehrt.
    Dann wird das Gelände verkauft werden, und das ist genau das, was die Stadt schon lange vorhat und nun endlich tun kann.
    Dabei wäre es meines Erachtens möglich zusammen mit der Ehemaligen Grundschule Kürenz, entweder deren ehemalige Gebäude auszubauen oder einen neuen Standort zu suchen, wie z.B die ehemalige Landes Lehr- und Versuchsanstalt (Weinbauschule) in der Egbertstraße. Langfristig sollten wohl die Kürenzer wie auch die Gartenfeld Eltern ihre Interessen bündeln und gemeinsam durchsetzen, statt sich zu bekämpfen und nur auf jeweils eigenen kurzfristigen Interessen zu schauen.

  17. Manfred Maximini schreibt:

    Lieber Richard Leuckefeld.
    Ich habe Verständnis dafür, dass Sie sich schützend vor die von ihnen gestellte Schul-
    dezernentin stellen. Allerdings sind mit mir nicht die Pferde durchgegangen, sondern
    ich bin enttäuscht darüber, dass jetzt keiner die politische Verantwortung für die Fehl-
    entscheidung im Zusammenhang mit der Verabschiedung des Schulentwicklungskon-
    zeptes übernehmen will. Fakt ist doch, dass eine intakte Schule geschlossen wurde und
    jetzt die Kinder aus Sicherheitsgründen aus einem maroden Schulgebäude umgesiedelt
    wurden. Wie lange ? Die Bürgermeisterin weist darauf hin, dass man keinen genauen
    Zeitpunkt nennen könne, wann mit konkreten Ergebnissen über den baulichen Zustand
    des Egbert – Schulgebäudes gerechnet werden kann. Der Zustand der Egbert Grundschule war schon länger bekannt und dennoch hat es die Schuldezernentin zu-
    gelassen, dass die Grundschule Kürenz verlegt wurde. Mit Erfolg habe ich mich jahrelang
    für eine Instandsetzung der Kürenzer Schule eingesetzt und da blutet einem schon das
    Herz, wenn man die jetzige Entwicklung mit ansehen muss. Auf Ihre Frage, welche
    Verantwortung ich persönlich für den Zustand der Trierer Schulen trage, gehe ich nicht
    näher ein. Ich lasse auch nicht prüfen, wie oft die Grünen den städtischen Haushalt ab-
    gelehnt haben und wenn man dem gefolgt wäre, hätte ich in Trier nichts mehr bewegt.
    Vielleicht findet sich doch noch eine Lösung, wo die Kürenzer Kinder, gemeinsam
    in die Soterstrasse zurück kommen können.

  18. Rüdiger Rauls schreibt:

    Herr Clemens, niemand wird zum Pokern gezwungen! Nur wer rechthaberisch ist und sich mit den eigenen Interessen gegenüber denen der anderen durchsetzen will, wer die anderen mit den vermeintlich besseren eigenen Argumenten aus dem Feld schlagen will, nur der ist gezwungen zu pokern, zu tricksen. Gewonnen haben die Politiker im Augustiner Hof, denn sie haben die Regeln vorgegeben, nach denen die Elternschaften gepokert haben, anstatt sich eigene aufzustellen. Und diese Regeln hätten lauten müssen: 1. Die Interessen aller Eltern sind gleich viel wert. 2. Wir lassen uns nicht gegeneinander ausspielen durch “gute” Argumente. 3. Erhalt ALLER Grundschulen.
    Aber selbst die jetzt veränderte Situation, die eine verbesserte Ausgangslage bietet, wird nicht genutzt, um das GEMEINSAME Interesse zu verfolgen. Hier auf dieser Seite wird mehr gegeneinander diskutiert als dass man die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund stellt. Ich sehe hier keinen Ansatz, die Konflikte untereinander zu begraben. Man gefällt sich darin, sich gegenseitig die Vergangenheit um die Ohren zu hauen und Vorwürfe zu machen, anstatt Ansätze eines gemeinsamen Vorgehens zu suchen. Wo sind die Vernünftigen aller SChulen, die erkennen, dass sie nur eine Chance haben, wenn sie sich gemeinsam vernünftig verhalten? Das Hoffen und Schimpfen auf die Politiker bringt gar nichts. Ihr Eltern seid diejenigen, die ihr Verhalten ändern müssen. Ihr müsst miteinander reden und nach gemeinsamen Lösungen suchen im gemeinsamen Interesse.

  19. Bernd Michels, Ortsvorsteher schreibt:

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
    Betroffene und Interessierte in Kürenz,

    Der Umzug der Grundschüler der Egbert-Grundschule in das geräumte Gebäude der ehemalige Grundschule in der Soterstraße hat und wird auch noch künftig zu heftigen Reaktionen und Diskussionen führen, und zwar nicht nur in Kürenz.
    Dafür habe ich großes Verständnis.

    Es gibt eine große und nachvollzíehbare Befürchtung:
    Werden politische Entscheidungen wieder auf dem Rücker der Kinder ausgetragen.

    Der Ortsbeirat hatte in der Vergangenheit sich eindeutig und unmißverständlich positioniert. Alle sachlichen und eigentlich schlüssigen Argumente, wurden ignoriert.
    Die Haltung des Ortsbeirates ist öffentlich zugänglich und im Internet im Detail dargestellt (Seite Stadt Trier/ Ratsinformationssystem/ Ortsbeirat Kürenz/Sitzungskalender, Niederschrift der Sitzungen vom 24.04.2013,
    05.03.2013 ujnd 14.08.2012.
    Aus der Anlage zur Niederschrift der Sitzung vom 24.04.2013 ist meine Haltung, die in der Stadtratssitzung am 14.03.2013 deutlich dargestellt worden ist, zu erkennen.

    Der Ortsbeirat ist davon überzeugt, dass erneut eine intensive Diskussion notwendig und erforderlich ist.

    Alle Fraktionen – nicht nur die die Schließung der Grundschule beschlossen hatten – sondern auch die die Position vertreten, dass keine einzige Grundschule geschlossen werden darf, vertraten Positionen, die von der Realität überholt worden sind.

    Wir werden uns um das Thema kümmern.

    Bernd Michels, Ortsvorsteher Kürenz

  20. V.Clemens schreibt:

    Herr Rauls, ich bin da bei Ihnen. Nur solange das die Leute nicht verstehen, wird das die Verwaltung und der Rat immer wieder ausnutzen um die Interessen von Verwaltung/Rat durchzusetzen. Die Interessen der Bürger werden hier ja schon lange als Störfaktor angesehen.

  21. Werner Kuhn schreibt:

    Liebe Kürenzer und liebe Trierer Mitbürger,

    Die FWG-Ortsbeiratsmitglieder aus Kürenz waren entstezt, als sie erfuhren, dass nach der Scließung der Grundschule Kürenz, jetzt die Kinder der Egbertgrundschule in Kürenz unterrichtet werden. Deshalb wurde von mir in der letzten Ortsbeiratssitzung der Antrag gestellt, dieses Thema erneut auf die Tagesordnung zu setzen. Erfreulicherweise stimmten der Ortsbeirat meinem Antrag zu. Nach ausfühler Diskusion und Austausch der Agumente:
    1) die Schließung hatte keine pädagogischen Gründe sondern war eine parteipalitische Mauschelentscheidung
    2) uns Kürenzer fehlten die entsprechen Kontakte zur Verwaltung, andere Schulen hatten dorthin eine bessere Lobby
    3) die Grundschule Kürenz ist in Ordnung und hat keinen Millionen schweren Investitionsstau, sonst würden die Egbert Kinder nicht jetzt dort unterrichtet (Was übriges in Ordnung ist bevor Gesundheitliche Folgen für die Kinder entstehen)
    4) ist es absurd das Kinder von Egbert nach Kürenz und Kürenzer nach Trier Nord gefahren werden
    und viele weitern,
    stimmte der Ortsbeirat einstimmig dem Antrag der FWG zu, an die Verwaltung und den Stadtrat zu appelieren ihre damalige Fehlentscheidung zurück zu nehmen, auch unter Berücksichtigung der Kostenaspekte oder hat Trier Geld zu verschenken.

    Nochmals soll hier festgehalten werden das die FWG der neuerliche Antreiber ist und nicht wie aus vorherigen Stellungnahmen vielleicht denkbar unser Ortsvorsteher Bernd Michels.
    Werner Kuhn (FWG-OBR Kürenz)

  22. Karl Lübeck schreibt:

    Dass die Kürenzer Grundschule, die in einem sehr guten baulichen Zustand ist, geschlossen wird, entbehrt jeder Logik und lässt sich nur damit erklären, dass beim politischen Geschacher dem Stadtteil Kürenz in der Verwaltung und im Stadtrat die Lobby fehlte. Es bleibt abzuwarten, ob die Eltern und Großeltern der Kinder dies bis zur Kommunalwahl in 2014 vergessen haben oder den für die Schließung der Schulen verantwortlichen Kommunalpolitikern hierfür die Quittung präsentieren.

    Die Schließung der Grundschule Kürenz ist doch ein Schildbürgerstreich par exellence und es ist der pur Hohn, dass jetzt auch noch „Bäumchen, Bäumchen wechsel dich“ mit Egbert gespielt wird. Nur weil dieses Spiel bei Kleinkindern sehr beliebt ist, muss es doch nicht von Amtswegen organisiert werden.

    Auch langfristig ist es m. E. sinnvoll den Standort Kürenz zu erhalten, zumal durch die absehbare Schließung des Walzwerkes und der an dieser Stelle vermutlich entstehenden Wohnbebauung von steigenden Schülerzahlen auszugehen ist.

    Karl Lübeck
    ehemaliger Ortsvorsteher von Trier-Kürenz

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