Zweites Gleis frühestens 2014

TRIER/LUXEMBURG. Mit der Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung für den zweigleisigen Ausbau des Streckenabschnitts zwischen Igel und Igel West ist nun endlich die Voraussetzung für die Verbesserung der Bahnverbindung zwischen Trier und Luxemburg geschaffen worden.

Neben dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der DB Netz AG beteiligen sich auch das Großherzogtum und das Land Rheinland-Pfalz an der Finanzierung des rund 20 Millionen teuren Vorhabens – die Luxemburger steuern fast die Hälft der benötigten Summe bei, obwohl der Streckenausbau auf deutscher Seite erfolgt.

Durch den Ausbau sollen sowohl die betrieblichen Abläufe als auch die Kapazität der Strecke “deutlich verbessert” werden, heißt es in einer Mitteilung der DB AG. Davon profitierten insbesondere die grenzüberschreitenden Verkehre zwischen Koblenz, Trier und Luxemburg. Noch Ende dieses Jahres soll mit ersten Baumaßnahmen an einer Straßenüberführung in Igel begonnen werden. Schwerpunkt des Vorhabens ist der zweigleisige Ausbau des Abschnitts Igel – Igel West auf einer Streckenlänge von knapp zwei Kilometern. Die Streckengeschwindigkeit beträgt 90 km/h. Notwendig dafür ist die Erstellung des Oberbaus für das zweite Streckengleis, die Erneuerung und Anpassung der Tiefenentwässerung und der Oberleitungsanlage sowie die Modernisierung der Leit- und Sicherungstechnik und der Fernmelde- und Elektrotechnik.

Vorgesehen ist außerdem der Neubau von drei Straßen- bzw. Eisenbahnüberführungen. Umfangreiche Maßnahmen zum Schallschutz und der Felshangsicherung sind ebenfalls Bestandteil des Projekts. Abhängig von der Dauer der Planfeststellungsverfahren werde der Schwerpunkt der Bauarbeiten voraussichtlich 2014/2015 sein. Bei einem regionalen Verkehrsgipfel, an dem 2007 in Trier auch der damalige Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) teilgenommen hatte, war vereinbart worden, dass die Zweigleisigkeit bis spätestens 2012 kommen sollte. Doch nach dem Amtsantritt von Tiefensees Nachfolger Wolfgang Ramsauer kam das gesamte Vorhaben wieder auf den Prüfstand. Erst eine großzügige Zusage der Luxemburger, den Ausbau auf deutscher Seite mit bis zu 8 Millionen Euro zu unterstützen, verhinderte, dass das Vorhaben völlig unterging. Ende 2014 startet der “Rheinland-Pfalz-Takt 2015″, der dank der luxemburgischen Staatsbahn CFL auch ein deutlich besseres Angebot auf der Strecke von Luxemburg nach Trier und weiter nach Koblenz bringen soll. Sollten die Bauarbeiten dann noch nicht abgeschlossen sein, könnten sich diese gerade für Grenzgänger überfälligen Verbesserungen weiter verzögern.

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